Lexikonpunkt P

 


* P-Konto:

Ein im April 2009 per Gesetz eingerichtetes P-Konto schützt Schuldner vor übermäßigem Zugriff der
Gläubiger auf ihr Girokonto. Unabhängig von Zahlungsverpflichtungen des Schuldners verbleiben rund
985 Euro jeden Monat auf seinem Girokonto, die der Schuldner für seine Lebenskosten (Miete, Kleidung,
Lebensmittel etc.) verbrauchen darf. Das P-Konto muss bei einer Bank beantragt werden. Es ist
kein neues Konto oder ein zusätzliches Konto, sondern eher eine Art Umgangsregelung bei
bestehenden Girokonten.


* Pacht:

Die Begriffe Pacht und Miete sind eng miteinander verknüpft. Dennoch gibt es auch gewisse Unterschiede.
Eine Miete überlässt dem Mieter die Nutzung des Mietobjekts (also zum Beispiel die Nutzung einer
Mietwohnung). Eine Pacht überlasst dem Pächter die Nutzung des "Mietobjekts" plus dem möglichen
Ertrag, der sich aus der Nutzung des Mietobjekts ergibt (zum Beispiel kann ein Acker gepachtet werden,
der vom Pächter nach seinen Vorstellungen bepflanzt wird; Der Ertrag aus der Ernte fliesst dem Pächter zu).


* Palladium:

Palladium (chemisches Symbol = Pd) ist vermutlich unter den Edelmetallen Gold, Silber, Platin und Palladium
das am wenigsten bekannte Edelmetall. Aber auch bei Palladium gibt es ein Interesse bei der Geldanlage
und auch in der Schmuckindustrie.

Mehr über Palladium erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Edelmetalle ... Palladium.


* Panama Papers:

Unter dem Begriff Panama Papers versteht man eine im Jahr 2016 aufgedeckte und großangelegte Steuerhinterziehung
mittels Briefkastenfirmen in Panama und teilweise weiteren südamerikanischen Staaten.


* "Papiere":

An der Börse werden Aktien auch als Papiere bezeichnet. So können Sie zum Beispiel in Börsenmedien des öfteren
hören oder lesen, dass die "Musterunternehmens-Papiere" gestiegen oder gefallen sind. Oder die Papiere der
Musterunternehmens AG sind gestiegen oder gefallen. Der Begriff "Papiere" ist also an der Börse ein Synonym
für Aktien.


* Parkettgeflüster:

Traditionell ist in der Sprache der Börse das Parkett der Ort, an dem sich Börsenhändler treffen und trafen, um ihre
Geschäfte abzuwickeln, aber auch, um sich auszutauschen. Informationen und auch Gerüchte werden dabei verbreitet.
Daher ist das Parkettgeflüster eine Art Gerüchteküche für Börseninformationen.


* Parketthandel:

Der Parketthandel ist der Handel an der Börse, bei dem Händler durch physische Anwesenheit und Zuruf ihre
Börsengeschäfte abwickeln. Der einst traditionelle Parketthandel ist an der Börse weiter auf dem Rückzug und wird
durch computergestützen Börsenhandel immer mehr verdrängt.


* Parkgebühren:

Parkgebühren fallen an, wenn Kraftfahrzeuge auf öffentlichen oder privaten und kostenpflichtigen Parkplätzen
abgestellt und geparkt werden. Grundsätzlich gilt: Je länger das KFZ auf dem Parkplatz abgestellt wird, umso
teurer.


* Patent:

Mit dem Einreichen einer Neuerung und dem Erhalt des Patents vom Patentamt erhält der Erfinder ein Schutzrecht
seiner technischen Neuerung in von ihm ausgewählten Märkten innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Patente
bieten daher einen zeitlich begrenzten und rechtlichen Schutz vor Nachahmung und Wettbewerb.


* Patenturkunde:

Wem vom Patentamt eine Erfindung oder Neuerung zugesprochen wird, erhält für seine erfinderische Tätigkeit
auch eine Patenturkunde. So kann eine Patenturkunde beispielsweise aussehen.


* Patronatserklärung:

Eine Patronatserklärung ist eine juristische Erklärung, die weit weniger verbindlich ist wie eine Bürgschaft.
Wenn eine Muttergesellschaft gegenüber dem (potentiellen) Kreditgeber der eigenen Tochtergesellschaft
eine Patronatserklärung abgibt, verbessert sich zumindest die Möglichkeit der Tochtergesellschaft, einen
Kredit zu erhalten oder aber bei Kreditgewährung vielleicht der Zinssatz, zu dem der Kredit gewährt wird, weil
die Sicherheit der Tochtergesellschaft durch die Patronatserklärung der Muttergesellschaft gestiegen ist.


* P/E Ratio:

Im englischen Sprachgebrauch bezeichnet das so genannte P/E Ratio (steht für Price / Earnings Ratio) das
KGV, also das Kurs Gewinn Verhältnis (siehe dort). Der Begriff wird aber inzwischen mehr und mehr auch
im deutschen Sprachgebrauch anstelle des KGV benutzt.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema P/E Ratio (KGV)? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "KGV".


* Peer-Group:

Unter einer Peer-Group versteht der Börsianer/Analyst eine Gruppe von Unternehmen, die im gleichen
Geschäftsbereich tätig sind, also beispielsweise Unternehmen der Automobilindustrie wie
zum Beispiel Mercedes, BMW, Porsche und Volkswagen sind in einer Peer-Group. Wenn eine
Aktie/ein Unternehmen hinsichtlich verschiedener Kennzahlen wie zum Beispiel dem KGV
untersucht wird, macht es keinen Sinn, ein Unternehmen aus der Automobilbranche mit einem
Unternehmen der Nahrungsmittelbranche zu vergleichen. Es macht nur Sinn, Kennzahlen zwischen
Automobilunternehmen (Peer-Group) untereinander zu vergleichen.


* PEG Ratio:

Im englischen Sprachgebrauch steht das so genannte PEG Ratio für Price Earnings Growth Ratio. Es hat
sich gezeigt, dass das herkömmliche KGV bei stark (in Umsatz und Gewinn) wachsenden
Unternehmen ungeeignet erscheint. Hier kann das PEG Ratio einen besseren Unternehmenswert liefern,
da auch die Wachstumsraten (Beispielsweise 25 % pro Jahr) mit eingepreist werden. Die Berechnung
des PEG Ratio ist einfach. Das aktuelle KGV eines Unternehmens wird ins Verhältnis zu seiner
Wachstumsrate gesetzt (Beispiel: KGV = 25; Wachstumsrate = 25 % ...daraus folgt: PEG Ratio = 1).
Liegt der Wert bei 1(wie im vorgenannten Beispiel), ist das Unternehmen aus Sicht des PEG Ratios
fair bewertet. Werte über 1 signalisieren ein zu teueres Unternehmen. Werte unter 1 signalisieren ein
zu billiges Unternehmen. Alles natürlich nur aus Sicht dieser einen Kennzahl PEG Ratio!!!

Sie möchten mehr erfahren zum Thema PEG Ratio? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "PEG".


* Penny Stocks:

Als Penny Stocks werden in Deutschland in der Regel Aktien bezeichnet, deren Aktienkurs unter einem
Euro notiert.


* Pension:

In der Finanzsprache ist eine Pension ein anderes Wort für Rente. Also eine regelmäßig wiederkehrende,
bis zum Tod erfolgende Zahlung einer bestimmten Summe an Geld. Dabei kann die Pension vom Staat
erhalten werden, von einer Versicherung oder vom ehemaligen Arbeitgeber. Viele Unternehmen bilden
auf der Passivseite ihrer Bilanz so genannte Pensionsrückstellungen, also Altersruhegelder für Mitarbeiter
beziehungsweise ehemalige Mitarbeiter.


* Pensionsrückstellungen:

Kapitalgesellschaften sind angehalten, die zukünftigen betrieblichen Altersvorsorgen der Mitarbeiter bereits
zum aktuellen Zeitpunkt zu passivieren. Diese werden dann Pensionsrückstellungen genannt.


* Persilschein:

Umgangssprachlich bedeutet ein Persilschein, dass die betreffende Person eine "Erlaubnis" hat, um moralisch nicht
einwandfreie Geschäfte und/oder Handlungen durchführen zu können.


* Personal:

Personal ist ein anderes Wort für Mitarbeiter.


* Personalrat:

Im öffentlichen Dienst von Deutschland wird die Arbeitnehmervertretung als Personalrat bezeichnet. Der
Personalrat ist das Pendant zum Betriebsrat in Unternehmen und Betrieben ab einer bestimmten Größe.


* Petrodollar

Wenn Erdöl gegen US-Dollar verkauft wird, und das ist im arabischen Raum derzeit noch üblich, werden die US-Dollar Devisen,
die auf diese Art und Weise erwirtschaftet werden, auch Petrodollar genannt.


* Pfand:

Ein Verkäufer eines Produkts und/oder einer Dienstleistung kann auf das Produkt oder die Dienstleistung
ein Pfand erheben. Er stellt dann einen Teil des Produkts/der Dienstleistung zur Verfügung, während er
durch den Pfand den Käufer animieren will, den nicht genutzten Teil seines Produkts/seiner Dienstleistung
zurück zu geben. Der Käufer erwirbt durch den Pfand ein Anrecht auf Rückzahlung eines Geldbetrags
bei Rückgabe des Produkts/der Dienstleistung. Beispiel Flaschenpfand:
Der Verkäufer (Handelsunternehmen, Getränkekonzern) verkaufen ein Getränk in einer Glasflasche ann einen
Kunden, der eigentlich nur Interesse am Inhalt der Flasche hat. Damit der Verkäufer aber seine Flasche
recyclen kann, ist er auf die Mithilfe des Kunden angewiesen, der diese zurück geben soll. Daher wird
ein Anreiz (Pfand) geschaffen, der es dem Kunden schwerer macht, die Flasche einfach weg zu schmeissen.
Falls er dies doch tut, verliert er sein Pfand.


* Pfandhaus:

Ein Pfandhaus (Leihaus) stellt Personen gegen Abgabe von Wertgegenständen einen Teil des Wertes als
Darlehen bereit. Der Schuldner hat dann einige Monate Zeit, sein Darlehen zurück zu bezahlen. Falls er dies
nicht leisten kann, verbleibt der Wertgegenstand im Pfandhaus und kann öffentlich versteigert werden. Die
Besitzrechte am Wertgegenstand gehen also bei Personen, die ihre Darlehen nicht fristgerecht zurück
bezahlen können, auf das Pfandhaus über.


* Pfennig:

Neben der Deutschen Mark war auch der Pfennig bis 2002 offizielles Zahlungsmittel in der Bundesrepublik
Deutschland und danach auch in den neuen Bundesländern. Ein Pfennig ist der hundertste Teil einer
DM gewesen.


* Pfennigsartikel:

Auch nach der Einführung des Euros und des Cents ist der Begriff Pfennigsartikel ein feststehender Begriff
geblieben, der alle scheinbar billigen Waren und Artikel umfasst. Hier geht es in der Regel nicht um relative
Preisgünstigkeit, sondern um absolute Preisgünstigkeit. Die Mehrzahl der Menschen werden kaum darüber
nachdenken, ob sie ein Produkt kaufen sollen, dass unter 1 Euro kostet (oder auch unter 5 Euro). Die Definition,
ab wann ein Pfennigsartikel so benannt wird, ist sicher relativ.


* Pferdeköpfe:

Als Pferdeköpfe werden die Ölpumpen bezeichnet, die in Form und Bewegung an Pferdeköpfe erinnern.


* Pferdesteuer:

Mittlerweile gibt es vereinzelt auch in Deutschland eine Pferdesteuer. Sie gilt pro Pferd und pro Jahr.


* Philatelist:

Ein Philatelist ist ein Sammler von Briefmarken/Postwertzeichen. Die Philatelie, also die professionelle
Anlage von Kapital in Briefmarken kann durchaus eine Alternative/Beimischung zu anderen Anlageformen
wie Aktien, Immobilien und/oder Kunst sein.


* PIGS - Staaten:

Der Begriff der PIGS - Staaten wurde im Zuge der europäischen Schuldenkrise im Jahr 2010 geprägt. Er setzt sich
aus den Anfangsbuchstaben der Länder Portugal, Italien, Griechenland und Spanien zusammen, also der Länder
der EU, bei denen die Schuldenproblematik der Staatsfinanzen am Größten ist.


* Pilotprojekt:

Ein Pilotprojekt gilt als Vorzeigeprojekt, um weitere Aufträge (Nachfolgeaufträge) besser erzielen zu können.
Der potentielle Auftraggeber will dabei sehen, dass das Pilotprojekt wirtschaftlich funktioniert und gesellschaftlich
anerkannt wird.


* PIN:

Die Abkürzung PIN steht für Persönliche Identifikationsnummer. Sie ermöglicht bei elektronischen Bankgeschäften,
manchmal zusammen mit einem weiteren Code, den Zugang zum eigenen Konto. Mit der so genannten
TAN (Transaktionsnummer) können dann einzelne Transaktionen durchgeführt werden. PIN und TAN erhöhen
die Sicherheit elektronischer Bankgeschäfte.


* Pink Sheets:

Pink Sheets sind in den USA hochriskante Wertpapiere (Aktien), die nahezu keinen Regularien unterworfen sind.
Pink Sheets werden nur ausserbörslich gehandelt.


* Pinke:

Das Wort Pinke steht in der Umgangssprache für das Wort Geld.


* PIPS:

Die letzten Stellen einer Wechselkursnotierung heissen in der Sprache der Börsianer PIPS.


* PKV:

Die Abkürzung PKV steht für Private Kranken Versicherung. Im Gegensatz zur gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) können in der PKV Personen auf eigenen Wunsch aufgenommen werden, die
aus unterschiedlichen Gründen nicht der Versicherungspflicht in einer gesetzlichen Krankenkasse unterworfen
sind. Der entscheidende Unterschied zwischen einer PKV und einer GKV ist, dass die PKV einen
Preis festlegt, den ein Versicherter bezahlen muss, um eine bestimmte Gesundheitsleistung zu
erhalten. Die GKV hat keinen festen Preis. Vielmehr bemisst sich der Preis, der für eine GKV zu
zahlen ist, an dem Einkommen einer Person und wird davon prozentual berechnet.


* Plagiat:

Ein Plagiat ist ein Nachahmerprodukt eines Originalproduktes. Meist werden Plagiate von Dritten auf gut im
Markt eingeführte Produkte erstellt. Plagiate herzustellen ist strafbar.


* Planwirtschaft:

Im Gegensatz zur Marktwirtschaft wird bei der Planwirtschaft am Anfang einer Zeitperiode von zentraler
Stelle entschieden, wieviel Güter für welchen Markt produziert werden. Gegenüber der Marktwirtschaft
haben Planwirtschaften (meist in sozialistischen Staatssystemen) bislang gezeigt, dass sie weit weniger
effizient sind.


* Plastikgeld:

Als Plastikgeld bezeichnet man EC-Karten und Kreditkarten. Oder allgemeiner: Es geht um bargeldlose Bezahlung.


* Platin:

Platin (chemisches Symbol = Pt) ist nach Gold und Silber das vielleicht dritt bekannteste Edelmetall. Es
erfreut sich derzeit als Anlagevehikel und als Schmuck einer steigenden Beliebhtheit.

Mehr über Platin erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Edelmetalle ... Platin.


* Pleite:

Eine Pleite gilt im Volksmund als eine Sache, die ganz und gar nicht funktioniert hat. Bezogen auf Unternehmen
bedeutet eine Pleite das zwangsläufige Ende eines Unternehmens in der bestehenden Form.
Der Begriff Pleite kann dann wohl mit Ruin und/oder Insolvenz gleich gesetzt werden.


* Plusenergiehäuser:

So genannte Plusenergiehäuser sind Häuser, die durch Einsatz neuer Energien (beispielsweise Photovoltaik)
UND Wärmedämmungsmassnahmen der Umwelt mehr Energie zur Verfügung stellen als verbrauchen.


* Portemonnaie:

Portemonnaie ist ein anderes Wort für Geldbörse. Folglich ist ein Portemonnaie ein Aufbewahrungsbehältnis
für Geld (Noten und Münzen).


* Portfolio:

Der Börsianer versteht unter dem Begriff Portfolio die Summe aller in einem Depot gesammelten bzw.
vorhandenen Wertpapiere. Das können sowohl Aktien als auch Anleihen oder andere Wertpapiere sein.


* Porto:

Als Porto werden die Versandgebühren für Briefe oder Pakete bezeichnet.


* POS:

Die Abkürzung POS sthet für Point of Sale. Damit ist folgendes gemeint:
An dem Punkt der Bezahlung sollen Kunden mit zahlreicher Werbung und zahhlreichen Produktangeboten
geködert werden. Ein typisches Beispiel für den Point of Sale ist das Warten an einer
Supermarktkasse (Point of Sale). Auf den letzten Metern wird versucht, Spontankäufe zu erzeugen durch
Anbieten von Alltagswaren wie Kaugummis, Rasierapperaten, Bonbons, Getränken, Zeitschriften etc.


* Präsenzkontrollabschnitt:

Verlässt der teilnehmende Aktionär einer Hauptversammlung vorübergehend den Hauptversammlungsbereich,
so erhält er einen so genannten Präsenzkontrollabschnitt, mit dem er bei seiner Rückkehr erneut in den Besitz
seines Abstimmungsblocks (Stimmkarten, Stimmabschnitte) gelangt.
Einen visuellen Eindruck über das Aussehen eines Präsenzkontrollabschnitts erhalten Sie hier.


* Praxisgebühr:

Bis dato (November 2009) müssen gesetzlich Krankenversicherte bei jedem Arzt- und Zahnarztbesuch
pro Quartal 10 Euro entrichten. Bei weiteren Arztbesuchen schützt eine Überweisung des Arztes, der
bereits 10 Euro kassiert hat, vor einer weiteren Zahlung von 10 Euro innerhalb des gleichen Quartals.


* Preis:

Der Preis einer Ware oder einer Dienstleistung entspricht der Wertvorstellung des Anbieters von der Ware
beziehungsweise der Dienstleistung. Der Preis sollte so gesetzt sein, dass über den Preis die Kapitalkosten
erwirtschaftet werden und der Preis sich am Wettbewerb orientiert. Ob eine Preisvorstellung letztich am Markt
durchsetzbar ist oder nicht, entscheidet der Kunde beziehungsweise das Zusammenspiel zwischen Angebot
und Nachfrage.


* Preisabsprachen:

Preisabsprachen finden zwischen Unternehmen statt, die gleiche Produkte herstellen. Sie dienen dem
Zweck, den normalen Wettbewerb zum Vorteil der beteiligten Unternehmen auszuschalten auf Kosten
der Verbraucher, die dafür dann den höheren Preis zahlen müssen. Preisabsprachen sind gesetzlich
verboten und werden unter anderem mit Bußgeldern bestraft.


* Preisgeld:

Preisgelder werden zum Beispiel bei sportlichen Wettbewerben oder beim Glücksspiel ausgelobt. Je
nachdem wie die Zuteilung der Preisgelder aussieht (festgelegt wird), kann nicht nur der Erste und
Beste mit einem Preisgeld belohnt werden, sondern auch nachfolgende "Ränge" oder Platzierungen.


* Preisschild:

Im Allgemeinen stellt ein Preisschild eine sichtbare Warenkennzeichnung der Verkäufers einer Ware
an den potentiellen Käufer (Kunde) dar. Auch im Zeitalter der Elektronik findet der Verbraucher immer noch
häufig eine Warenpreiskennzeichnung mittels "Papierpreisschild/Folienpreisschild".


* Premium Marke:

Eine Premium Marke manifestiert sich beim Verbraucher durch zwei Merkmale. Zum Einen ist eine
Premium Marke beim Verbraucher gut eingeführt (hoher Bekanntheistgrad durch intensive Werbung).
Zum Anderen bietet eine Premium Marke meist eine hohe Produktqualität. Beides lassen sich die
anbietenden Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Preis vergüten.


* Press Relations:

Press Relations (auch als Media Relations bezeichnet) stellen die Kommunikation zwischen einem
Unternehmen auf der einen Seite und den Vertretern der Presse, Funk, Fernsehen und Internet auf der
anderen Seite dar.


* Printmedien:

Als Printmedium werden vorwiegend Zeitungen und Zeitschriften bezeichnet.


* Privatbankier:

Ein Privatbankier ist eine Person, der eine Bank gehört und die für diese Bank gesellschaftsrechtlich gesehen
unternehmerische und persönliche Risiken trägt, wenn die Bank in Schieflage/Insolvenz gerät.


* Privatdetektiv(e):

Ein Privatdetektiv kann von Personen, Anwälten und/oder Richtern eingesetzt werden, um Ermittlungen
im Sinne des Auftraggebers durchzuführen. So erschliessen sich natürlich eine Fülle von Möglichkeiten,
in denen der Privatdetektiv (Berufsbezeichnung ist übrigens in Deutschland bis dato, 2009, nicht geschützt)
eingesetzt werden kann. Als Beispiele sind zu nennen: Überwachung von Ladendiebstahl;
Patentrechtsverletzungen; Ermitteln von Seitensprüngen beziehungsweise Untreue im privaten/familiären
Bereich; Arbeitnehmerüberwachung, zum Beispiel im Hinblick auf vorgetäuschte Krankheiten;
Überwachung bei nicht Unterhalt zahlenden Erlternteilen, ob dies aufgrund des Lebensstils möglich ist;
...und vieles mehr!


* Private Equity:

Der Begriff Private Equity kommt aus dem englischen Sprachgebrauch. Damit sind Unternehmen,
manchmal auch Fonds gemeint, deren einziger Geschäftszweck es ist, sich an anderen Unternehmen
(entweder Aktiengesellschaften oder auch GmbH`s) zu beteiligen. Oft mit dem Ziel, die Kontrolle im
Unternehmen zu erlangen, also die Mehrheit am Unternehmen zu erwerben. Die Private Equity
Gesellschaften selbst sind in der Regel nicht an der Börse handelbar. Auch reiche Privatanleger
gründen häufig eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft (entweder in Form einer AG oder einer GmbH),
über die dann börsennotierte Unternehmen geschluckt werden können und im zweiten Schritt von
der Börse genommen werden. Eine Beteiligung der breiten Anlegerschicht an den personenbezogenen
Private Equity Gesellschaften ist nahezu ausgeschlossen. Für Anleger, die jahrelang einem Unternehmen
verbunden sind und dies ursprünglich auch in Zukunft bleiben wollen, ein echtes Ärgernis, wenn die dann
unter Zwang ihre Aktien zu einem festgelegten Preis verkaufen müssen. Soweit zumindest meine
persönliche Meinung.


* Privateinlage:

Ein Unternehmer kann in ein (sein) Unternehmen mittels einer Privateinlage Vermögenswerte aus
seinem Privatbesitz in das Unternehmen überführen.


* Privatentnahme:

Ein Unternehmer kann aus einem Unternehmen mittels einer Privatentnahme Vermögenswerte des
Unternehmens in seinen Privatbesitz überführen.


* Private Placement:

Alternativ zu einem Börsengang einer Aktiengesellschaft hat diese bzw. die Anteilseigner der AG auch die
Möglichkeit ein Private Placement durchzuführen. Diese läuft nicht über die Börse. Bei einem
Private Placement werden gezielt Investoren angesprochen mit dem Ziel, Anteile an der AG direkt diesen
potentiellen Investoren zu verkaufen.


* Privatier:

Als Privatier lassen sich Personen bezeichnen, die aus der Nutzung ihres Vermögens (oder von ihrem
Vermögen) leben können und deshalb nicht mehr gezwungen sind, jeden Tag einer Arbeit nachzugehen.


* Privatinsolvenz:

Seit einigen Jahren besteht in Deutschland für Privatpersonen die Möglichkeit, sich einem geordneten
Insolvenzverfahren (Privatinsolvenz) zu unterziehen, um damit nach einigen Jahren der strikten
Regeleinhaltung wieder ohne Schulden neu zu starten.


* Privatvermögen:

Im Gegensatz zum Betriebsvermögen steht der Begriff Privatvermögen. Also die Assets, die eine Person in
seinem Privatvermögen steuerrechtlich hält.


* Probezeit:

Arbeitnehmer, denen seitens Ihres Arbeitgebers ein unbefristeter Arbeitsvertrag angeboten wird, durchlaufen
in Deutschland oftmals eine Probezeit von circa 3 bis 6 Monaten. Innerhalb der Probezeit ist eine Auflösung des
Arbeitsvertrags durch beide Seiten (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) relativ problemlos möglich. Kündigungsfristen
müssen in der Regel nicht eingehalten werden.


* Produktivität:

Ist in der Wirtschaft von Produktivität die Rede, meint das im Prinzip die Effizienz von Arbeitsabläufen in Unternehmen.


* Prototyp:

Ein Prototyp ist ein funktionsfähiges Muster beziehungsweise ein funktionsfähiger Vorläufer einer späteren
Serienproduktion nach Vorbild des Prototyps.


* PTX:

Die Abkürzung PTX steht für den Polish Traded Index, also einen wichtigen Börsenindex attraktiver polnischer
Unternehmen.


* Pump and Dump:

"Pump and Dump" bedeutet, dass sich professionelle Gerüchtestreuer auf ein kleineres Unternehmen konzentrieren,
und durch gezielte Käufe, gefolgt von gestreuten Gerüchten, für steigende Aktienkurse bei diesem Unternehmen
sorgen (Pump). Nachdem die Kurse gestiegen sind, und viele Kleinanleger in die Aktie herein kaufen, verkaufen die
professionellen Gerüchtestreuer mit Gewinn. Die Aktie stürzt daraufhin ab (Dump). Der Dumme ist der Kleinanleger.


* Pusher:

Im Gegensatz zum Basher (siehe dort) ist ein Pusher ein Person oder eine Gruppe, die versucht, eine Aktie
durch das Verbreiten von höchst positiven Informationen steigen zu lassen. Pusher wie Basher verbreiten
ihre Informationen zumeist in Internetforen (Wertpapierforen). Die ausschliesslich positiven Meldungen
erfolgen im besten Fall deshalb, weil der "Pusher" (Investor) Anteile am Unternehmen besitzt und an steigenden
Kursen Interesse hat. Dies wäre eigentlich nicht so schlimm. Kriminell wird das Verhalten dann, wenn der
Pusher größere Anteile am Unternehmen besitzt und gezielt und bewusst Falschinformationen verbreitet,
um potentielle Investoren zum Kauf der Aktie zu animieren. Wenn die Kurse dann wirklich steigen, steigt der
Pusher mit einem guten Gewinn wieder aus. Das Pushen von Aktien funktioniert umso besser, je kleiner die
Aktiengesellschaft ist.


 

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