‹bernahme von Unternehmen

 

Unternehmen, die eine bestimmte Unternehmensgröße besitzen, vergrößern ihren Umsatz und
Ertrag gerne auch durch die Übernahme von anderen Unternehmen beziehungsweise
anderen Unternehmensteilen. Dies kann durchaus Sinn machen, zum Beispiel dann,
wenn der Preis stimmt. Es kann aber auch weniger sinnvoll sein und zur Verwässerung
von Aktionärsvermögen führen. Nachfolgend wollen wir einige Punkte dieser vom
"Übernahmehunger" befallenen Unternehmen näher beleuchten:

 

Erkennen von Übernahmen in der Vergangenheit

Woran lassen sich denn überhaupt Übernahmen von Unternehmen oder Unternehmensteilen
erkennen, die in der Vergangenheit statt gefunden haben?
Nun, ein Blick in die Bilanz (Konzernbilanz) eines Unternehmens kann hier hilfreich sein.
Schaut der Anleger auf die Aktivseite der Konzernbilanz, so lässt sich bei Unternehmensübernahmen
der Vergangenheit ein Punkt ausfindig machen, der sich "Goodwill" nennt. Goodwill entsteht
immer dann, wenn ein Unternehmen ein anderes Unternehmen kauft und ein Kaufpreis
bezahlt wird, der über dem Buchwert (Eigenkapital) des zu kaufenden Unternehmens
liegt (siehe auch hier). Ist in der Konzernbilanz ein erheblicher Teil an Goodwill vorhanden, so können
Sie sicher sein, dass Unternehmensübernahmen in der Vergangenheit statt gefunden haben.
Hin und wieder integrieren Unternehmen in ihrer Bilanzierung den Goodwill auch unter dem
Bilanzpunkt "Immaterielle Vermögenswerte". Detailliertere Angaben zu einzelnen Bilanzpunkten
finden Sie übrigens im Anhang eines jeden Geschäftsberichts.