Lexikonpunkt Z

 


* Zahlungsziel:

Mit einem Zahlungsziel vereinbart der Käufer einer Ware/Dienstleistung mit dem Verkäufer
der Ware/Dienstleistung eine Zeitspanne (Frist), innerhalb derer die Zahlung erfolgen muss.


* Zaster:

Das Wort Zaster ist im deutschen Sprachgebrauch (Umgangssprache) ein Synonym für Geld.


* Zeche:

Die Zeche ist ein Begriff aus der Welt des Bergbaus, ein Zusammenschluss von Bergleuten. Doch der
Begriff Zeche wird auch sehr gerne als Synonym für "Rechnung" genommen. "Wer zahlt am Ende die
Zeche?" heisst es oftmals als geflügeltes Wort.


* Zehnte(r):

Der Zehnte bezeichnet historisch die Abgabe von eigenem Verdienst an die Kirche oder an den Staat.
Und zwar den zehnten Teil des Verdienstes. In einigen Dörfern oder kleineren Gemeinden finden Sie
daher, meist zentral gelegen, eine "Zehntstrasse" oder eine "Zehntgasse" oder ähnliche Bezeichnungen.


* Zeichnen:

Bei der Neuemmission von Aktien kann der Anleger über einen Zeichnungsauftrag eine Kaufabsicht zu
einem bestimmten Kurs (fester Kurs oder variabler Kurs innerhalb einer Preisspanne) bekunden. Erhält
der Anleger Anteile (Aktien) an der Neuemmission, bestimmt der erste Börsenkurs, ob Gewinne oder
Verluste erwirtschaftet wurden im Vergleich zum Zeichnungskurs.


* Zeitarbeit:

Zeitarbeit macht die Arbeitskraft des Menschen in gewisser Weise zur "handelbaren Ware".
Zeitarbeitsfirmen stellen Arbeitskräfte ein und verleihen diese an andere Firmen
(Stichwort Arbeitnehmerüberlassung). Der von diesen vermittelten Arbeitskräften erwirtschaftete Lohn
verbleibt nicht vollständig beim Arbeitnehmer, sondern fliesst zum Teil auch an die Zeitarbeitsfirmen.


* Zeitrente:

Die Zeitrente ist eine Rente, die (wie der Name schon ausdrückt), nicht lebenslang, so wie die klassische
Leibrente, sondern für einen bestimmten Zeitraum ausbezahlt wird.


* Zentralbank(en):

Eine Zentralbank eines Landes oder eines Währungsraumes steuert die Geldpolitik des Landes/Währungsraumes.
Dazu stehen ihr verschiedene Steuerungsmechanismen in geldpolitischer Hinsicht zur Verfügung mit dem Ziel,
den Aussenwert einer Währung zu bewahren, keine zu große Inflation zuzulassen und einer Deflation entgegenzusteuern.
Wichtigste Waffe im Kampf gegen Inflation/Deflation ist die Festsetzung des Leitzinses, an dem sich andere Banken
orientieren müssen.


* Zerobonds:

Zerobonds werden auch Nullkouponanleihen genannt. Sie zahlen in der Regel über die gesamte Laufzeit
keinerlei Zinsen an den Inhaber der Zerobonds. Allerdings gibt es einen festgelegten Rückzahlungsbetrag.
Falls der Emittent der Zerobonds nicht zahlungsunfähig wird, erhält der Anleger auch den festgelegten
Rückzahlungsbetrag. Je nach Restlaufzeit und Zinslandschaft notiert der Zerobond während der Laufzeit
mehr oder weniger unter seinem Rückzahlungsbetrag, so dass die "Verzinsung" letztlich doch vorhanden ist
und sich aus der Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und aktuellem (niedrigerem) Kurs ergibt.


* Zinsbindung:

Der Begriff Zinsbindung fällt im Zusammenhang mit Krediten. So entscheidet der Kreditnehmer
(beispielsweise bei einer Immobilienfinanzierung) über die Dauer der Zeit, bei der der Kreditzins
festgelegt wird. Diese Dauer (zum Beispiel 10 Jahre) mit einem bestimmten Kreditzinssatz wird
Zinsbindung genannt.


* Zinsbindungsfrist:

siehe Lexikonpunkt Zinsbindung


* Zinsdeckungsgrad:

Der Zinsdeckungsgrad ermittelt sich nach folgender Formel:
Zinsdeckungsgrad = (Zinsen + eventuelle zinsähnliche Aufwendungen) / EBIT * 100

Der Zinsdeckungsgrad ist eine prozentuale Angabe, die Auskunft darüber gibt, wie hoch der Anteil des
Unternehmensergebnis durch einen Zinsaufwand belastet wird. Je größer der Zinsdeckungsgrad, umso sensibler
reagiert das Unternehmensergebnis auf Änderungen der Fremdkapitalkosten und umgekehrt.


* Zinsen:

Zinsen sind eine Art "Vergütung" (oftmals eine vorher festgelegte Vergütung) für die Bereitschaft eines
Anlegers/Sparers, eine bestimmte Summe an Geld für einen bestimmten Zeitraum der Bank zur Verfügung
zu stellen.

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* Zinseszins:

Der Zinseszins ist eine Besonderheit des einfachen Zinses. Beim Zinseszins wird der ursprünglich
bei einer Bank/Sparkasse angelegte Geldbetrag verzinst plus die aus diesem ursprünglichem
Geldbetrag erhaltenen Zinsen.

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* Zinsstrukturkurve:

Die Zinsstrukturkurve zeigt den Zinssatz einer Anlage (meist "sichere" Anleihen) in Abhängigkeit von
der dieser Anlage entsprechenden Anlagedauer. Der Zinssatz wird dabei auf der Ordinate eines
Koordinatensystems eingetragen, während die Zeit auf der Abszisse eingetragen wird. Bei der
"normalen" Zinsstrukturkurve nimmt der Zinssatz mit zunehmender Zeit bis zu einem Maximalwert
zu. Eine inverse Zinsstrukturkurve liegt dann vor, wenn die langfristigen Zinsen (beispielsweise
10 jährige Anleihen) unter den Zinssaätzen für kurzfristige Anlagen (beispielsweise 2 jährige Anleihen)
liegen.


* Zinswende:

Als Zinswende wird die grundlegende Richtungsänderung der Zinsschritte der Notenbanken bezeichnet.
Hier gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Nach einem konjunkturellem Niedergang wurden die Leitzinsen
von der Notenbank immer weiter gesenkt. Schliesslich springt die Konjunktur irgendwann deutlich an und
daraufhin beginnt die Notenbank mit einem ersten Zinsschritt nach oben, also der Zinswende. Die zweite
Möglichkeit beschreibt die erste Zinssenkung nach einer Folge von Zinsschritten nach oben durch die Notenbank,
begründet durch eine sich überhitzende Konjunktur.


* Zloty:

Bis dato (2009) ist der Zloty die polnische Währung.


* Zocker:

Zocker sind Spieler. Speziell an der Börse sind Zocker eher Personen ("Anleger"), die meist ohne
eine Strategie und ohne jegliche weitere Hilfsmittel (zum Beispiel Charttechnik), ihr kurzfristiges
Glück an der Börse suchen. Dabei werden oft auch hohe Risiken eingegangen (zum Beispiel
das Totalverlustrisiko des eingesetzten Kapitals).


* Zubrot:

Im Zusammenhang mit der Wirtschaftswelt bedeutet Zubrot eine Art Nebeneinkommen oder ein Nebenverdienst.
Ein anderer Begriff für Zubrot ist Zuverdienst.


* Zucker:

Wir alle kennen normalen Haushaltszucker (meist Saccharose). An der Börse ist Zucker aber auch ein so
genannter Agrarrohstoff. Zucker wird an der Börse in der Einheit US-Cent je Pfund notiert.


* Zuschreibung:

Eine Zuschreibung kann als Gegenteil einer Abschreibung angesehen werden. Zwar sind Zuschreibungen
in einer Bilanz bei Gebrauchsgütern (wie zum Beispiel der Fuhrparkflotte eines Unternehmens) eher selten.
Aber bei Immobilien, Grundstücken und/oder Wertpapieren kann sich durch eine Wertsteigerung durchaus
eine Zuschreibung ergeben.


* Zustiftung:

Im Gegensatz zu einer Spende wirkt sich eine Zustiftung bei einer Stiftung als Substanzerhöhend aus und
wird nur indirekt (über die Rendite) für Stiftungszwecke eingesetzt.


* Zwangsräumung:

Nachdem ein so genannter Räumungstitel vom Vermieter einer Wohnung gegenüber dem Mieter
(den Mietern) erwirkt wurde, kann eine Zwangsräumung der Wohnung (beziehungsweise des Mietobjekts,
welches natürlich auch ein Haus sein kann) durchgeführt werden. Diese Zwangsmassnahme fällt
dem Gerichtsvollzieher zu, der sich auch (in schweren Fällen des Widerstands) der Polizei bedienen kann,
um geltendes Recht durchzusetzen.


* Zwangsversteigerung:

Ist der Besitzer einer Immobilie überschuldet beziehungsweise kann er seine Kreditzinsen für die
Immobilie nicht mehr bedienen, so kann die kreditgebende Bank (mit einer vollstreckbaren Urkunde)
einen sofortigen Verkauf der Immobilie auch gegen den Wunsch des Besitzers durchführen. Die
Zuführung zu diesem öffentlichen Verkaufsprozess der Immobilie an den Meistbietenden wird
Zwangsversteigerung genannt.


* Zweigstelle:

Eine Zweigstelle eines Unternehmens bezeichnet einen operativen Raum des Unternehmens, der
von der Zentrale unterschieden wird. Ein anderes Wort für Zweigstelle ist Filiale.


* Zweitwohnungssteuer:

Die Zweitwohnungssteuer (auch Zweitwohnsitzsteuer genannt) ist eine kommunale Abgabe, die von
Personen geleistet werden muss, die zusätzlich zu ihrem Hauptwohnsitz einen Nebenwohnsitz in Deutschland
besitzen. Für einen Nebenwohnsitz gibt es verschiedene Gründe wie zum Beispiel eine Ferienwohnung/Ferienhaus.
Oder es handelt sich um Berufspendler. Auch Studenten oder allgemein Auszubildende sind oft von einer
Zweitwohnungssteuer betroffen. Gerade letztere Gruppe kann diese (aufgrund von mangelndem Einkommen)
meist nicht sinnvoll von der Steuer absetzen (Werbungskosten).


* Zwischenbericht(e):

Als Zwischenbericht(e) werden unterjährige Berichte zur Gewinn- und Bialnzsituation eines Unternehmens
bezeichnet. Neben dem Geschäftsbericht, der einmal im Jahr erscheint, gibt es Quartalsberichte. Die
Bezeichnung der Quartalsberichte ist manchmal unterschiedlich. So heissen die Quartalsberichte zum
Halbjahr oft auch Halbjahresberichte und der 1. Bericht und der 3. Bericht zum Quartal oftmals auch
Zwischenbericht.


* Zwischenfinanzierung:

Wenn Sie privat zum Beispiel von einem Objekt in ein anderes Objekt umziehen, ist es wahrscheinlich, dass
Sie nicht sofort den Kaufpreis des neuen Objekts (Immobilie) bezahlen können, da Sie das Geld aus dem
alten Objekt (zum Beispiel Eigentumswohnung) noch nicht haben. In diesem Fall lohnt es, sich Gedanken über
eine Zwischenfinanzierung zu machen. Eine Zwischenfinanzierung lässt sich also als zeitlich begrenzte
Finanzierung definieren.


* Zwischenhandel:

Oft können sich Hersteller eines Produktes nicht direkt an den Endverbraucher wenden. Nötig wird der
Zwischenhandel beziehungsweise Zwischenhändler als Bindeglied zwischen Hersteller und Endverbraucher.
Jeder Zwischenhandel verteuert grundsätzlich den Endpreis eines Produktes, bietet aber auch Vorteile
(zum Beispiel bessere Produktplatzierungen).


* Zwischenzeugnis:

Ein Arbeitnehmer kann den Wunsch äussern, von seinem Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis zu erhalten. Damit
kann die bisherige Leistung des Arbeitnehmers konserviert werden. Liegen wichtige Gründe (zum Beispiel
ein Wechsel des Aufgabenbereichs, ein Wechsel des Vorgesetzten, ein Eigentümerwechsel des Unternehmens etc.)
vor, ist der Wunsch nach einem Zwischenzeugnis eine sinnvolle und legitime Anfrage. Liegen keine wichtigen Gründe
vor, signalisiert der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mit dem Wunsch nach einem Zwischenzeugnis auch die
Bereitschaft, eventuell den Arbeitgeber zu wechseln. Ein Schritt (der Wunsch nach einem Zwischenzeugnis),
der dann wohl überlegt sein will.


* Zykliker:

Zykliker oder auch zyklische Unternehmen sind Unternehmen, die in Wirtschaftsaufschwungzeiten erhebliche
Gewinnzuwächse verzeichnen und extrem hohe Rekordergebnisse einfahren können, gleichzeitig aber in einem
Wirtschaftsabschwung erhebliche Gewinneinbussen hinnehmen müssen bis hin zu empfindlichen Verlusten,
die mitunter auch mal die Existenz des Unternehmens gefährden können. Zykliker finden sich oftmals in Bereichen
wie dem Automobilbau, den Stahlproduzenten oder der chemischen Industrie. Die Gewinnschwankungen
dieser Branchen sind erheblich größer als die Gewinnschwankungen so genannter defensiver Unternehmen (Aktien).
Defensive Aktien finden sich zum Beispiel oft in den Branchen der Getränkeindustrie, der Nahrungsmittelindustrie oder
der Unternehmen, die Produkte für den Haushalt produzieren, die alle von uns täglich brauchen (zum Beispiel Waschmittel).


 

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