Lexikonpunkt S

 


* Sabbatical:

Der inzwischen eingedeutschte Begriff des "Sabbaticals" (Sabbatjahr) steht für eine meist einjährige Zeitspanne
im Berufsleben eines Arbeitnehmers. Diese Zeit kann entweder nur Teilzeit gearbeitet werden oder auch gar nicht.
Genutzt wird das Sabbatical meist zum Reisen, für Bildungszwecke oder gar zur persönlichen Regeneration.


* Sachwerte:

Im Gegensatz zu Geldwerten (Geld, Devisen) sind Sachwerte reale Wirtschaftsgüter. So zählen
beispielsweise Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium) zu den Sachwerten, genau wie Häuser,
Wohnungen und Grundstücke. Auch Aktien werden oft als Sachwert bezeichnet, denn der Aktionär ist
an einem realen Unternehmen beteiligt. Jedoch kann ein Unternehmen auch insolvent werden.
Bei einem Grundstück oder einem Haus gibt es dieses Totalausfallsrisiko oft nur bei einer Enteignung.


* Sackgeld:

Der Begriff "Sackgeld" meint in der Schweiz das Gleiche wie der Begriff Taschengeld in Deutschland.


* Safe:

Ein Safe ist ein Sicherheitsbehälter, der dazu dient, Bargeld, Edelmetalle, Schmuck, Wertgegenstände,
(wichtige) Dokumente, Aktien (physisch) , Anleihen (physisch) und/oder andere Dinge relativ sicher zu
verwaren. Ein Safe kann sowohl in privaten Haushalten stehen, genauso wie in Banken oder
Geschäftsbetrieben/Unternehmen. Nur Personen, die den Ort des Safe kennen und befugt sind, die
Sicherheitshürden zu überwinden, können einen Safe öffnen (Diebe sind natürlich nicht in die
Betrachtung eingeschlossen, denn Diebe werden wohl immer einen Weg finden, auch die besten
Sicherheitsmaßnahmen zu überwinden).


* Safe Haven:

Der angloamerikanische Begriff "Safe Haven" hat sich inzwischen in der Finanzbranche verbreitet.
In wirtschaftlich und/oder politisch unruhigen Zeiten suchen Anleger vermeintlich sichere Plätze für
ihr Geld. Zu Zeiten des kalten Krieges galt der US-Dollar noch als "Safe Haven". Heute finden
Anleger eher einen "Safe Haven" in Edelmetallen, Minenaktien (zum Beispiel Goldminenaktien),
Aktien von Rohstoffunternehmen oder in kurzfristig geparkten Geldern als "Geld". Geld, dass dann
bei Abschwächung der wirtschaftlichen/politischen Krisen wieder investiert werden kann. Auch die
Bondmärkte (Anleihemärkte) gelten immer noch als "Safe Haven".


* Salär:

Das Wort Salär wird hin und wieder anstelle des Worts Arbeitslohn beziehungsweise Arbeitsentgelt benutzt.
In der Antike wurden Menschen teilweise in Salz, einem damals ähnlich kostbarem Stoff wie Gold, bezahlt.
Daher die Anlehnung des Worts Salär an das Wort "Salz".


* Same Store Sales:

Same Store Sales (SSS) ist ein angelsächsicher Begriff, der bei Einzelhändlern Anwendung findet. Gemeint
sind die Veränderungen im Umsatz bei Geschäften, die länger als 1 Jahr geöffnet sind beziehungsweise
länger als 1 Jahr bestehen. Dann können die Umsatzzahlen verschiedener Perioden miteinander
verglichen werden und es ist möglich, einen positiven Trend (steigende SSS), einen stabilen Trend
(gleichbleibende SSS) oder einen Negativtrend (fallende SSS) zu konstatieren.


* Satzung:

Im Privatrecht ist eine Satzung eine Art "Grundgesetz" von Unternehmen (GmbH, AG). Neben formellen
Angaben zum Sitz der Firma, zum Namen der Firma und zu den Gründern enthält eine Satzung auch eine
Definition des Unternehmenszwecks, also der Betätigungsfelder des Unternehmens. Zur Gründung
einer GmbH oder AG muss eine Satzung mit bestimmten Angaben vorliegen. Die Satzung kann später
bei Bedarf und Zustimmung der Gesellschafter/Aktionäre verändert werden. "Anfangssatzung" und
Veränderungen in der Satzung müssen notariell abgesegnet werden.


* Scalping:

Unter dem Begriff Scalping versteht der Börsianer und Anleger eine unseriöse und strafbare Form von
Wertpapierhandel. Einige Börsenbriefe oder ähnliche Sprachrohre kaufen auf eigene Rechnung Aktien von
kleinen und marktengen börsennotierten Unternehmen. Dann verkünden diese Börsenbriefe positivste
Meldungen oder sensationelle Aussichten des Unternehmens, an dem diese soeben Anteile erworben haben.
Einige Anleger (Leser) springen auf diesen Zug auf und treiben die Aktienkurse nach oben. Dann kann der
Scalper wieder mit Gewinn verkaufen und hat innerhalb von ganz kurzer Zeit prozentual sehr viel Rendite
erwirtschaftet.


* Scam:

Der angloameriikanische Begriff Scam bedeutet Vorschussbetrug. Vor allem im Internet kennen sicher
viele Leser solche Scam-Versuche. "Sie haben 1 Million Euro gewonnen! -Überweisen Sie nur 20 Euro
als Bearbeitungsgebühr, und schon können wir Ihnen die Million auszahlen!
" So oder so ähnlich läuft
Scamming ab. Wenn Sie dann Geld überweisen, ist das Geld weg und eine Gegenleistung erhalten Sie
nie!


* Schattenwirtschaft:

Unter dem Begriff Schattenwirtschaft werden auf der einen Seite alle nicht legalen Geschäfte
zusammengefasst wie Drogenhandel, Waffenhandel, Menschenhandel etc. Auf der anderen Seite
umfasst der Begriff Schattenwirtschaft auch im Prinzip legale Geschäfte, die aber nicht ordnungsgemäß
gegenüber dem Finanzamt deklariert werden (zum Beispiel Schwarzarbeit) und daher "im Schatten" der
sonst üblichen Besteuerung satt finden. Die gesamte Schattenwirtschaft ist rechtswidrig und strafbar.


* Scheck:

Der Überbringer eines Schecks hat Anspruch auf Zahlung einer bestimmten und auf dem Scheck festgelegten
Summe gegenüber einer Bank/Sparkasse, sofern der Scheck gedeckt ist. Die auf dem Scheck festgelegte
Summe kann je nach Scheckart entweder Bar ausgehändigt werden oder auf dem Konto des Überbringers
gutgeschrieben werden.


* Scheffel:

Die Maßeinheit Scheffel wird auch heute noch benutzt, um Getreidemengen (zum Beispiel Weizen, Hafer,
Sojabohnen oder Mais) zu erfassen.


* Schekel:

Der Schekel ist die Währung des Staates Israels.


* Schenkung:

Unter einer Schenkung versteht man die Übertragung von Vermögensgegenständen wie zum Beispiel
Aktien, Immobilien oder Bargeld vom "Schenkenden" an den "Beschenkten".


* Schenkungssteuer:

Bei der Weitergabe von Vermögen zu Lebzeiten gibt es je nach verwandtschaftlichem Verhältnis Freigrenzen.
Bestimmte Beträge dürfen also innerhalb eines bestimmten Zeitraums steuerfrei verschenkt werden. Wird diese
Freigrenze überschritten, fällt eine Steuer, die so genannte Schenkungssteuer, an.


* Schiller KGV:

Das von Robert Shiller (Wirtschaftsprofessor) entwickelte Shiller KGV bildet einen Mittelwert aus Unternehmensgewinnen
der letzten 10 Jahre. Dieser Mittelwert, der verlässlicher ist als ein Unternehemensgewinn eines Jahres, bildet den
Nenner des Shiller KGV´s. Ist das aktuelle KGV größer als das Shiller KGV EINES Unternehmens, sollten Käufe rein
nach dieser Methode unterbleiben. Umgekehrt sollten Käufe eventuell in Erwägung gezogen werden.

Mehr über das Schiller KGV erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Fundamentales ... Shiller KGV.


* Schilling:

Noch vor der Einführung des Euro im Jahre 2002 war der österreischiche Schilling gesetzliches Zahlungsmittel
in Österreich.


* Schirmherr(in):

Als Schirmherr(in) wird eine oftmals berühmte/bekannte Person bezeichnet, die durch Ihre Bekanntheit eine
gemeinnützige Organisation oder einen gemeinnützigen Verein öffentlichkeitswirksam unterstützt.


* Schlechtwettergeld:

Der Begriff Schlechtwettergeld bezeichnet eine Ausgleichszahlung zum ausfallenden Lohn, vor allem in der
Bauwirtschaft, wenn aufgrund von sehr schlechtem Wetter (Minusgrade im Winter) nicht oder nicht in vollem
Umfang gearbeitet werden kann. Den Ausgleich, der übrigens heute (2010) als Saison-Kurzarbeitergeld bezeichnet
wird, erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitsamt.


* Schleuderpreis:

Der Begriff Schleuderpreis wird umgangssprachlich verwendet, um zu signalisieren, dass die angebotene Ware
(die angebotene Dienstleistung) extrem günstig erscheint.


* Schmerzensgeld:

Schmerzensgeld stellt im deutschen Recht eine Art Ausgleichszahlung dar für erlittene Schäden an Körper
oder Seele.


* Schmiergeld:

Als Schmiergeld wird eine Form von Bestechlichkeit durch materielle Zuwendung bezeichnet, die gesetzeswidrig
ist.


* Schnäppchenjäger:

Nicht nur im realen Leben, sondern auch an der Börse gibt es Schnäppchenjäger. Als solche werden zumeist
Anleger bezeichnet, die nach einem drastischen Kursverfall (zum Beispiel von Aktien) speziell aus diesen Gründen
Wertpapiere kaufen, um kurzfristig oder mittel- bis langfristig Gewinne zu erzielen.


* Schneeballsystem(e):

Unter Schneeballsystem(en) im Finanzbereich sind Unternehmen oder Personen zu verstehen, die in
betrügerischer Absicht Geld von Neukunden einnehmen, um den Altkunden von dem neu eingehenden
Geld sehr hohe Renditen zu zahlen beziehungsweise zu versprechen. Da das Geld nicht verdient, sondern
nur umgeschichtet wird, laufen Schneeballsysteme nur so lange, wie es dem Anbieter gelingt,
exponentiell ansteigend neue Kunden zu finden. Aufgrund der im Schneeballsystem liegenden Systematik
ist der Zusammenbruch eines Schneeballsystems vorprogrammiert.


* Schotter:

Der Begriff "Schotter" in der Finanzwelt ist ein Synonym für Geld beziehungsweise viel Geld.


* Schufa:

Die Schufa, also die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist eine von der Kreditwirtschaft
unterstützte Organisation, die Personen erfasst, die einen Kredit bewilligt bekommen. Durch den Eintrag
der Kreditbewilligung entstehen Daten, auf die sowohl der Kreditempfänger als auch Banken Zugriff haben
(Einwilligung des Kreditnehmers ist Voraussetzung).
Andere Daten entstehen zum Beispiel auch durch das Verhalten des Kreditnehmers (zahlt der Kreditnehmer
den Kredit wie vereinbart zurück? - Gibt es Forderungsausfälle etc.)
Banken können so vor eventueller erneuter Vergabe eines weiteren Kredits ihre Risikoposition besser
abschätzen und den Kreditnehmer eventuell durch Ablehnung eines neuen Kredits vor Überschuldung
bewahren.
Wurde ein Kredit termingerecht zurückgezahlt und wurde kein neuer Kredit aufgenommen, so wird der
Schufa Eintrag in der Regel nach 2 Jahren zum Ende des Kalenderjahres gelöscht. Damit erhält der
Kreditnehmer wieder einfacher einen neuen Kredit, falls dies notwendig werden sollte.


* Schulden:

Hat eine Person oder ein Unternehmen Schulden, so bedeutet dies, dass diese Person oder das
jeweilige Unternehmen eine Zahlungsverpflichtung gegenüber Dritten hat. Im Fall von Unternehmen
können Schulden beispielsweise durch einen Unternehmenskredit entstehen oder aber durch
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen anderer Unternehmen. Auch ein Privatmann
kann Schulden haben, wenn er einen Kredit aufnimmt (zum Beispiel Baukredit). Aber auch, wenn
ein Freund einem anderen Freund Geld leiht, kommt der Begriff Schulden zum Tragen.


* Schuldendienst:

Bei der Aufnahme eines Kredits (zum Beispiel ein Immobilienkredit) hat der Kreditnehmer die monatliche
und jährliche Zinslast zu tragen, als auch die vereinbarte jährliche Tilgung. Zinslast und Tilgung zusammen
wird auch als Schuldendienst bezeichnet.


* Schuldenuhr:

In der Zentrale des Bundes für Steuerzahler in Berlin befindet sich die deutsche Schuldenuhr. Visualisiert
wird dort sekündlich die deutsche Staatsverschuldung angezeigt.


* Schulgeld:

In Deutschland ist der Begriff Schulgeld nur noch üblich im Zusammenhang mit Privatschulen. Dort wird
monatlich ein festgesetztes Schulgeld für die Erziehungsberechtigten eines Kindes fällig. Öffentliche Schulen
in Deutschland fordern schon lange kein Schulgeld mehr ein.


* Schutzbrief:

Ein Schutzbrief ist heute eine Bezeichnung aus dem Bereich der Versicherungswirtschaft rund um das
Kraftfahrzeug (KFZ). Der Schutzbrief beschreibt die Art und den Umfang der Hilfe für den Inhaber des Schutzbriefs
im Fall einer Panne, eines Diebstahls oder eines Unfalls.


* Schutzgebühr:

Eine Schutzgebühr ist eine kleine, aber nicht Kosten deckende finanzielle Bezahlung meist für Broschüren,
Zeitschriften oder Informationsblätter, die vor allem sicher stellen soll, dass das Angebot nur von denjenigen
Personen wahr genommen wird, die auch ein echtes Interesse am Erhalt der "Lektüren" haben.
Aufgrund des nicht Kosten deckenden Charakters werden Schutzgebühren insbesondere von Behörden,
Organisationen, Vereinen etc. erhoben.


* Schutzgeld:

Die Schutzgelderpressung wird von kriminellen Gruppen angewendet und zielt auf Gewerbetreibende (meist
mit Publikumsverkehr) wie Gastronomen, Diskothekenbesitzer etc. Die entsprechende kriminelle Vereinigung
versucht Szenarien mit Gewaltandrohung zu entwerfen, die eintreten würden, wenn der Gewerbetreibende
kein "Schutzgeld" an sie bezahlt.


* Schwarzes Gold:

Obwohl es sicher mehrere Bedeutungen zu dem Begriff "Schwarzes Gold" gibt (zum Beispiel echter Kaviar),
meint der Börsianer doch vorwiegend Erdöl, wenn er von "Schwarzem Gold" spricht.


* Schwarzgeld:

Schwarzgeld ist ein Sammelbegriff für Gelder, die dem deutschen Fiskus nicht bekannt sind und für die in der
Regel auch keine Zinsabschlagsteuer und weitere Kapitalsteuern an den deutschen Staat abgeführt werden.
Dabei kann das Schwarzgeld selbst erst durch kriminelle Geschäfte (Drogenhandel, Waffenhandel etc.)
"erzeugt" werden. Oder es handelt sich um eine legale "Erzeugung" des Geldvermögens (zum Beispiel durch Arbeit),
aber eine illegale Transferierung von Geldern in so genannte Steueroasen, wobei der Transfer selbst nicht
strafbar ist, wenn gleichzeitig die Zinsen/Erträge aus dem Geldvermögen dem deutschen Finanzamt vorgelegt
werden. Illegal wird es erst, wenn diese verschwiegen werden. Schwarzgeld ist also der Sammelbegriff für
Gelder, die dem deutschen Staat nicht bekannt sind und/oder Gelder, die illegal "verdient" wurden.


* Schwarzmarkt:

Aus Sicht des Staates ist ein Schwarzmarkt ein illegaler Markt, der gegen die geltenden Gesetze verstößt. Sei es,
weil der Staat auf Steuern verzichten muss (zum Beispiel Umsatzsteuer) oder auch, weil der Markt an sich
gegen geltende Gesetze verstößt (zum Beispiel Waffenhandel, Drogenhandel, Menschenhandel).


* Schweigegeld:

Der Begriff Schweigegeld muss eher in der Schmuddelecke der Gesellschaft angesiedelt werden. Hat eine Person
Kenntnis von einem Mißstand und wird durch Schweigegeld dazu angeregt, diesen Mißstand nicht oder nicht zeitnah
aufzudecken, so bewegt man sich häufig bereits in einem strafrechtlich relevanten Bereich. Vor allem dann,
wenn die Personen, denen Schweigegeld angeboten wird, wichtige Funktionen in der Gesellschaft oder in Unternehmen
inne haben.


* Schweinebäuche:

Schweinebäuche, als "Produkt" des Schweins (1 geschlachtetes Schwein = 2 Schweinebäuche mit
unterschiedlichem Gewicht), stellen eine handelbare Einheit an den Rohstoffmärkten dar.


* Schweinezyklus:

Der Begriff Schweinezyklus ist in der Welt der Wirtschaft bereits zum Synonym geworden. Er steht für die periodische
Fluktuation zwischen Preisen und Investitionen in ein "Wirtschaftsgut". Der Name geht auf die Beobachtung des
Schweinepreises zurück. Hohe Preise für Schweine ziehen Investitionen bei anderen Bauern in die Schweinezucht nach
sich. Mit einer Zeitverzögerung erhöht sich dadurch das Angebot und senkt die Preise für Schweine. Die fallenden
Preise bringen einige Bauern zu Desinvestitonen in die Schweinezucht oder gar in die Insolvenz. Die wegfallenden
Kapazitäten sorgen mit einer Zeitverzögerung wieder für steigende Preise beim Schwein. Der Zyklus kann von vorne
starten.


* Schweizer Franken:

Die Währung der Schweiz wird Franken oder Schweizer Franken genannt.


* SE:

Die Abkürzung SE steht für Societas Europaea. Es ist eine Aktiengesellschaft, die nach europäischem,
und damit in ganz Europa einheitlichem Recht, gegründet oder fortgeführt wird. In gewisser Weise das
europäische Pendant zur deutschen AG.


* SEC:

Die Finanzmarktaufsicht der USA wird SEC genannt. Die Abkürzung steht für Securities and Exchange
Commision.


* Segmentberichterstattung:

Ist eine Aktiengesellschaft in mehrere operative Einheiten unterteilt (getrennte Geschäftsfelder), so findet
sich oftmals im Anhang des Geschäftsberichts der AG eine Segmentberichterstattung. Darin erteilt
die AG Auskunft über die einzelnen operativen Geschäftsfelder, die zur AG gehören.


* Sektorrotation:

Als Sektorrotation bezeichnet der Börsianer den Wechsel in den aktuellen "Lieblingsbranchen" der
Aktienmärkte. Beispiel: 5 Monate lang haben die Automobilaktien an der Börse die beste Performance
gezeigt. Nun verlagert sich die Outperformance der Aktien beispielsweise in den Ölsektor (Ölaktien).
Ein klassischer Fall von Sektorrotation.


* Selbstanzeige:

Im Bereich der Finanzen tritt der Begriff "Selbstanzeige" meist im Zusammenhang mit Steuersündern auf,
die "vergessen" haben, Zinseinkünfte aus Steueroasen beim Finanzamt anzugeben und deshalb keine
Steuern bezahlt haben. Der einzige Ausweg ist der Gang zum Steuerberater oder zum Fachanwalt, der
mit Hilfe Ihrer Angaben eine Selbstanzeige formulieren kann/wird. Zumindest dann, wenn die "Straftat" noch
unentdeckt geblieben ist. In aller Regel müssen dann, neben den Kosten für Fachanwalt/Steuerberater,
die Zinseinkünfte der letzten 5 Steuerjahre nachentrichtet werden plus einer hohen Verzinsung (vielleicht 5%, 6 % oder mehr).
Darüber hinaus kann das Finanzamt auch auf einen Zeitraum von 5 bis 10 Steuerjahren zurück greifen.
Die Angaben zwischen 5 und 10 Steuerjahren sind aber in der Regel ausserhalb der Strafverfolgung.
Wird eine Steuerstraftat verschwiegen und wird aufgedeckt, drohen je nach Höhe der unterschlagenen Summe
deftige Geldstrafen und/oder Gefängnis. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und/oder Fachanwalt.


* Seltene Erden:

Jüngst (Ende 2010) macht sich das Thema Seltene Erden beziehungsweise Metalle der Seltenen Erden in
Anlegerkreisen breit. Zu den Seltenen Erden gehören Scandium, Yttrium, Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym,
Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium,
Ytterbium und Lutetium. Der Name Seltene Erden ist irreführend, da die meisten Metalle der Seltenen Erden
in der Erdkruste häufiger vorkommen als Gold, Silber, Platin und Palladium.
Wichtig sind die Metalle der Seltenen Erden insbesondere für die Elektronikindustrie.


* SEPA:

SEPA steht für Single European Payments Area. Eine neue Richtlinie, die zum Ziel hat, einen einheitlichen
innereuropäischen Zahlungsverkehr zu etablieren, der einem gemeinsamen Standard unterworfen ist. SEPA
soll den innereuropäischen Zahlungsverkehr vereinfachen.


* Sesterz:

Der Sesterz war eine altrömische Münze (Münzeinheit). Einen kurzen Überblick über weitere römische Münzeinheiten
erhalten Sie hier.


* SFR:

Die Abkürzung SFR steht für den Schadenfreiheitsrabatt. Der Schadenfreiheitsrabatt ist wichtig im
Zusammenhang mit Versicherungen. Je länger ein Versicherungsnehmer Schadenfreiheit im Hinblick
auf die abgeschlossene Versicherung vorweisen kann, umso billiger wird die Versicherung letztlich für
den Versicherungsnehmer. Beispielsweise heisst die SF Klasse 25, dass der Versicherungsnehmer
bereits 25 Jahre oder mehr keinen Schaden der Versicherung gemeldet hat oder kein Schaden
entstanden ist.


* Sharpe Ratio:

Das so genannte Sharpe Ratio ist eine wichtige Kennzahl bei Geldanlagen beziehungsweise Produkten, die
auf eine Performanceentwicklung (Renditeentwicklung) abzielen. Zum Beipsiel also bei Aktienfonds. Bei jeder
Rendite hinterfragt das Sharpe-Ratio die erreichte Performance im Verhältnis zum eingegangenen Risiko.
Sharpe-Ratios über 1 sind grundsätzlich sehr gut. Werte unter 0 sehr schlecht, da hierbei keine Überrendite
gegenüber einer sicheren Vergleichsanlage festzustellen ist.


* Short Ratio:

Beim so genannten Short Ratio oder auch Short Interest Ratio wird ein Quotient gebildet aus der
absoluten Anzahl aller Aktien, die bei einem Unternehmen leer verkauft wurden und dem durchschnittlichen
täglichen Handelsvolumen. Ein Short Ratio von beispielweise 10 würde bedeuten, dass es im Durchschnitt
10 Handelstage braucht, um rein rechnerich alle leer verkauften Aktien zurück zu kaufen.


* Short Squeeze:

Eine Short Squeeze ist die technisch bedingte Kursrally einer Aktie, die zuvor leerverkauft wurde. Die
Leerverkäufer (Short Seller) einer Aktie müssen, wenn die Kurse gegen die eigenen Erwartungen
steigt, ab einem bestimmten Zeitpunkt Aktien zurück kaufen, um Verluste zu begrenzen. Weil der
Verlust eines Leerverkäufers theoretisch unbegrenzt ist, kann ein Short Seller nicht nur den Einsatz
verlieren, sondern auch Geld, das er gar nicht besitzt. Nicht selten drängen auch die entsprechenden
Broker bei starken Verlusten zur Glattstellung (Rückkauf) der Aktien. Weil Short Seller um jeden Preis
zurück kaufen müssen, deshalb können Kurse von Aktien, die zuvor leer verkauft wurden, enorm schnell
und stark steigen.


* Sichteinlagen:

Im Rahmen der "angelegten Gelder" bei einer Bank bezeichnet der Begriff Sichteinlagen die Gelder,
die ohne eine Kündigung sofort abgezogen (Überweisung oder Barabholung) werden können. Also
Gelder, die weder für längere Zeit angelegt sind, noch einer speziellen Kündigung bedürfen.
Klassischer Fall von Sichteinlagen sind zum Beispiel die positiven Geldbeträge auf einem Girokonto.


* Silber:

Silber (chemisches Symbol = Ag) ist nach Gold das vermutlich zweit bekannteste Edelmetalle. Als
Anlagemedium spielt es eine wichtige Rolle.

Mehr über Silber erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Edelmetalle ... Silber.


* Skimming:

Skimming bedeutet, dass Personen illegal versuchen, Karten auszulesen und/oder zu kopieren. An manipulierten
Geldautomaten lauert zum Beispiel für den Bürger die Gefahr, das Opfer einer Skimming Attacke zu werden.
Die ausgelesenen Daten werden dann in der Regel dazu benutzt, auf Kosten des Karteninhabers einzukaufen und/oder
Bestellungen im Internet aufzugeben. Auch eine Abhebung von Geldbeträgen ist mit den ausgelesenen Daten plus
PIN möglich.

Hier einige Tips, wie Sie sich besser vor Skimming schützen können.


* Skonto:

Gelegentlich wird dem Käufer einer Ware/Dienstleistung ein Preisnachlass (Skonto) gewährt, wenn er
den Preis der Ware/Dienstleistung innerhalb einer festgelegten Zeit bezahlt. Der Preisnachlass
im Rahmen des so genannte Skonto liegt in Deutschland meist um die 3 %.


* Small Caps:

Als Small Caps werden allgemein Aktien bezeichnet, die von der Marktkapitalisierung und Unternehmensgröße
in den Nebenwertebereich gehören.


* SMI:

Der SMI (Swiss Market Index) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz. Er umfasst die 20 größten und
wichtigsten, börsennotierten Unternehmen der Schweiz.


* smsTAN:

Die smsTAN (sms Transaktionsnummer) stellt eine weitere Verbesserung in punkto Sicherheit der bisher bekannten
iTAN oder TAN dar. Die smsTAN (auch mTAN genannt) integriert in das Online-Bankgeschäft auch das Handy. Ein
Online-Bankauftrag wird erst dann durchgeführt, wenn der Benutzer eine TAN eingibt, die ihm unmittelbar zuvor als
SMS über sein Handy von der Bank übermittelt wurde.


* Social Trading:

Der Begriff "Social Trading" ist relativ neu. Er beschreibt das gemeinsame und einfache Investieren von Geld nach
einer festgelegten Anlagestrategie. Dieser Anlagestrategie kann ein Community-Mitglied folgen. Sogar über eine Order
bei seiner Hausbank.


* Sold:

Der Sold ist ein Name für die Bezahlung von Soldaten (vorwiegend).


* Solidaritätszuschlag:

Der Solidaritätszuschlag ist eine zusätzliche Steuer auf die Einkommensteuer/Kapitalertragsteuer/Körperschaftssteuer.
Seit 1991 ist der Solidaritätszuschlag (Soli) mit Unterbrechung eingeführt und variiert seit dem in seiner
Höhe.


* Solvency II:

Ähnlich dem Basel II Ansatz bei Banken zielt auch der Solvency II Ansatz der EU auf eine Stärkung der Eigenmittel
für alle Versicherungskonzerne, die einen Teil Ihres Geschäfts (oder das gesamte Geschäft) innerhalb der Grenzen
der EU abwickeln.


* Solvenz:

Solvenz, ein anderes Wort für Zahlungsfähigkeit.


* Sonderangebot:

Ein Sonderangebot stellt ein zeitlich begrenztes Angebot im Einzelhandel (Handel) dar, bei dem das beworbene
Produkt extrem billig angeboten wird. Die Gewinnmargen sind sehr dünn. Eventuell wird über ein Sonderangebot
sogar ein Verlust erwirtschaftet. Demnach dienen Sonderangebote oftmals anderen Zwecken. Zum Beispiel dem
Anlocken von Kunden oder der Räumung der Läger.


* Sonderdividende:

Eine Sonderdividende wird in der Regel dann von einer Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausgeschüttet,
wenn Vorstand und Aufsichtsrat (oder auch ein Großaktionär) der Ansicht sind, dass nicht benötigte Gelder im
Unternehmen an die Aktionäre teilweise oder ganz ausgeschüttet werden sollten. In der Regel ist eine Sonderdividende
steuerfrei, da sie aus bereits versteuerten Einnahmen gezahlt wird. In der Praxis entscheiden jedoch Gerichte
und das Finanzamt, ob diese oder jene Sonderdividende tatsächlich steuerfrei von den Aktionären vereinnahmt
werden darf.


* Sonderkonjunktur:

Eine Sonderkonjunktur ist ein wirtschaftlicher Impuls entweder für ein Unternehmen oder für ein ganzes Land.
Für einen begrentzen Zeitraum boomt entweder ein Unternehmen oder ein ganzes Land. Dazu zwei Beispiele
aus der Vergangenheit: Als im ersten Golfkrieg die Angst vor Gasangriffen bestand, boomten Gasmasken, auch hier
in Europa. Als die Mauer 1989 zwischen Deutschland gefallen war, boomte das ganze Land im Hinblick auf den
Konsum.


* Sonderpreis:

Meist ist ein Sonderpreis eine andere Bezeichnung für einen rabattierten Preis. Dieser kommt zu Stande, wenn
ein Produkt entweder beschädigt ist oder einfach nur aus dem Lager heraus genommen werden soll, um Platz
zu schaffen für neue Produkte.


* Sondertilgung:

Im Gegensatz zur normalen Tilgung eines Kredits (zum Beispiel Immobilienkredit) lässt sich mit Banken
ein Sondertilgungsrecht vereinbaren. Dann ist es möglich, bis zu einem vorher festgelegten Prozentsatz
des ursprünglichen Gesamtkredits, pro Jahr eine Sondertilgung vorzunehmen, insofern die Gelder
vorhanden sind. Eine Sondertilgungsmöglichkeit ist also nur eine Option und kein Zwang. Falls
Sondertilgungsmöglichkeiten genutzt werden, verkürzt sich insgesamt die Laufzeit eines Kredits.


* Sonderzahlung:

Sonderzahlungen verstehen sich als aussergewöhnliche Zahlungen/Bezüge, die auch wiederkehrenden
Charakter tragen können. Zwei Beispiele für eine so genannte Sonderzahlung wären bei einem
Angestellten das Weihanchtsgeld und das Urlaubsgeld.


* Sorten:

In der Finanzsprache beziehungsweise der Sprache der Banken bezeichnet der Begriff Sorten im engen Sinne
alle ausländischen Währungen, die in Bar vorhanden sind. Für einen Deutschen (Europäer) wären also alle
Nicht-Euro Währungen, die sich bar in seinem Portemonnaie oder unter seinem Kopfkissen befinden,
als Sorten zu bezeichnen.


* Sortiment:

Der Begriff Sortiment steht für die gesamte Produktpalette eines Unternehmens, aber exklusive aller angebotenen
Dienstleistungen. Der alleinige Fokus beim Begriff Sortiment liegt auf "fühlbaren" Waren und Produkten.


* Sozialhilfe:

In Deutschland ist die Sozialhilfe eine finanzielle und materielle Zuwendung des deutschen Staates für all die
Bürger, die aus diversen Gründen (Krankheit, Alter, Erwerbslosigkeit etc.) nicht mehr in der Lage sind, ihren
Lebensunterhalt zu bestreiten.


* Sparbuch:

Das Sparbuch ist wohl der Klassiker unter den sicheren Sparformen und auch heute noch sehr beliebt. Es wird
von einer Bank kostenfrei geführt und automatisch verzinst. Die Zinsen werden am Ende eines Kalenderjahres
oder bei Auflösung gut geschrieben. Es dürfen nur bis zu 2.000 Euro pro Monat abgehoben werden. Sonst
müssen für darüber hinaus gehende Summen Vorschußzinsen bezahlt werden.


* Sparbüchse:

Eine Sparbüchse ist ein anderer Ausdruck für eine Spardose (siehe dort).


* Spardose:

Eine Spardose ist ein Sammelbehälter für Geld, der mit einem kleinen Schlitz versehen ist. Über den Schlitz
kann Geld (vorwiegend Münzen) über einen längeren Zeitraum angespart (eingeworfen) werden. Ist die
Spardose voll oder benötigt der Besitzer der Spardose Geld, kann diese meist über einen anderen
Zugang bequem geleert werden. Eine Spardose (vielleicht in der Form eines Sparschweins) bietet sich
vor allem auch für Kinder an, um den Vorgang des Sparens zu erlernen.


* Sparen:

Sparen ist ein Vorgang, bei dem liquide überschüssige Mittel (meistens Geld) bewusst nicht ausgegeben
und/oder konsumiert werden. Das Ziel des Sparens ist es letztlich, durch Konsumverzicht ein größeres
Sparziel/Konsumziel/Lebensziel zu erreichen.

Sie möchten mehr über das Thema Sparen erfahren? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Sparen".


* Spargroschen:

Der Begriff "Spargroschen" ist ein Synonym für das ersparte Geld der Bürger. Als Spargroschen wird es nur
dann bezeichnet, wenn es noch in Geldwerten vertreten ist. Also Geld, welches zu Hause lagert und/oder Geld,
welches bei einer Bank als Geld angelegt ist (zum Beispiel auf Girokonten, Sparbüchern, Tagesgeld etc.).


* Sparquote:

Die so genannte Sparquote kann entweder aus privater Sicht oder aus volkswirtschaftlicher Sicht definiert werden.
Aus Sicht eines Privathaushalts ist es der prozentuale Anteil am Einkommen, der zu Sparzwecken verwendet wird.
Volkswirtschaftlich ist es der prozentuale Anteil des neu angesparten Geldes im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.


* Sparschwein:

Ein Sparschwein dient als Sammelbehälter für Geld. Letztlich ist ein Sparschwein eine Spardose, die von der
Gestalt her aussieht wie ein Schwein.


* Sparstrumpf:

Der Sparstrumpf ist ein Begriff, der zumeist auch schon unseren Großeltern bekannt war. Die durch Krieg,
Krisen und Bankzusammenbrüchen sowie Hyperinflation gekennzeichnete Generation hat ihr Geld/Ersparnisse
in einen Sparstrumpf gesteckt, anstatt es zur Bank zu bringen. Der Sparstrumpf (oftmals unter dem
Kopfkissen oder unter der Matraze lagernd) brachte zwar keine Sparzinsen ein, erschien vielen jedoch
sicherer als eine Bank.


* (erster) Spatenstich:

Mit dem ersten Spatenstich, zumeist eingebettet in eine Feierlichkeit, startet offiziell ein Bauprojekt.


* Speckgürtel:

Der Speckgürtel, ein Begriff aus dem Bereich Immobilien, ist der unmittelbare Bereich um eine Großstadt (Stadt)
herum. Im Speckgürtel geniessen die Bewohner noch die Vorteile der Stadt, wohnen dafür in der Regel aber
ruhiger und stressfreier. Deshalb ist der Speckgürtel um eine Stadt herum auch recht beliebt. Schliesslich sind
auch die Preise für Wohneigentum und Mieten in aller Regel billiger als in der Stadt selbst.


* Spekulant:

Ein Spekulant ist eine Person, die mit dem Mittel der Spekulation (siehe unten unter dem Begriff
"Spekulation") versucht, kurzfristige Gewinne (oftmals an der Börse) zu erzielen.


* Spekulation:

Während eine langfristige Geldanlage (zum Beispiel in einem Unternehmen in Form von Aktien) eher
als Investition bezeichnet wird, trägt die kurzfristige Geldanlage eher die Bezeichnung Spekulation.
Dabei setzt der "Anleger" auf das Eintreten (oder Ausbleiben) eines bestimmten Ereignis und versucht
damit Geld zu verdienen. Spekulationen sind nicht auf Aktien begrenzt. Spekuliert wird in allem,
was kurzfristige Gewinne verspricht. Dies können zum Beispiel Aktien, Rentenpapiere, Optionen,
Optionsscheine, Rohstoffe, Devisen, aber auch Briefmarken sein.


* Spekulationsfrist:

Noch im Jahr 2008 gab es in Deutschland eine Spekulationsfrist. Dies bedeutet, dass ein Wertpapier
(zum Beispiel Aktien) nach einer Haltefrist von mindestens 12 Monaten steuerfrei in Bezug auf mögliche
Kursgewinne gestellt wurde. Inzwischen gibt es in Deutschland keine Spekulationsfrist mehr. Alle
Erträge unterliegen nun der Abgeltungssteuer.


* Spekulationssteuer:

Der Begriff Spekulationssteuer ist ein Relikt aus der Steuergesetzgebung in Deutschland aus vergangenen
Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wurden Gewinne aus Aktiengeschäften nur besteuert, wenn diese innerhalb
der Spekulationsfrist mit Gewinn verkauft wurden. Mit der aktuell gültigen Abgeltungssteuer hat sich der
Begriff Spekulationssteuer erledigt. Zumindest vorerst, denn Änderungen in den Steuergesetzen sind
ja grundsätzlich jederzeit möglich.


* Spende(n):

Spenden sind eine meist finanzielle Zuwendung von Personen oder Unternehmen an Hilfsbedürftige,
Organisationen, die sich für Hilfsbedürftige einsetzen und/oder Organisationen (auch Parteien können
als Spendenempfänger in Frage kommen), die sich für eine definierte Sache einsetzen. Die finanzielle
Zuwendung geschieht bei einer Spende ohne Gegenleistung des Spendenempfängers. Über die steuerliche
Absetzbarkeit von Spenden informiert Sie Ihr Steuerberater und/oder Ihr Finanzamt.


* Sperrfrist:

Eine Sperrfrist für den Verkauf von Aktien bindet Anteilseigner für einen bestimmten Zeitpunkt an ihre Aktien.
Damit soll besonders bei Börsengängen verhindert werden, dass Altaktionäre Kasse machen. Nach Ablauf
der vereinbarten Sperrfrist haben dann auch die Altaktionäre die Möglichkeit, ihre Aktien frei zu veräußern.


* Sperrhotline:

Im Fall eines Verlusts von EC-Karten oder Geldkarten kann man über eine in Deutschland gültige Nummer
die EC-Karten (Geldkarten, Sparkarten) sperren lassen. Die aktuelle und kostenfreie Nummer (Dezember 2009)
lautet: 116116
Achtung: Nicht jede Bank nimmt an dieser Hotline teil.


* Sperrminorität:

Eine Sperrminorität entsteht nach deutschem Aktienrecht dann, wenn eine Gruppe von Aktionären oder
ein einzelner Aktionär mindestens 25 % aller Stimmen (Aktien mit Stimmrecht) an einem Unternehmen
besitzt, jedoch insgesamt nicht mehr als 50 %, denn sonst wäre die Person/juristische Person/Gruppe ja
Mehrheitsaktionär/Großaktionär. Übt diese Gruppe dann dank ihrem Anteil von 25 % bis 50 % ihre
Sperrminorität aus, so beudeutet dies, dass bestimmte Beschlüsse auf der Hauptversammlung blockiert
werden können.


* Spesen:

Spesen sind ein Ausgleich eines Betriebs oder Unternehmens an eine Person oder Personengruppe
(Angestellte, Vorstände, Mitarbeiter), die aus beruflichen Gründen Zusatzkosten zu tragen haben. Diese
Zusatzkosten werden durch Spesen, also finanzelle Zuwendungen des Betriebs an seine Mitarbeiter, gedeckt.


* Spin Off:

Als Spin Off wird ein Vorgang bei Unternehmen bezeichnet, bei dem sich ein Unternehmen in verschiedene
Teile aufspaltet beziehungsweise in dem ein oder mehrere Unternehmensteile vom Hauptteil des
Unternehmens abgespalten wird. Als Aktionär eines solchen Unternehmens mit Spin Off Gedanken
werden zumeist aus einer Aktie wenigstens 2 Aktien. Manchmal auch noch mehr Aktien. Je nachdem,
wie viele Teile abgespalten werden.


* Spitzenverdiener:

Als Spitzenverdiener werden Personen (oder Familien) bezeichnet, die ein Brutteinkommen haben, dass
deutlich über den vorhandenen (statistisch erfassten) Durchschnittswerten liegt.


* Sponsor:

Ein Sponsor ist letztlich ein Geldgeber, der sich für diese Zuwendung ebenfalls Vorteile erhofft. Im Fall von
Unternehmen dient das sponsorn dem Ziel, die eigenen Produkte/Dienstleistungen bekannter zu machen
und damit besser zu verkaufen. Oder das Unternehmen will sich selbst bekannter machen. Letztlich mit dem
gleichen Ziel, nämlich dem höheren Interesse an unternehmenseigenen Produkten/Dienstleistungen.


* Spottpreis:

Ein Spottpreis ist umgangssprachlich ein Synonym für einen unglaublich niedrigen Preis einer Ware oder
einer Dienstleistung.


* Squeeze Out:

Unter einem "Squeeze Out" versteht der Börsianer das Herausdrängen von Kleinaktionären aus einem
Unternehmen/einer Aktie. In Deutschland kann ein Investor, sofern er mindestens 95 % aller Aktien
an einem Unternehmen besitzt, Kleinaktionäre gegen ihren Willen aus dem Unternehmen/aus der Aktie
drängen. Die Kleinaktionäre werden dann "Zwangsabgefunden".


* Staatsbankrott:

Ein Staatsbankrott tritt dann ein, wenn die Schulden eines Landes (Staates) nicht mehr oder nicht mehr
vollständig beglichen werden können.


* Stagflation:

Stagflation ist ein Kunstwort, dass sich aus den Worten Stagnation und Inflation zusammen setzt. Stagflation
ist für die Börse und die Wirtschaft ein Horrorszenario, da keinerlei Wirtschaftswachstum (Stagnation) zu
verzeichnen ist, bei gleichzeitig hoher oder weiter anziehender Inflation.


* Stakeholder:

Während der Shareholder allgemein als Eigentümer einer Aktiengesellschaft angesehen wird, umfasst der
Begriff des Stakeholders im Zusammenhang mit der Betriebswirtschaft/Börse einen weitaus größeren
Personenkreis. Der Stakeholder ist ein Synonym für alle Personen, die an einer Aktiengesellschaft ein
"Interesse" haben. Folglich sind das: Manager, Eigentümer, Arbeiter und Angestellte, Kunden, Lieferanten,
Kreditgeber etc.


* Stammkunde:

Ein Stammkunde ist ein besonderer Kunde. Ein Kunde also, der für ein Unternehmen wichtiger ist, als der
Durchschnitt aller Kunden. Diese Wichtigkeit kann wirtschaftlich gesehen dadurch zu Stande kommen,
dass ein Kunde in Bezug auf die Häufigkeit der Bestellungen und/oder die Bestellgrößenordnung deutlich
über dem Durchschnitt der normalen Kundschaft liegt.


* Stamp Duty:

Stamp Duty ist eine Stempelsteuer (siehe dort).


* Standard & Poors:

Standard & Poors ist eine Ratingagentur, die "Noten" in Form von Buchstaben für Unternehmen aller Art
vergibt. Auch Länder werden geratet.


* Standardtitel:

Unter dem Begriff Standardtitel versteht der Börsianer in der Regel die größten und wichtigsten börsennotierten
Aktiengesellschaften eines Landes. Jene also, die in den wichtigsten Börsenindizes eines Landes vertreten sind.


* Stein der Weisen:

Als Stein der Weisen wird eine fiktive Substanz bezeichnet, die das Potential besitzt, wertlose Substanzen in Gold zu
verwandeln. Der Stein der Weisen ist auch bis heute noch nicht gefunden worden, existiert aber in den Köpfen der
Menschen weiter, zumal der Begriff auch Einzug in den Sprachgebrauch gehalten hat. Die ultimativ beste Idee
in verschiedenen Bereichen wird im übertragenen Sinne auch gern als Stein der Weisen bezeichnet.


* Stempelsteuer(n):

Eine Stempelsteuer entsteht beispielsweise bei dem Vorgang des Abstempelns eines amtlichen Ausweises
(zum Beispiel Personalausweise) in verschiedenen Ländern. Eine Stempelsteuer (stamp duty) entsteht dem
Anleger beim Kauf oder Verkauf britischer Wertpapiere. Diese Stemeplsteuern machen die Transaktionen
von Wertpapieren in Großbritannien unverhältnismäßig teuer. Auch beim Kauf von britischen Wertpapieren
(zum Beispiel Aktien) werden die "stamp duties" über einen hohen Spread zwischen Ankaufspreis und Verkaufspreis
in den Aktienkurs eingearbeitet.


* Sterling:

Sterling ist eine historische englische Silbermünze.


* Steuer:

Die Steuer ist, wenn man so will, der Anspruch und die Durchsetzung des Staates an Privatpersonen
und Unternehmen, sich einen Anteil auf die angefallenen Gewinne eines Jahres einzuverleiben.


* Steuergeld(er):

Formal sind die Steuergelder die Einnahmen des Staates, die er aus Privatpersonen, Angestellten, Unternehmern,
Rentnern und jeder Art von Gewerbe erzielt.


* Steuerklasse(n):

In Deutschland gibt es 6 Steuerklassen (Lohnsteuerklassen). Je nach individueller Situation findet die Einordnung
in eine der sechs Steuerklassen statt und bestimmt damit wesentlich den Abzug der Lohnsteuer bei Arbeitnehmern.


* Steuerprüfung:

Steuerprüfung, auch Betriebsprüfung genannt, bedeutet, dass das Finanzamt Ihrem Unternehmen einen Besuch
abstattet und sich im Prinzip alle Belege und Unterlagen vorlegen lassen kann. Von Freude über eine Steuerprüfung
kann bei den meisten Unternehmern nicht gesprochen werden.


* Steuerquote:

Die Steuerquote eines Unternehmens gibt den prozentualen Steuersatz an, der vom Unternehmen auf
dessen Gewinne (EBT) zu zahlen ist. Sie lässt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung nach folgender
Formel ermitteln:

Steuerquote = (zu zahlende Steuern / Ergebnis vor Steuern) * 100


* Steuerzahler:

Letztlich gilt jeder Bürger eines Landes als Steuerzahler, wenn er durch Arbeit, Rente oder Eigentum Einkünfte
in einem Kalenderjahr erzielt, die den Grundfreibetrag (in jeder Hinsicht) übersteigen.


* Stiftung(en):

In Deutschland (und einigen anderen Ländern) gibt es die Möglichkeit, einen Teil seines Vermögens
in einen rechtlichen Rahmen zu bringen. Dieser rechtliche Rahmen wird dann Stiftung genannt.
Die Stiftung hat in der Regel die Auflage, das eingebrachte Vermögen zu erhalten. Den Stiftungszweck
(meist wohltätiger Natur) verfolgt die Stiftung allein aus den Zinsen/Erträgen, die das eingebrachte
Vermögen erwirtschaftet.


* Stille Reserven:

Stille Reserven entstehen vorwiegend dann, wenn Vermögensgegenstände im Anlagevermögen (zum
Beispiel Grundstücke) und/oder im Umlaufvermögen (zum Beispiel Patente) zu einem niedrigerem Wert
in der Bilanz aufgeführt werden im Vergleich zum tatsächlich aktuell am Markt erzielbaren Preis. Den
Unterschied zwischen Anschaffungswert und Verkehrswert bezeichnet man als stille Reserve.


* Stimmrecht:

Jeder Aktionär einer Aktie (Stammaktie) hat in Deutschland ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.
Dort (auf der HV) kann der Aktionär von seinem Stimmrecht Gebrauch machen und über die einzelnen
Punkte der Tagesordnung abstimmen.


* Stimmblock:

Auf der Hauptversammlung wird gegen Ende über jeden einzelnen Tagesordnungspunkt abgestimt.
Ein Stimmblock erleichtert dabei die Durchführung der Abstimmung.


* Stipendium:

Als Stipendium wird allgemein eine finanzielle Zuwendung (eine Art Spende) an meist junge, begabte
Menschen bezeichnet. So können beispielsweise Studenten, Künstler oder Sportler ein Stipendium erhalten,
um nur einige zu nennen.


* Stockdividende:

Neben der "normalen Dividende", also der Ausschüttung von Bargeld an die Aktionäre für jede
dividendenberechtigte Aktie, gibt es auch noch eine "Ausschüttung" von kostenlosen Aktien. Diese
Form wird dann als Stockdividende bezeichnet.


* Stockpicker:

Als Stockpicker wird ein Anleger (sei er nun Privatanleger oder institutioneller Anleger) bezeichnet, der
selektiv in einzelne Aktien investiert. Idealerweise setzt sich ein Stockpicker mit den Unternehmen und
ihrem Zahlenwerk auseinander und investiert dann selektiv mit dem Ziel, den allgemeinen Markt
(Vergleichsindex) im Hinblick auf die Rendite zu übertreffen. Das Gegenteil wäre ein Anleger, der
entweder direkt (zum Beispiel durch breite Streuung seiner Anlagegelder) oder indirekt (zum Beispiel
durch Kauf von Indexzertifikaten) in den Durchschnitt "aller Aktien" (eines Index) investiert.


* Stock Screener:

Als Stock Screener werden Programme bezeichnet, die es dem Anleger ermöglichen, Aktien nach
bestimmten Kriterien wie beispielsweise Dividendenrendite und/oder KGV zu sortieren und heraus zu
filtern. Der Anleger selbst macht dabei Vorgaben (zum Beispiel alle deutschen Aktien anzeigen, deren
Dividendenrendite über 5 % liegt) und das Programm/die Software wählt aus einer umfangreichen
Datenbank diejenigen Unternehmen aus, die dem Kriterium (hier beispielsweise Dividendenrendite)
entsprechen. Die Ergebnisse können dann noch sortiert werden (zum Beispiel aufsteigend oder
absteigend sortiert).


* Stop Loss Order:

Wer eine Aktie in seinem Depot besitzt, hat auch die Möglichkeit, seiner Bank eine so genannte Stop
Loss Order zu geben. Das ist im Prinzip nichts anderes als eine Verkaufsorder, falls der Kurs der Akite
unter einen vom Anleger selbst bestimmten Kurs fällt. Meiner Meinung nach ist eine Stop Loss Order
nicht ganz ungefährlich, da der Bank/Börse hiermit quasi eine Blankovollmacht erteilt wird, die Aktie zu
JEDEM Kurs zu verkaufen. Beispiel: EIn Anleger hält eine Aktie, die aktuell 101 Euro kostet. Er setzt eine
Stop Loss Order bei 100 Euro. Schlechte Nachrichten und geringe Umsätze in der Aktie bringen diese
in einem Schlag auf 40 Euro. Nun wird verkauft. Der Anleger hatte sich aber vielleicht ursprünglich vorgestellt,
die Aktie unter 100 Euro mit einem kleinen Verlust zu verkaufen. 95 Euro hätte der Anleger akzeptiert. Ob er
auch 40 Euro akzeptieren würde und damit einen Verlust von circa 60 %, das ist die Frage.
Ich halte es für besser, wenn überhaupt, sich gedanklich Stop Loss Marken zu setzen. Fällt ein Kurs unter
die gedankliche Stop Loss Marke, so schaue ich mir den aktuellen Preis der Aktie an, entscheide, ob ich
die Aktie für diesen Preis verkaufen möchte und gebe dann selbst eine neue Verkaufsorder an den Markt.


* Stornierung:

In der Betriebswirtschaft bezeichnet der Begriff Stornierung die Rückabwicklung einer bereits durchgeführten
Buchung. So wird der fehlerhafte Vorgang für den Kunden aus der Welt geschafft. Buchhalterisch wird
eine Stornobuchung durch eine Umkehrbuchung bereinigt.


* Storno:

Storno ist die Kurzform für Stornierung. Zur Erläuterung des Begriffs Storno siehe "Stornierung".


* Straddle:

Mit Hilfe von Hebelinstrumenten (zum Beispiel Optionen oder Optionsscheine) werden bei einem Straddle
gleichzeitig Hebelprodukte erworben, die sowohl auf den steigenden wie auch auf den fallenden Basispreis
setzen. Wichtig bei dieser Strategie ist die Wahl der Hebelprodukte, die am oder in der Nähe des "Geldes"
liegen sollte. Ein wesentlicher Unterschied zum so genannten Strangle, bei dem diese Hebelprodukte
aus dem Geld notieren.


* Strafzins(en):

Anleger und Sparer in Deutschland, aber auch global gesehen, sind es gewohnt, für ihre bei Banken und
Sparkassen angelegten Gelder Zinsen zu erhalten. Strafzinsen kehren den Gedanken des Sparens dabei
um. Wer sein Geld im Umfeld von Strafzinsen auf die Bank bringt und in kurzfristigen Geldanlagen (zum
Beispiel Festgeldern) parkt, muss dafür Geld bezahlen. Dadurch wird das angelegte Geld absolut gesehen
von Jahr zu Jahr weniger. Volkswirtschaftlicher Hintergrund von Strafzinsen ist meist das Bemühen von
Notenbanken, die Wirtschaft anzukurbeln und Sparer zum Konsum zu animieren.


* Streikgeld:

Während eines Arbeitskampfes dient das so genannte Streikgeld als ein Ersatz für während eines Streikes
nicht weiter gezahlten Lohn. Es wird gezahlt aus dem Geldtopf der Gewerkschaften und fliesst ausschliesslich
an die Mitglieder der Gewerkschaften während der Zeit des Arbeitskampfes.


* Streubesitz:

Als Streubesitz wird in aller Regel ein Unternehmen (Aktiengesellschaft) bezeichnet, bei der sehr viele
Anteilseigner kleine und kleinste Anteile am Unternehmen (Aktien) besitzen. Die Summe aller kleinen
und kleinsten Anteile wird Streubesitz genannt.


* "Stütze":

Im Bereich der Finanzen wird das Wort "Stütze" in Deutschland als ein Platzhalter für finanzielle Zuwendungen
des Staates bei Arbeitslosen oder Sozialhilfeempfängern benutzt.


* Stundung:

Als auslösender Faktor einer Stundung ist meistens die Unfähigkeit des Schuldners gegenüber seinem
Gläubiger anzusehen, seine Schulden zum Fälligkeitstermin teilweise oder ganz übernehmen zu
können. In diesem Fall können Gläubiger und Schuldner eine Stundung vereinbaren. Dadurch werden
die Forderungen des Gläubigers nicht unmittelbar fällig, sondern zu einem späterem Zeitpunkt, an dem
die Möglichkeit für den Gläubiger besteht, zumindest einen Teil seiner Forderungen vom Schuldner zu
erhalten.


* Subprime-(Kredite)

Der Begriff Subprime-(Kredite) steht mittlerweile als Synonym für den Auslöser eines Börsencrashs in den
Jahren 2007 bis 2009. Zu dieser Zeit wurden vor allem in den USA Kredite vergeben, die aufgrund der Sicherheit
der Kreditnehmer nie hätten vergeben werden sollen. Als die Zinsen stiegen, brach das Kartenhaus zusammen.


* Substanzwert:

Der Begriff Substanzwert ist eng mit dem Begriff Buchwert verknüpft. Es gibt allerdings Unterschiede.
Während der Buchwert durch einen Blick in die Bilanz ermittelt wird und die Bilanzpositionen ungeprüft
als richtig angenommen werden, hinterfragt der Analyst die Bilanzpositionen (Vermögenswerte) im Hinblick
auf den tatsächlichen Wert. Der Unterschied zwischen Wertansatz in der Bilanz und tatsächlichem Marktwert
spielt beim Substanzwert eine große Rolle.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Substanzwert? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Eigenkapital".


* Subunternehmer:

Ein Subunternehmer ist ein "Unternehmer", der von einem "Hauptunternehmer" Aufträge erhält und
diese teilweise oder vollständig abarbeitet. Der Subunternehmer ist damit nur bedingt frei
unternehmerisch tätig. Jedoch kann er sich seine Aufträge natürlich selbst aussuchen. Eine
Grenze zur Scheinselbständigkeit ist erreicht bzw. wird gerne vom Finanzamt unterstellt, wenn
der Subunternehmer nur einen "Hauptunternehmer", also nur einen Geldgeber vorweisen kann.


* Subvention(en):

Subventionen sind finanzielle, staatliche Hilfsleistungen für bestimmte Unternehmen oder bestimmte
Branchen, um deren wirtschaftliches Überleben und/oder um Arbeitsplätze zu sichern.


* S.W.I.F.T.:

S.W.I.F.T. oder einfach nur SWIFT steht für "Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication",
also einer Organisation, die sich die sichere Kommunikation und die sichere Transaktion von Geldern
zwischen Banken auf die Fahnen geschrieben hat.


* Swing Trades:

Der Begriff Swingtrades oder Swing Trading ist eng verwandt mit dem Begriff Daytrading. Während das
Daytrading Positionen innerhalb von 24 Stunden aufbaut und abbaut, kann beim Swing Trading ein Zeitraum
des Haltens von Positionen von mehreren Tagen zu Grunde liegen.


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