Lexikonpunkt I

 


* IAS:

IAS steht für International Accounting Standards. Dabei handelt es sich um eine
Rechnungslegungsvorschrift.


* IASB:

IASB steht für International Accounting Standards Board. Dabei handelt es sich um den "Herausgeber"
der Rechnungslegungsvorschrift IFRS (siehe dort).


* IBAN:

Die IBAN ist eine immer wichtiger werdende, weltweite Identifikationsmöglichkeit für ein Girokonto.
Gesetzliche Veränderungen werden dazu führen, dass die IBAN im Zahlungsverkehr die Bankleitzahl
und die Kontonummer (Girokontonummer) mehr und mehr ersetzt. Mehr zur IBAN finden Sie hier.


* IBEX 35:

Der IBEX 35 Index ist der wichtigste spanische Aktienindex. Er umfasst die 35 größten/wichtigsten und
börsennotierten Unternehmen von Spanien.


* Iceberg Order:

Die Iceberg Order ist eine Methode professioneller Trader, die wahre Größe einer Kauforder oder Verkaufsorder
zu verstecken. Mit Hilfe von Computerbörsen wird ein großer Auftrag in verschiedene kleinere Aufträge unterteilt.
So lange, bis die gesamte Order abgearbeitet ist.


* Ich-AG:

Die Ich-AG ist vor einigen Jahren (2003) ins Leben gerufen worden. Es handelt sich dabei nicht um eine
Aktiengesellschaft (AG) im eigentlichen Sinn, sondern um ein staatlich gefördertes Programm, um
Arbeitslosen mit dem Sprung in eine Selbständigkeit eine neue Existenz zu ermöglichen. Die Ich-AG
trägt derzeit (2009) einen anderen Namen und hat sich auch in der Form der Bezuschussung verändert.
Für weitergehende Informationen zu anderen Gründungsprogrammen und staatlichen "Geldspritzen"
sollten Sie sich mit Ihrem Arbeitsamt in Verbindung setzen.


* IFRS:

IFRS steht für International Financial Reporting Standards. Dabei handelt es sich um eine
Rechnungslegungsvorschrift.


* IHK:

Die Abkürzung IHK steht für die Industrie- und Handelskammer. In Deutschland gibt es derzeit circa 80
regional aufgestellte Industrie- und Handelskammern, die zusammen mit der Dachorginisation, dem
DIHT, die Interessen aller Gewerbetreibenden vertreten sollen. Jeder Gewerbetreibende wird automatisch
Mitglied in einer IHK. Und zwar zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung. Dabei ist ein jährlicher Pflichtbeitrag
an die IHK abzuführen, der nur erlassen werden kann, wenn eine bestimmte Gewinngröße im Jahr
durch das Gewerbe nicht erreicht wird.


* IMF:

Die Abkürzung IMF steht für den International Monetary Fund. Es ist die englische Schreibweise des IWF´s.
Zur Erläuterung siehe "* IWF".


* Immediate or cancel:

Ein Wertpapierauftrag, der auf XETRA aufgegeben wird, kann je nach Broker mit dem Zusatz Immediate or
Cancel (IOC) belegt werden. Dann müssen alle Aufträge sofort entweder vollständig oder teilweise ausgeführt
werden. Aufträge, die bis dahin nicht ausgeführt werden konnten, müssen dann gestrichen werden.


* Immobilienrente:

Rentner, die eine schuldenfreie Immobilie besitzen aber wenig Geld/Rente, können durch Kreditaufnahme auf ihre
Immobilie Geld frei setzen, dass es ihnen ermöglicht, auch im Alter so lange wie möglich in den eigenen 4 Wänden
wohnen zu bleiben. Die Immobilienrente ist auch unter dem Namen Umkehrhypothek bekannt.


* Inflation:

Unter einer Inflation wird der Anstieg der durchschittlichen Preise in einem Wirtschaftsraum verstanden.
Waren/Immobilien/Rohstoffe verteuern sich folglich mit zunehmender Zeit.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Inflation? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Inflation".


* Innenprovision:

Innenprovisionen definieren sich beim Immobilienverkauf als eine Provision, die der Verkäufer einer Immobilie
an einen Makler zahlt. Oftmals gibt es zu der Innenprovision auch noch eine Provision, die sich an den Käufer richtet
und von diesem zu bezahlen ist.


* Innovation(en):

Innovation(en) sind oftmals der Antriebsmotor für erfolgreiche Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um
die Verbesserung oder innovative Veränderung von Produkten. Auch Arbeitsabläufe, die besser durchdacht
sind, und damit rationellere (kostensparendere) Produktion erlauben, können als eine Innovation angesehen
werden. Komplett neue Produkte fallen natürlich auch unter den Begriff der Innovation(en).


* Innung:

Eine Innung ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Handwerkern. Handwerker gleicher oder ähnlicher
Fachgebiete.


* Insider:

Im Hinblick auf Aktien und Börse ist ein Insider eine Person oder eine Gruppe von Personen, die aufgrund
Ihrer "Verbundenheit" mit der Aktiengesellschaft/dem Unternehmen früher als andere Kreise
(Presse, Aktionäre) Informationen erhalten. Dies können zum Beispiel Vorstände, Aufsichtsräte oder
auch Wirtschaftsprüfer sein. Insider sind verpflichtet, ihre erhaltenen Informationen nicht zu
Insiderkäufen oder Insiderverkäufen in der Aktie zu nutzen. Dieser Vorgang wird strafrechtlich verfolgt.


* Insolvenzgeld:

Das Insolvenzgeld wird vom Staat (Bundesagentur für Arbeit) an die Mitarbeiter ausgezahlt, deren
Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hat und daher die Löhne und Gehälter teilweise oder vollständig
nicht mehr gezahlt hat.


* Instandhaltungsrücklage:

Beim Kauf einer Naubaueigentumswohnung wird in aller Regel ein Rücklagenkonto für Sanierungen
und Instandhaltungen angelegt (jährlich angespart), auf dass im Fall anstehender Reparaturen zurück
gegriffen wird. Diese Instandhaltungsrücklage ist Gemeinschaftseigentum aller Eigentümerparteien
und verbleibt beim Verkauf der Wohnung im Gemeinschaftseigentum.


* Interimschef:

In der Welt der Wirtschaft wird in einem Unternehmen ein Interimschef bestellt, um die Tagesgeschäfte
fortzuführen, damit das Unternehmen nicht ohne Führung besteht. Doch die Suche nach einem geeigneten
Chef (Vorstand, Geschäftsführer) wird fortgesetzt. Sobald ein geeigneter Kandidat vertraglich an das Unternehmen
gebunden werden kann, räumt der Interimschef wieder seinen Posten.


* Inventar:

Das Inventar ist die Bestandsaufnahme/Auflistung von Vermögenswerten und Schulden. Aus der Differenz
von Vermögenswerten und Schulden ergibt sich das Eigenkapital.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Inventar? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Inventur/Inventar".


* Inventur:

Unter einer Inventur versteht der Betriebswirt das Zählen und Erfassen von Warenbeständen und
Vermögenswerten. Diese "Bestandsaufnahme" wird oftmals gegen Ende eines Geschäftsjahres
durchgeführt und dient der Erstellung des Inventars.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Inventur? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Inventur/Inventar".


* Investition:

Für ein Unternehmen bedeutet eine Investition in der Regel, dass Kapital (Eigenkapital oder
Fremdkapital) eingesetzt wird, um damit Maschinen, Anlagen, Software, Patente oder andere
"Betriebsmittel" zu kaufen, die den Umsatz steigern helfen und/oder den Arbeitsablauf effizienter
gestalten. Für einen Privatmann sind Investitionen hingegen oft Anschaffungen im Konsumbereich
(neues Auto, neuer Fernseher etc.)


* Investment Grade:

In der Sprache von Ratingagenturen gibt es für jedes Finanzprodukt einen "Wendepunkt" zwischen
"Investitionswürdig" und "gefährlicher Schrott mit Totalausfallrisiko". So lange sich das Finanzprodukt
im Bereich "Investitionswürdig" befindet, sprechen Ratingagenturen von "Investment Grade".


* Investmentsteuerreform:

Bislang können Umschichtungen innerhalb von Fonds steuerfrei vorgenommen werden. Ab dem
01. Januar 2018 soll die so genannte Investmentsteuerreform umgesetzt werden. Dann müssen
Umschichtungen (zum Beispiel innnerhalb eines Aktienfonds) besteuert werden, wenn Positionen
mit Gewinn verkauft werden.


* Investor:

Eine Person oder ein Unternehmen, welches einem Projekt oder einem anderen Unternehmen
langfristig Geld zur Verfügung stellt, um Entwicklungsprozesse zu durchlaufen. Dies kann direkt
oder auch über die Börse (in Form einer Aktienbeteiligung) geschehen.


* Investor Relations:

In den meisten börsennotierten Unternehmen werden alle Belange rund um den Aktionär beziehungsweise
rund um den potentiellen Aktionär in einem Verantwortungsbereich gebündelt, der als Investor
Relations bezeichnet wird. Ansprechpartner dieser "Abteilung" verschicken auf Wunsch Geschäftsberichte,
Quartalsberichte und weitere Informationen über das Unternehmen, nehmen Stellung zu Pressemeldungen
und Unternehmensnachrichten und erläutern auf Wunsch sowohl Zahlen zum Gewinn/Verlust des
Unternehmens, zur Bilanz, zur Cash-Flow Rechnung etc. Natürlich wird einem Anleger auf Wunsch auch
das Geschäft beziehungsweise das Geschäftsmodell des Unternehmens näher gebracht.


* IPO:

Die Abkürzung IPO kommt aus dem englischen Sprachgebrauch und lautet vollständig Initial Public
Offering. Gemeint ist damit nichts anderes als ein "Going Public" bzw. ein Börsengang eines
Unternehmens.


* IR:

IR ist die Abkürzung für Investor Relations (siehe dort).


* ISE:

Die Abkürzung ISE steht für die Irish Stock Exchange, also die Börse Irlands.


* ISE Index:

Der ISE Index (Irish Stock Exchange Index) enthält die wichtigsten, börsennotierten Aktiengesellschaften
von Irland.


* ISIN:

Als ISIN wird die so genannte International Securities Identification Number bezeichnet, mit der ein
Wertpapier international eindeutig zugewiesen werden kann. Die ISIN ergänzt die an deutschen
Börsen vorwiegend bekannte WKN. Es handelt sich bei der ISIN um eine zwölfstellige Zahlen- und
Buchstabenfolge. Ein Beispiel:
Die Aktie der Deutschen Bank AG trägt die ISIN DE0005140008.


* ISM - (Index):

Die Abkürzung ISM steht für das US-amerikanische Institut for Supply Management, einer privaten
Organisation der Industrie. Der gleichnamige ISM - Index misst das Verbrauchervertrauen der
Wirtschaft hinsichtlich des Verarbeitenden Gewerbes in den USA. Ein Indexstand größer 50 signalisiert
ein Wachstum der Wirtschaft. Ein Indexstand unter 50 hingegen ein Schrumpfen der Wirtschaft.


* iTAN:

Der Begriff iTAN steht für indizierte Transaktionsnummer. Ein Werkzeug, dass von einigen Banken
beim Onlinebanking verwendet wird. Die Bank fordert den Kunden dabei elektronisch auf, eine bestimmte
TAN-Nummer einzugeben. Diese verbraucht sich nach dem Benutzen allerdings nicht.


* IWF:

Die Abkürzung IWF steht für den Internationalen Währungsfonds. Der IWF ist eine Organisation, die sich aus
vielen Staaten zusammensetzt und sich mit wirtschaftspolitischen Themen befasst.


 

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