Die private Krankenversicherung (PKV)

 


Gedankenspiel:
Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie möchten abends ins Kino gehen. Sie freuen sich auf den Film Ihrer
Wahl in Ihrem Kino und gehen zur Kasse. Was kostet ein Film in der Regel? 5 Euro an Kinotagen?
8 Euro? 10 Euro? Vermutlich irgendwo in diesem Bereich dürfte sich der Eintrittspreis bewegen. Sie möchten eine Eintrittskarte kaufen und erhalten zu Ihrem Erstaunen von der Person an der Kasse am Kino eine Gegenfrage, nämlich: Wie viel verdienen Sie denn? Sie (ich unterstelle ein normales Arbeitsverhältnis)
geben brav und gleichermassen verdutzt Ihr Gehalt/Ihren Lohn an und dann rechnet die Person an der
Kinokasse. Glücklich nennt Sie Ihnen dann den Kinopreis, den Sie von Ihnen erhalten möchte. Nämlich
beispielsweise 300 Euro.
Wie würden Sie reagieren, wenn dieser fiktive Vorfall auch real so abläuft? Vermutlich doch etwas zornig
nach Hause gehen und auf die Kinovorstellung verzichten!?
Aber es kommt noch schlimmer: Genau genommen verlangt die gesetzliche Krankenkasse bei Personen, die nicht (mehr) in einem Angestelltenverhältnis stehen die Einkommensverhältnisse der Person im
abgelaufenen Jahr. Übertragen auf unser Beispiel würde man Sie also an der Kinokasse nach Ihrem
Einkommen im letzten Jahr fragen. Im Einzelfall kann das übel enden.
Nehmen wir an, ein excellent verdienender Vorstand verprasst sein verdientes Geld und wird dann arbeitslos. Nun gehören Vorstände zwar im allgemeinen nicht zu den finanziell bedauernswertesten
Personen in unserem Staat, jedoch würde der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse dem Vorstand
schweren finanziellen Schaden zufügen, denn er muss auf Basis des excellenten Verdienst des Vorjahrs
hohe Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung zahlen, obwohl er darüber genau nicht mehr
verfügt.
Der Gedanke hinter alledem ist: Der Kinobetreiber hat Unkosten und berechnet daraufhin einen durchschnittlichen Preis pro Kinokarte, bei dem er noch einen Gewinn macht. Dieser Preis ist von allen gleichermassen zu zahlen. Dieses Prinzip gilt aber offenbar bis dato nicht bei den gesetzlichen Krankenkassen. Wohl aber bei den privaten Krankenversicherungen. Dort wird ein Kostenaufkommen pro Beitragszahler ermittelt und diese Kosten werden dann auf jedes Mitglied umgelegt, indem ein Preis

Welcher Typ sind Sie? Mit welchem Prinzip können Sie sich am Besten anfreunden? Mit dem fiktiven
Beispiel zu Beginn? Dann auf zur gesetzlichen Krankenkasse.
Oder mit dem Prinzip, dass jeder Beitragszahler gleichermassen für die in Summe entstehenden
Kosten aufkommt? Herzlich willkommen bei der privaten Krankenkasse.

(Aber Vorsicht: Es gibt natürlich noch einige weitere Vorteile und auch Nachteile bei der gesetzlichen und auch der privaten Krankenkasse, auf die noch eingegangen werden sollte. Denn eine reine Schwarz oder Weiß Sicht ist hier nicht angebracht. Es kommt immer auf den EInzelfall an. Lassen Sie sich also gründlich
von Experten beraten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.)


Vorteile der PKV

Nachteile der PKV

 

 

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