Lexikonpunkt G

 


* G7:

Die Gruppe der 7 wirtschaftlich stärksten Länder. Länder also wie Deutschland, Japan, USA, Kanada,
Vereinigtes Königreich, Frankreich und Italien. Der Begriff war bis zum Ende des letzten Jahrhunderts
gängig, wurde aber dann unter Einbeziehung Russlands in den Begriff G8 überführt.


* G8:

Die Gruppe der 8 wirtschaftlich stärksten Länder entwickelte sich aus der Gruppe der 7 stärksten Länder.
Also Deutschland, Japan, USA, Kanada, Vereinigtes Königreich, Frankreich und Italien. Erst zum Ende des
letzten Jahrhunderts enstand dann der Begriff G8 unter Einbeziehung Russlands.


* G20:

Die 20 wirtschaftlich stärksten Industrie- und Schwellenländer bilden die Gruppe der so genannten G20.


* Gage:

Wenn man so will, ist die Gage das "Gehalt" von Schauspielern und Künstlern.


* Gastarbeiter:

Der Begriff Gastarbeiter wurde historisch besonders von Deutschland geprägt, dass in seiner Vergangenheit
Arbeiter aus verschiedenen Ländern angeworben hat, um den Bedarf der heimischen Industrie an Arbeitskräften
zu decken. Die ursprüngliche Intention des Begriffs Gastarbeiters war es, dass diese nach einer gewissen Zeit
wieder in ihre jeweiligen Heimatländer zurück kehren sollten. Die meisten jedoch sind im Lauf der Jahre
geblieben und haben sich in Deutschland verwurzelt.


* GBP:

GBP ist eine Abkürzung für Great Britain Pound, also der Währung von Großbritannien. Ähnlich wie Euro und
Cent ist das GBP mit dem Euro vergleichbar. Pence ist das Pendant zum Cent.


* GbR:

GbR ist eine Abkürzung für Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Die Unternehmensform der GbR benötigt
mindestens 2 Gesellschafter und zählt zu den Personengesellschaften.


* GDP:

GDP kürzt den angloamerikanischen Ausdruck Gross Domestic Product ab. Auf deutsch also das
Bruttoinlandsprodukt.


* Gearing:

Gearing bedeutet auf deutsch Verschuldungsgrad. Dieser wird wie folgt ermittelt: Die so genannte
Nettoverschuldung (siehe dort) wird zu den Pensionsrückstellungen addiert. Die so erhaltene Summe
wird durch das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens dividiert und mit 100 multipliziert. Durch
die Multiplikation mit 100 wird das Gearing als prozentuale Größe angegeben. Alle benötigten Angaben
zur Berechnung des Gearings erhält der Anleger aus der Konzernbilanz eines Unternehmens.


* Gebot:

Bei einer Versteigerung/Auktion kann ein Bieter ein Gebot abgeben. Mit Abgabe des Gebots wird ein
verbindlicher Preis "genannt", zu dem der Bieter die angebotene Ware kauft, wenn es kein weiteres,
höheres Gebot einer anderen Partei gibt.


* Gehalt:

Die Vergütung von Angestellten wird als Gehalt bezeichnet. Im Gegensatz zum Lohn, der die Vergütung von Arbeitern
ist.


* Gelber Riese:

Das Unternehmen Deutsche Post AG wird gelegentlich auch als "Gelber Riese" bezeichnet.


* Geld:

Jeder Staat und jede Währungsunion druckt und legitimiert ihr eigenes Geld. Geld ist also ein anerkanntes Zahlungsmittel,
dass auf dem Vertrauen der Bürger basiert, dieses Geld wieder in Produkte oder Dienstleistungen eintauschen zu können.


* Geldadel:

Die Gruppe reicher Menschen wird auch gerne mal als Geldadel bezeichnet. Dahinter steht
vielleicht die durchaus berechtigte Annahme, dass viel Geld die Möglichkeit offeriert, ein Leben
nach eigenen Vorstellungen zu leben. Ähnlich wie ein Adelstitel Türen öffnen kann, kann dies
auch viel Geld. Daher das Wort Geldadel.


* Geldautomat:

Ein Geldautomat steht in aller Regel bei Banken und/oder Sparkassen, manchmal auch isoliert an Orten, die
häufig von Personen frequentiert werden (zum Beispiel Einkaufszentren). An einem Geldautomat kann der
Besitzer einer EC Karte Geld abheben. Banken bieten zudem in einigen Geldautomaten auch automatische
Einzahlungsmöglichkeiten von Banknoten oder Münzen an. Mitunter sind in Geldautomaten auch andere
Funktionen integriert. Zum Beispiel die Möglichkeit, einen Kontoauszug zu erstellen etc. Generell dienen
Geldautomaten jedenfalls dem Einzahlen und/oder Auszahlen von Bargeld.


* Geldbeutel:

Ein Geldbeutel ist einer von vielen Begriffen, die für die, meist mobile, Aufbewahrung von Geld stehen. Im
Allgemeinen werden in einem Geldbeutel vorwiegend Noten (also Geldscheine) aufbewahrt.


* Geldbörse:

Eine Geldbörse ist ein Behältnis zum Aufbewahren von Geld. Also Münzen und Geldscheine (Noten).
Gebräuchlich ist auch der Name Portemonnaie.


* Geldfälscher:

Geldfälscher sind Menschen, die Banknoten (Geldscheine) oder Geldmünzen fälschen, also möglichst
gut kopieren. Das Fälschen von Geld ist absolut verboten. Sinn und Zweck der Geldfälschung ist es,
dass so entstandene Geld in Umlauf zu bringen und über das Wechselgeld in den Besitz von echtem
Geld zu kommen. Auch der Verkauf von Gütern, die mit Falschgeld erworben wurden, bringt den Geldfälschern
echtes Geld.


* Geldhahn:

Ein Geldhahn als Objekt existiert zwar nicht. Jedoch wird ein fiktiver Hahn, aus dem Geld fliesst, als Symbol
in der Finanzwelt gerne benutzt. Wenn Notenbanken Geld in den Markt hinein pumpen, zum Beispiel über
Zinssenkungen, wird der Geldhahn geöffnet. Eltern können Ihren Zöglingen den Geldhahn zudrehen, was bedeutet,
dass Taschengeld und/oder finanzielle Zuwendungen gekürzt oder ganz gestrichen werden.


* Geldhaus:

Der Begriff Geldhaus wird meistens als ein alternatives Wort verwendet, wenn von einer Bank beziehungsweise
einem Bankhaus die Rede ist.


* Geldtransfer:

Das Wort Geldtransfer meint in der Regel die Überweisung von Geld von einer Bank zu einer anderen Bank. Dabei kann der
Kontoinhaber identisch sein oder auch eine andere Person oder Firma.


* Geldwäsche:

Unter Geldwäsche versteht man im Allgemeinen, dass illegal erworbenes Geld aus Steuerhinterziehung,
Waffenverkäufen, Drogenverkäufen, Drucken von Banknoten etc. in legales Geld umgewandelt wird.


* Gemeinschaftskonto:

Ein typisches Konto bei einer Bank lautet entweder auf den Namen eines Kontoinhabers oder den Namen
einer GmbH oder AG. Ein Gemeinschaftskonto ist ein Konto, dass mehr als einer Person vollen Zugang
zum Konto ermöglicht. So können zum Beispiel im Fall einer Ehe sowohl der Ehemann als auch die
Ehefrau alle Geschäfte auf dem Konto durchführen, ohne den anderen davon in Kenntnis zu setzen oder
um Legitimation zu fragen.


* Generaldirektor:

Während der Chef von Aktiengesellschaften gemeinhin als Vorstand bezeichnet wird und der Chef einer
GmbH als Geschäftsführer, ist der Generaldirektor (oder auch General Manager genannt) der Chef einer
größeren Entscheidungseinheit. So kann zum Beispiel eine große Hotelkette für jedes einzelne Hotel
einen Verantwortlichen definieren, der hier zum Beispiel Generaldirektor genannt wird.


* Generalstreik:

Ein Generalstreik ist ein vollumfänglicher Streik der gesamten Arbeiterschaft in einem Land oder einer
Teilregion eines Landes. Ein Generalstreik legt demnach das gesamte öffentliche Leben lahm.


* Generalversammlung:

In einigen Ländern (zum Beispiel in der Schweiz) wird die ordentliche Hauptversammlung einer
Aktiengesellschaft als Generalversammlung bezeichnet.


* Generationenvertrag:

Hinter dem Begriff Generationenvertrag verbirgt sich die politisch gesteuerte Regelung, dass die arbeitende
Bevölkerung (Arbeiter, Angestellte) für die aktuelle Rentnergeneration finanziell sorgt. Im Gegenzug soll
dann auch die jetzige arbeitende Generation bei Rentenbeginn wieder von der dann neuen Generation von
Arbeitern und Angestellten versorgt werden.


* Genußschein:

Ein Genußschein bietet einer Kapitalgesellschaft (GmbH und/oder AG) die Möglichkeit, sich von Dritten Geld
zur Verfügung stellen zu lassen. Genußscheine sind bislang (2009) noch relativ unreglementiert, so dass die
Kapitalgesellschaft eine große Freiheit in der Ausgestaltung des Genußscheins hat. Wenn dies nicht
ausdrücklich so gewollt ist, haben Genußscheininhaber keine Beteiligung am Unternehmen erworben,
wie das im Fall von Gesellschaftern oder Aktionären der Fall wäre, sondern ziehen lediglich "Nutzen" aus
dem Geld, dass sie mittels Genußschein dem Unternehmen zur Verfügung gestellt haben. Für
Unternehmen ein gutes Mittel, bankenunabhängig Geld einzuwerben, ohne die unternehmerische Führung
aus den Händen zu geben.


* Geringverdiener:

Offiziell gehören Azubis und Praktikanten zu den Geringverdienern, wenn sie monatlich mit ihrer Bezahlung
einen bestimmten Betrag nicht überschreiten, was sie oftmals nicht tun. Allgemein im Sprachgebrauch
wird das Wort Geringverdiener aber für all jene verwendet, die in ihrem Angestelltenverhältnis oder auch
als Selbständige sehr wenig verdienen.


* Geschäftsbericht:

Ein Geschäftsbericht ist eine "Informationsbroschüre" (oft im DIN A4 Format), die ein Unternehmen,
insbesondere börsennotierte Aktiengesellschaften, ihren Anteilseignern und weiteren interessierten
Personen einmal im Jahr zur Verfügung stellen muss. Spätestens 8 Monate nach Ende eines
Geschäftsjahres muss der Geschäftsbericht von börsennotierten Aktiengesellschaften vorliegen.
Börsennotierte Aktiengesellschaften veröffentlichen in der Regel ein Vorwort des Vorstands, einen
Bericht des Aufsichtsrats, einen Lagebericht von Konzern und AG inklusive Ausblick auf das laufende
Geschäftsjahr, meist noch Informationen zur Aktie, eine Bilanz, eine GUV, einen Eigenkapitalspiegel,
eine Kapitalflussrechnung (Cash-Flow-Rechnung), einen erläuternden Anhang und einen
Bestätigungsvermerk eines Wirtschaftsprüfers.

Sie möchten mehr über den Inhalt eines Geschäftsberichts erfahren? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "Geschäftsberichte".


* Geschäftskunde(n):

Ein Geschäftskunde fragt ein Produkt oder eine Dienstleistung bei einem Unternehmen nach. Im Gegensatz
zum Privatkunden geschieht dies aber in der Regel nicht zum persönlichen Nutzen, sondern zum Nutzen des
Unternehmens, des Vereins, der Behörde oder der Organisation, die hinter dem Geschäftskunden steht.


* Geschäftszeichen:

Einem Unternehmen steht es frei, jedem Geschäftsvorfall zur besseren Identifizierung ein Geschäftszeichen
(eine Zahlen- und/oder Buchstabenfolge) zuzuordnen.


* Geschäftszeiten:

Was bei einem Ladenlokal auch gerne mal als Öffnungszeiten tituliert wird, kann auch als Geschäftszeiten
bezeichnet werden. Geschäftszeiten also, zu denen Waren oder Dienstleistungen von einem Unternehmen
abgerufen werden können.


* Geselle:

Durch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Handwerk wird der Auszubildende zum Gesellen.
Von der Handwerkskammer erhält der Auszubildende/Geselle zusätzlich den Gesellenbrief.


* Gesellschafter:

Die Anteilseigner (Besitzer) einer GmbH werden als Gesellschafter bezeichnet.


* Gesellschafterversammlung:

Die Gesellschafterversammlung ähnelt einer Hauptversammlung. Sie ist das Pendant zur
Hauptversammlung, wenn die Gesellschaftsform des Unternehmens nicht die Aktiengesellschaft,
sondern die GmbH ist. Wie die HV ist die Gesellschafterversammlung dem Geschäftsführer
übergeordnet. Sie kann ihm Weisungen erteilen, ihn absetzen oder für eine weitere Periode in
seinem Amt bestätigen.


* Gewerbe:

Gewerbe ist ein Sammelbegriff für eine angemeldete Geschäftstätigkeit gleich welcher Art. Von der
kleinen Gewerbeanmeldung bis hin zum großen, börsennotierten Unternehmen umfasst der Begriff Gewerbe
diese "Unternehmenstätigkeiten".


* Gewerbeanmeldung:

Wer ein Gewerbe plant oder eine selbständige Tätigkeit ausüben will, muss zunächst ein Gewerbe
anmelden. Der Gewerbewillige kann dies im Fall einer Einzelgesellschaft oder Personengesellschaft
relativ problemlos und ohne viel Bürokratie beim Gewerbeamt seines Wohnorts vornehmen. Dabei ist
eine geringe Gebühr zu entrichten. Dann ist die Gewerbeanmeldung noch am gleichen Tag erledigt
und die Selbständigkeit kann offiziell beginnen.


* Gewerbegebiet:

Ein von einer Stadt/Gemeinde für Unternehmen ausgewiesenes Gebiet wird Gewerbegebiet genannt.
In diesem "Ballungsraum" der Unternehmen können diese ihrem Gewerbe nachgehen.


* Gewerkschaft(en):

Eine Gewerkschaft ist eine Arbeitnehmervertretung. Arbeiter und Angestellte, die gewerkschaftlich
organisiert sind, treten den Arbeitgebern nicht mehr als Indiduum gegenüber, sondern bilden als Gruppe
ein Gegengewicht zur Macht der Arbeitgeber/Unternehmer. Ziele der Gewerkschaft(en) sind sehr oft
(unter anderen): Lohnsteigerungen, kürzere Arbeitszeiten und insgesamt bessere Arbeitsbedingungen
der Arbeitnehmer.


* Gewinnrendite:

Die Gewinnrendite hängt mathematisch gesehen eng mit dem Kurs Gewinn Verhältnis (KGV) zusammen.
Während beim KGV der aktuelle Aktienkurs durch den anteiligen Gewinn je Aktie dividiert wird, ist es
bei der Gewinnrendite der Kehrwert. Es wird also der anteilige Gewinn je Aktie durch den aktuellen
Aktienkurs dividiert. Das Ergebnis der Division wird mit 100 multipliziert und gibt damit die "Verzinsung"
der Aktie an. Mathematisch gesehen ist die gesamte Operation, die zur Gewinnrendite führt, nichts
anderes, als dass die Formel für den einfachen Zins (siehe Menupunkt Sparen) nach "Prozent" aufgelöst
wird. Beim KGV ist ein niedriges KGV vorteilhaft. Bei der Gewinnrendite ist es vorteilhaft, einen möglichst
hohen Wert zu erreichen.

Sie möchten mehr über die Gewinnrendite erfahren? Dann besuchen Sie auch den
Untermenupunkt "Gewinnrendite".


* GEX:

Der GEX ist ein Index der Deutschen Börse. Er beinhaltet eigentümerdominierte Unternehmen, deren Börsengang
nicht länger als 10 Jahre zurück liegt. Der GEX wurde erst im Januar 2005 eingeführt.


* GFZ:

GFZ ist eine Abkürzung und bedeutet Geschossflächenzahl. Dieser Begriff kommt aus der
Immobilien-/Baubranche.


* GKV:

GKV ist die Abkürzung für die gesetzliche Krankenversicherung.


* gGmbH:

Eine gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Werden die gemeinnützigen
Projekte der gGmbH anerkannt, hat die gGmbH bestimmte Vorteile gegenüber der GmbH. So
entfallen zum Beispiel die Körperschaftssteuer und die Gewerbesteuer.


* Gleitzeit:

Innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens des Unternehmens hat ein Arbeitnehmer innerhalb der so
genannten Gleitzeit die Möglichkeit, seine Arbeitszeit flexibler zu gestalten.


* GmbH:

Eine GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und gehört der Rechtsform der
Kapitalgesellschaft an. Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft (AG) unterliegt die GmbH weniger strengen
gesetzlichen Auflagen und ausserdem ist die Mindestgründungssumme bei einer GmbH deutlich
niedriger wie in einer AG.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema GmbH? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "Kapitalgesellschaften".


* Global Player:

Als Global Player bezeichnet man Unternehmen, die aufgrund ihrer Größe nahezu überall auf der Welt
ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Auch auf der Einkaufsseite für Vorprodukte sind Global Player
nahezu überall auf der Welt aktiv.


* Going Privat:

Ein börsennotiertes Unternehmen kann durch verschiedene Prozesse (Management Buyout oder Kapitalübernahme
von Großaktionären) wieder zu einem privat geführten und privat kontrolliertem Unternehmen werden. Privat heist
in diesem Zusammenhang, dass eine Aktiengesellschaft mit meist vielen (Klein)-Aktionären wieder zu einer
Kapitalgesellschaft wird, in der nur noch wenige Großaktionäre oder Gesellschafter das Unternehmen kontrollieren.


* Going Public:

Wird ein Unternehmen an die Börse geführt, und so einer breiten Masse von Anlegern die Möglichkeit geboten,
Teilhaber (Aktionär) an diesem Unternehmen zu werden, so spricht man von "Going Public".


* Gold:

Gold ((chemisches Symbol = Au) ist das wohl bekannteste unter den Edelmetallen und ein sehr geschätztes
Anlagemedium.

Mehr über Gold erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Edelmetalle ... Gold.


* Goldene Aktie(n):

Innerhalb einer Aktiengattung (zum Beispiel Stammaktien) sind alle Aktien gleichberechtigt. Größere Einflussnahme
auf ein Unternehmen ist hier nur durch den Besitz größerer Aktienanteile möglich. Nicht so bei der "Goldenen Aktie".
Hier werden dem Inhaber/den Inhabern Sonderrechte eingeräumt. Die Schaffung von "Goldenen Aktien" ist meist
politisch motiviert, etwa dann, wenn wichtigste Industrieunternehmen in der Entscheidungsgewalt eines Landes bleiben
sollten. Denkbar wären Goldene Aktien zum Beispiel bei Rüstungsunternehmen, Hafenbetreibern, Fluglinien etc.


* Goldene Bilanzregel:

In der strikten Auslegung der goldenen Bilanzregel ist das Anlagevermögen eines Unternehmens
vollständig durch sein Eigenkapital gedeckt.


* Goldenes Kreuz:

Ein goldenes Kreuz ist ein charttechnischer Begriff, bei dem die 50 Tage Linie die 200 Tage Linie von unten nach
oben schneidet. Das goldene Kreuz deutet in der Regel auf steigende Aktienkurse hin.


* Goldvreneli:

Das Goldvreneli ist eine international bekannte Goldmünze aus der Schweiz.


* Goodwill:

Als Goodwill wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis eines Unternehmens und dem ausgewiesenen
Buchwert des übernommenen Unternehmens bezeichnet. Diese Differenz wird im übernehmenden
Unternehmen in der Bilanz erfasst. Ein positiver Goodwill entsteht, wenn der Kaufpreis den Buchwert
übersteigt. Ein negativer Goodwill entsteht, wenn der Kaufpreis den Buchwert unterschreitet.


* Gordon Gekko:

Gordon Gekko ist eine legendäre Filmfigur aus dem Kinofilm "Wallstreet" von 1987. Der Regisseur Oliver Stone
inszenierte mit Gordon Gekko einen skrupellosen Corporate Raider. Der eigentlich als Antiheld angedachte Gekko
avancierte zur "geliebten" Kultfigur. Michael Douglas verkörperte damals wie heute (Wallstreet 2) Gordon Gekko.


* Graham, Benjamin:

Benjamin Graham, geboren als Benjamin Grossbaum, gilt als Begründer der Value-Strategie am Aktienmarkt
und schuf erstmalig ein fundamentales Gerüst,um Aktien richtig zu bewerten. Er hatte massgeblichen Einfluss
auf die Anlagestrategie von Warren Buffett, dem erfolgreichsten Investor unserer Zeit, der damals Student bei
Graham war.


* Gratisaktien:

Wenn eine Aktiengesellschaft eine Kapitalerhöhung allein aus Gesellschaftsmitteln durchführt, vergrößert sich
die Zahl der Aktien insgesamt, ohne dass sich durch die Kapitalerhöhung der Gesamtwert des Unternehmens
ändert. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, müssen die "Altaktionäre" einen Ausgleich erhalten. Dieser
wird über so genannte Gratisaktien hergestellt. Besser als der Begriff Gratisaktien ist aber der Begriff der
Berichtigungsaktien. Manchmal wird auch von Zusatzaktien gesprochen.


* Greenback:

Umgangssprachlich wird die Währung der USA als Greenback bezeichnet. Der Grund dafür liegt in dem
grünlichem Erscheinungsbild der Banknoten.


* Greentowers:

In Frankfurt am Main werden die umgebauten Deutsche Bank Türme als "Greentowers" bezeichnet.


* GrESt:

Die Abkürzung GrESt steht für die Grunderwerbssteuer (siehe dort).


* Griwna:

Die Währung der Ukraine heisst Griwna.


* Groschen:

Bis zur Einführung des Euros gab es in Deutschland den Groschen als gültiges Zahlungsmittel. Bis
zum Betrag von 1 DM wurde alles in Groschen tituliert.


* Großaktionär:

Ein Großaktionär ist ein Aktionär, der einen signifikanten Anteil (Aktien) an einer AKtiengesellschaft hält.
Ein prozentualer Anteil an der Gesamtzahl aller Aktien, der so groß ist, dass es ihm möglich ist, Einfluss
auf die Geschäftspolitik des Unternehmens zu nehmen.


* Großhandel:

Im Gegensatz zum Einzelhandel richtet sich der Großhandel vorwiegend bezeihungsweise ausschliesslich an
gewerbliche Kunden. Meistens sind damit auch, wie der Name "Großhandel" bereits ausdrückt, größere
Stückzahlen verbunden, die umgeschlagen werden, als im Einzelhandel, der sich vorwiegend an private
Kunden richtet.


* Gründungszuschuss:

Existenzgründer in Deutschland haben die Möglichkeit, vom Staat einen Gründungszuschuss zu erhalten.
Was früher mit der so genannten Ich-AG bewirkt wurde, heisst heute Gründungszuschuss und unterliegt
bestimmten Bedingungen. So muss der Antragsteller bei der Bundesagentur für Arbeit aktuell arbeistlos
gemeldet sein und Arbeitslosengeld erhalten. Die Bewilligung des Gründungszuschuss liegt dennoch
im Ermessen des Arbeitsberaters der Bundeagentur für Arbeit.


* Grundbuch:

Der Begriff Grundbuch trägt zwei Bedeutungen in der Welt der Wirtschaft. Zum Einen im Zusammenhang
mit Grundstücken und Immobilien (bitte hier klicken). Zum Anderen im Zusammenhang mit ordnungsgemäßer
Buchführung (bitte hier klicken).


* Grundeinkommen:

Immer wieder wird hier in Deutschland ein Grundeinkommen für alle Bürger gedanklich ins Spiel gebracht, dass ohne jede
Gegenleistung gezahlt wird und den Zweck verfolgt, die Grundexistenz eines jeden Bürgers zu sichern. Es geht dabei
vor allem um ein Grundeinkommen bei Bürgern, die ein bestimmtes Alter überschritten haben und vor allem aufgrund ihres
Alters nicht mehr in der Lage sind, finanziell durch eigene Arbeit für sich zu sorgen.


* Grunderwerbsteuer:

Beim Kauf eines Grundstücks fällt in Detuschland die Grunderwerbsteuer an, die der Käufer zu entrichten hat.
Diese kann von Bundesland zu Bundesland differieren. So wird Ende 2011 beispielsweise die
Grunderwerbssteuer in Baden-Württemberg auf 5 % erhöht, während sie in NRW beispielsweise aktuell bei 3 % des
Kaufpreises liegt.


* Grundschuldbestellungsurkunde:

Die Grundschuldbestellungsurkunde ermöglicht dem Kreditgeber einer Immobilie (eines Grundstücks) die
notarielle Eintragung einer Grundschuld auf die Immobilie (auf das Grundstück). Erst durch die
Eintragung der Grundschuld erhält der Kreditgeber eine Sicherheit über die Möglichkeit, im "Ernstfall"
Grundstück oder Immobilie verkaufen zu können und seinen gewährten Kredit zurück zu erhalten.


* Grundsteuererlass:

Unter bestimmten Umständen haben Vermieter die Möglichkeit, bei Leerstand Ihrer Immobilien beim zuständigen
Finanzamt einen Grundsteuererlass zu beantragen. Natürlich nur fürdie Zeit des Leerstandes der Wohnungen/Häuser.


* GRZ:

GRZ ist eine Abkürzung und bedeutet Grundflächenzahl. Dieser Begriff kommt aus der
Immobilien-/Baubranche. Die GRZ muss mit 100 multipliziert werden und gibt dann die prozentuale,
potentiell zu bebauende Größe des Grundstücks an, auf der eine Immobilie errichtet werden kann.
Beispiel GRZ 0,4 bedeutet, dass 40 % des gesamten Grundstücks theoretisch bebaut werden dürfen.


* Günstigerprüfung:

Im Zusammenhang mit der in 2009 eingeführten Abgeltuungssteuer hat der Steuerpflichtige die
Möglichkeit, ab dem Jahr 2010 für das Steuerjahr 2009 beim Finanzamt eine Günstigerprüfung zu
beantragen. Liegt der persönliche Steuersatz unterhalb des Abgeltungssteuersatzes, so kann sich
der Steuerpflichtige vom Finanzamt entweder die gesamte bereits gezahlte Abgeltungssteuer oder
nur einen Teil der Abgeltungssteuer zurück holen. Liegt der persönliche Steuersatz über dem der
Abgeltungssteuer, so müsssen keine Steuern nachentrichtet werden. Näheres erfahren Sie bei
Ihrem Finanzamt und Ihrem Steuerberater.


* Guidance:

Das angloamerikanische Wort "Guidance" wird auch in Deutschland gerne von Vorständen benutzt,
um Analysten und Anlegern eine Anleitung/Hilfestellung zu geben, wie der zukünftige Unternehmensgewinn
einer Aktiengesellschaft aussehen könnte.


* Gulden:

Der Gulden beziehungsweise der holländische Gulden war die Vorgängerwährung des Euros in
den Niederlanden. Vergleichbar mit der D-Mark in Deutschland.


* Gutschein:

Ein Gutschein verbrieft dem Besitzer des Gutscheins einen Anspruch auf eine Leistung bis zum Gegenwert des
Gutscheinbetrags. Beispiel: Es wird ein Restaurantgutschein über 100 Euro erworben und verschenkt.
Der Gutscheininhaber hat dann das Recht, innerhalb von 3 Jahren in diesem Restaurant eine Leistung
abzurufen, die bis zum Gegenwert von 100 Euro reicht. Nach Ablauf von 3 Jahren verfällt nach aktuellem
deutschem Recht der Gutschein.


* Gutschrift:

Während ein Gutschein käuflich erworben und übertragen werden kann, ist eine Gutschrift meist an einen Empfänger
(Kunde oder Firma) gekoppelt. Eine Gutschrift entsteht zumeist aus einem Warenumtausch, einer fehlerhaften Leistung
oder einem fehlerhaften Produkt.


* Gutverdiener:

Ein so genannter Gutverdiener verfügt über ein Einkommen, das über den durchschnittlichen Einkommen der Bevölkerung
liegt.


* GUV:

GUV ist die Abkürzung für Gewinn- und Verlustrechnung. Jede Kapitalgesellschaft (GmbH, AG...) ist
angehalten, zusammen mit der Bilanz, mindestens einmal im Jahr eine GUV zu erstellen.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema GUV? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "GUV & Bilanz ".


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