Lexikonpunkt E

 


* E10:

E10 nennt sich der umstrittene, in 2011 eingeführte Kraftstoff mit einem Volumenanteil an Biosprit (Ethanol)
von 5 %.


* EAN:

Die Abkürzung EAN steht für European Article Number. Auf deutsch übersetzt also die Europäische Artikelnummer.
Innerhalb der EU trägt nahezu jedes Produkt eine eigene EAN, Anhand derer es eindeutig identifiziert werden kann.
Ausnahmen von der durchgehenden EAN-Vergabe finden sich zum Beispiel dann, wenn der Biobauer um die Ecke
frisches Obst oder Gemüse lokal anbietet. Begleitet wird die Vergabe einer EAN durch einen Strichcode am Produkt
(auf der Verpackung), der damit von Barcodelesegeräten computergestützt schnell identifiziert werden kann. Nicht jedes
Produkt wird auch mit einer EAN Nummer ausgestattet. Neben der bereits erwähnten Ausnahme werden zum Beispiel
Bücher mit einer ISBN-Nummer gekennzeichnet und Wertpapiere mit einer ISIN-Nummer, um zwei weitere Beispiele
zu nennen.


* EBA:

Die Abkürzung EBA steht für European Banking Authority, also die Europäische Bankenaufsichtsbehörde.


* E-Bilanz:

Privatpersonen haben bereits heute die Möglichkeit, ihre Steuererklärung elektronisch an das Finanzamt zu schicken.
Wo Privatpersonen derzeit noch die Wahl haben (und auch Unternehmen) wird es Unternehmen in Zukunft abverlangt,
ihre Jahresabschlüsse elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Das Projekt nennt sich "E-Bilanz".


* EBIT:

Das EBIT bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Daher auch der englische Name Earnings Before
I
nterest and Taxes.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema EBIT? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "GUV & Bilanz".


* EBIT - Marge:

Die EBIT - Marge berechnet sich aus dem EBIT, geteilt durch den Unternehmensumsatz, multipliziert mit 100.
Die EBIT - Marge ist eine prozentuale Angabe.
Formel: EBIT - Marge = (EBIT / Umsatz) * 100


* EBITDA:

Das EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Es ist ein Begriff, der aus dem englischen kommt:
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization.

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* EBITDA - Marge:

Die EBITDA - Marge berechnet sich aus dem EBITDA, geteilt durch den Unternehmensumsatz, multipliziert mit 100.
Die EBITDA - Marge ist eine prozentuale Angabe.
Formel: EBITDA - Marge = (EBITDA / Umsatz) * 100


* EBT:

Das EBT bezeichnet das Ergebnis vor Steuern. Daher auch der englische Name Earnings Before Taxes.

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* EC-Karte:

Vermutlich haben die meisten von uns eine EC-Karte von Ihrer Bank bereits in Ihrem Besitz. Der Begriff
"EC-Karte" steht dabei für Electronic Cash Karte und ermöglicht zum Beispiel das bargeldlose Bezahlen
sowie Geldabhebungen bei vielen Banken und Sparkasse im In- und Ausland.


* Eckrente:

Der Begriff Eckrente ist ein Modell, dass eine fiktive Person beschreibt, die 45 Jahre lang durchschnittlich
hohe Beiträge in die Rentenkasse als Arbeitnehmer einbezahlt hat, und dann mit Eintritt in die Rente
eine Eckrente/Standardrente erhält, die derzeit (November 2010) bei 1224 Euro pro Monat liegen würde.


* Economies of Scale:

Unter dem englischen Begriff "Economies of Scale" versteht der Betriebswirt eine Kostenreduktion bei
Produkten eines Unternehmens mit zunehmender Kapazitätsauslastung. Der deutsche Begriff lautet
Skaleneffekte. Skaleneffekte treten auf, wenn mehr Umsatz verbunden ist mit einer Fixkostendegression.


* ECU:

Der Vorläufer des Euros war der ECU. Das Wort steht/stand für European Currency Unit.


* Edelmetalle:

Viele Vermögensberater empfehlen wohlhabenderen Anlegern, einen Teil Ihres Geldes im Rahmen einer
Diversifizierung zu einem geringen Prozentsatz auch in Edelmetallen anzulegen. Dazu eignen sich neben
Silber, Platin und Palladium auch Gold. Als physische Anlageform gibt es entweder die Barrenform oder
die Anlage in Münzen aus Edelmetallen (zum Beispiel als Goldmünzen). Edelmetalle sind chemisch
gesehen sehr widerstandsfähig und damit sehr beständig.


* EDV:

Die Abkürzung EDV steht für die elektronische Datenverarbeitung.


* EEG:

Der Begriff EEG steht für das von der Bundesregierung aufgelegte Erneurbare Energien Gesetz. Wie der Name
schon beschreibt, sollen damit erneuerbare Energien wie Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Solarenergie
Geothermie und Biomasse finanziell unterstützt werden, um damit den Anteil der erneuerbaren Energien am
Energiemix deutlich zu steigern.


* Effektivzins:

Der Begriff Effektivzins findet sich im Zusammenhang mit Krediten. Auf den Nominalzins der Bank werden
noch Spesen und Gebühren der Bank berechnet. Diese werden dann formal auf einen Zinssatz umgerechnet
und dem Nominalzins aufgeschlagen. Dies ist dann der Effektivzins, der insgesamt eine bessere
Vergleichbarkeit unter Kreditzinssätzen ermöglicht.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Effektivzins? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Kredit"


* EFH:

In der Immobilienbranche steht die Abkürzung EFH für ein Einfamilienhaus.


* EFRH:

In der Immobilienbranche steht die Abkürzung EFRH für ein Einfamilienreihenhaus.


* Ehrenamt:

In einem Ehrenamt beziehungsweise einer ehrenamtlichen Tätigkeit bringt sich die entsprechende Person mit
ihren Fähigkeiten und ihrer Zeit ein. Meist dient die ehrenamtliche Tätigkeit einer gemeinnützigen Sache.
Eine Aufwandsentschädigung ist hin und wieder üblich. Die Regel ist jedoch, dass die ehrenamtliche Tätigkeit
unentgeltlich durchfgeführt wird.


* Ehrensold:

Mittlerweile hat das Wort Ehrensold nur noch Bedeutung im Zusammenhang mit der Besoldung des deutschen
Bundespräsidenten. Dieser erhält nach seiner Amtszeit und bei Erreichen bestimmter Bedingungen einen
Ehrensold auf Lebenszeit, also auf Deutsch eine finanzielle Zuwendung auf Lebenszeit.


* Eigenkapital:

Das Eigenkapital (auch Buchwert genannt) ist eine auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesene Zahl.
Das Eigenkapital beziffert formal die Summe, die dem Unternehmen "gehört". Eigenkapital plus Schulden
ergeben die Bilanzsumme.

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* Eigenkapitalquote:

Die Eigenkapitalquote ist eine prozentuale Größe, die den Anteil am Gesamtvermögen beziffert, der dem
Unternehmen "gehört". Die Berechnung ergibt sich aus:

Eigenkapitalquote = [(Eigenkapital) / (Bilanzsumme)] * 100

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"Eigenkapitalquote".


* Eigenkapitalrendite:

Die Eigenkapitalrendite (im englischen Sprachgebrauch auch ROE - Return on Equity) ist eine
Renditekennziffer. Mit der Eigenkapitalrendite lassen sich die Gewinnmargen von Unternehmen
matehmatisch definieren und miteinander vergleichen. Definiert wird die Eigenkapitalrendite wie folgt:
Eigenkapitalrendite = (Jahresüberschuss / gemitteltes Eigenkapital) * 100

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Menupunkt "Eigenkapitalrendite".


* Eigner:

Der Begriff Eigner ist eine spezielle Form des sehr viel weiter gefassten Begriffs "Eigentümer". Während
der Begriff Eigentümer auf viele Wirtschaftsgüter (Immobilien, Grundstücke, Autos, Produkte usw.) anwendbar ist,
steht der Begriff Eigner ausschliesslich im Zusammenhang mit "schwimmendem Eigentum", also Booten und
Schiffen.


* Einführungskurs:

Bei einer Neuaufnahme einer Aktie (meist durch ein IPO - Neuemmission) beschreibt der Einführungskurs den
ersten Kurs der Aktie an der Börse.


* Einkommen:

Als Einkommen wird ein regelmäßiger Geldzufluß einer Person bezeichnet. Meist wird unterstellt, dass es
sich bei dem regelmäßigen Einkommen um ein Arbeitseinkommen oder eine Rente handelt, die letztlich
meistens auch auf einem Arbeitseinkommen fusst. Tatsächlich jedoch gibt es unterschiedliche Einkommensarten.
So gibt es das Einkommen aus Arbeit (Arbeitseinkommen) oder das Einkommen aus einer Rente, wie oben bereits
beschrieben. Es gibt aber auch Einkommen aus Kapitalvermögen (zum Beispiel aus Zinsen und Dividenden) und
Einkommen aus Transferleistungen (zum Beispiel Schenkungen oder einer Erbschaft). Einkommen wird oftmals
auch als Verdienst bezeichnet.


* Einkommensmillionär:

Als Einkommensmillionär werden Personen bezeichnet, die im Jahr mindestens 1 Million Euro vor Steuern
verdienen. Quellen aus dem Jahr 2017 sprechen in Deutschland von gut 17.000 Einkommensmillionären.


* Einlagen:

Als Einlagen werden in der Sprache der Betriebswirtschaft Geldanlagen ohne "Verfallsdatum" bezeichnet.
Zum Beispiel stellt ein Sparbuch eine Einlage bei einer Bank dar.


* Einlagensicherungsfonds:

Der Einlagensicherungsfond ist ein gemeinsamer Topf deutscher Banken, aus dem Kunden eine
bestimmte Summe an Kapital (zurück)-erhalten, wenn die Bank insolvent wird, bei der Gelder angelegt
wurden. Aufgestellt und unterhalten wird der Einlagensicherungsfond vom Bundesverband deutscher
Banken.


* Einliegerwohnung:

Als Einliegerwohnung wird in der Immobilienbranche eine eigenständige Wohneinheit in einem Eigenheim
bezeichnet.


* Einstiegsgehalt:

Als Einstiegsgehalt wird das erste Gehalt beziehungsweise der erste Gehaltspegel nach einer Ausbildung
(oder nach einem Studium) bezeichnet, dass/den ein Arbeitnehmer erhält, wenn er in seinem Beruf seine erste
Abreitsstelle antritt.


* Eintrittspreis:

Zum Betreten und Nutzen von Einrichtungen wie zum Beispiel Museen, Themenparks, Kinos etc kann ein
so genannter Eintrittspreis (eine Eintrittsgebühr) oder kurz "Eintritt" erhoben werden.


* Einzelhandel:

Im Gegensatz zum Großhandel zielt der Einzelhandel mit seinen Handelsaktivitäten primär auf den privaten
Kunden. Damit einhergehend ist es oftmals auch so, dass die pro Kunde verkauften Stückzahlen einer Ware
kleiner sind, als die des Großhandels, der sich primär auf gewerbliche Kunden fixiert.


* Elektroauto-Prämie:

In Deutschland gibt es seit 2016 eine so genannte Elektroauto-Prämie, auch Umweltbonus genannt. Diese
bezuschusst den Kauf von bestimmten Elektroautos mit ein paar Tausend Euro, die sich Bund und Hersteller teilen.


* ELIAS:

ELIAS ist eine Softwarelösung im Zusammenhang mit der Steuersoftware ELSTER. Dabei steht
der Name ELIAS für ELsterInformationsASsistent.


* ELSTAM:

ELSTAM steht für "Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale". Ab 2012 kommuniziert der Arbeitgeber
direkt mit dem Finanzamt, um notwendige Daten über den Arbeitgeber in Erfahrung zu bringen.
Spätestens ab 2012 erhalten Arbeitnehmer übrigens keine Lohnsteuerkarte mehr.


* ELSTER:

ELSTER steht für elektronische Steurerklärung. Ein Service der Steuerverwaltung für steuerpflichtige
Personen und Unternehmen, ihre Steuererklärung online (via Internet) abzugeben.


* Elterngeld:

In Deutschland werden Müttern und Vätern nach der Geburt eines Kindes einen bestimmten Zeitraum lang Elterngeld
gezahlt. Dieses richtet sich in der Regel nach dem vorherigen Einkommen der Eltern. Alternativ zum einkommensabhängigen
Elterngeld besteht auch Wahlrecht über ein pauschales, fixes Elterngeld (zum Beispiel für Geringverdiener oder Selbständigen
mit geringem Einkommen).


* EMA:

Die EMA steht für die European Medicines Agency. Die in London beheimatete EMA ist die europäische Arzneimittelbehörde.


* Embargo:

Bei einem Embargo wird der gesamte Warenverkehr oder nur ein partieller Austausch an Waren unterbunden.
Das Ziel eines Embargos ist wirtschaftlicher Druck, der dann zu politischem Druck und damit zum Umdenken
zwingen soll. Meistens werden mittels Embargo Staaten boykottiert.


* EMEA:

Die Abkürzung EMEA steht für: Europe Middle East and Afrika. EIn Wirtschaftsraum also, der sich aus diesen 3
Regionen zusammen setzt.


* Emerging Markets:

Als Emerging Markets werden ganz allgemein aufstrebende Märkte bezeichnet. China, Indien, Brasilien
oder Russland sind Beispiele für Emerging Markets.


* Empire State Index:

Der Empire State Index ist ein Gradmesser für das produzierende Gewerbe im Bundesstaat New York. Seine
aus Umfragen unter Unternehmen gewonnenen Daten dienen Volkswirten und auch der Börse als wichtiger
Frühindikator der US-amerikanischen Industrie.


* EN:

Die Abkürzung "EN" steht für Europäische Norm. Das europäische Pendant zur Deutschen Industrie Norm
(DIN).


* Endverbraucher:

Der Endverbraucher ist in der Regel der private Verbraucher, der ein angebotenes Produkt kauft und
selbst nutzt.


* Enkelunternehmen:

Innerhalb einer Unternehmensstruktur gibt es nicht nur Tochterunternuhmen, sondern auch so genannte
Enkelunternehmen. Enkelunternehmen sind demnach Unternehmen, die unter der Kapitalkontrolle einer
Tochtergesellschaft stehen, für den Mutterkonzern aber als Enkelunternehmen (Enkelgesellschaft) bezeichnet
werden.


* Enteignung:

Als Enteignung wird zumeist die aktive Wegnahme von Eigentum (zum Beispiel durch den Staat) bezeichnet.


* Enterbung:

Jeder Erblasser (Personen mit Vermögenswerten) hat das Recht, den Anteil eines potentiellen Erbens an
diesen Vermögenswerten abzusenken oder gar auf Null zu setzen. Im zuletzt beschriebenen Fall spricht man
von einer Enterbung.


* Entlohnung:

Der Begriff der Entlohnung ist ein Oberbegriff für die Leistungsbezahlung eines Arbeitgebers an seinen Angestellten
(Arbeitnehmer). Je nach Angestelltenstatus (Arbeiterstatus) wird hier ja noch unterschieden zwischen Lohn und Gehalt.
Diese Unterscheidung findet durch den Begriff Entlohnung aber nicht statt.


* Entrepreneur:

Entrepreneur gilt als ein anderes Wort für Unternehmer. Allerdings sieht sich ein Entrepreneur als
Unternehmer, der auch Mitarbeiter hinter seinen Ideen sammeln und begeistern kann. Mit seinen
innovativen Produkten gelingt es dem Entrepreneur, schnell und profitabel zu wachsen. Da jeder,
der ein Gewerbe anmeldet, offiziell schon Unternehmer ist, ist eine verbale Abgrenzung der kreativen
Köpfe dieser Gesellschaft zum Gewerbetreibenden nötig und wird durch den Begriff Entrepreneur
erreicht.


* EPA:

Die Abkürzung EPA steht für Ergebnis pro Aktie, also dem Anteil der Nettogewinne eines Unternehmens
(Jahresüberschuss), heruntergerechnet auf eine Aktie. Auch hier in Deutschland ist die angloamerikanische
Abkürzung (EPS = Earnings per Share) sehr geläufig. Doch findet die deutschsprachige Abkürzung EPA eine
immer größere Beliebtheit.

Die Berechnungsformel für den EPA lautet: EPA = Jahresüberschuss / Anzahl aller Aktien


* EPS:

Die Abkürzung EPS steht für Earnings per Share, also dem Anteil der Nettogewinne eines Unternehmens
(Jahresüberschuss), heruntergerechnet auf eine Aktie.

Die Berechnungsformel für das EPS lautet: EPS = Jahresüberschuss / Anzahl aller Aktien


* Equal-weight:

Der angloamerikanische Begriff Equal-weight wird in Bezug auf Wertpapiere (Aktien) von Analysten
verwendet. Er bedeutet, dass erwartet wird, dass sich die entsprechende Aktie gleich gut oder gleich
schlecht wie der allgemeine Börsenmarkt entwickelt.


* Equity Story:

Der angloamerikanische Begriff Equity Story bündelt die Darlegung und Darstellung der Unternehmensprodukte und
der Unternehmensvision zum Zweck der Einwerbung von Kapital bei potentiellen Investoren. Letztlich also eine
an Investoren gerichtete Unternehmenspräsentation.


* Erbengemeinschaft:

Fällt ein Erbe nicht einer Person (einer "Partei") zu, sondern mehreren Personen (Parteien), so hat man es automatisch
mit einer Erbengemeinschaft zu tun.


* Erbpacht:

Gelegentlich stehen Wohnungen oder Häuser auf einem so genannten Erbpachtgrundstück. Das heisst dann, dass
die Bausubstanz den Eigentümer wechseln kann, der Grund und Boden aber für lange Jahre in Erbpacht verbleibt.
Für das gepachtete Land, auf dem die Immobilie steht, müssen die Immobilieneigentümer dann, zusätzlich zu den
normalen Kosten, auch noch monatliche Pacht entrichten. Und sie partizipieren nicht an Preissteigerungen des
Grundstücks.


* Erbschaft:

Der Begriff Erbschaft ist ein anderes Wort für den Nachlass einer Person (Erblasser). Ein umgangssprachliches
Wort ist Erbe. Dies bedeutet aber streng genommen etwas anderes, nämlich den Empfänger der Erbschaft.
Eine Erbschaft umfasst den weltlichen Besitz des Erblassers und die daran testamentarisch geknüpften Bedingungen.


* Erneuerbare Energien:

Im Gegensatz zu fossilen Energien (zum Beispiel Kohle, Öl, Erdgas) nutzen erneuerbare Energien (wie auch
der Name schon ausdrückt) alle Energieformen, die sich ständig erneuern beziehungsweise für das
"geschlossene System Erde" nahezu unendlich vorhanden sind. Energien wie Wasserkraft, Windkraft,
Sonnenenergie und Erdwärme.


* Eröffnungsbilanz:

Ein Gewerbetreibender (Kaufmann), der sich für eine doppelte Buchführung (Bilanz, GUV usw.) entscheidet oder
aufgrund der gewählten Gesellschaftsform (GmbH, AG etc.) entscheiden muss, ist gehalten, eine Eröffnungsbilanz vorzulegen.
Diese umfasst das Vermögen, die Schulden und das Eigenkapital am Beginn der geschäftlichen Tätigkeit.
Die Eröffnungsbilanz ist zudem eine jährlich wiederkehrende Bilanz. Denn die Schlußbilanz eines Geschäftsjahres ist
auch gleichzeitig die Eröffnungsbilanz des neuen Geschäftsjahres.


* Erspartes:

Als Erspartes wird das Geld bezeichnet, dass eine Einzelperson oder eine Familie über einen längeren
Zeitraum anspart.


* Erwerbsarmut:

Im reichen Deutschland gibt es leider immer noch (und immer mehr) zahlreiche Menschen, die trotz einer
Vollzeitarbeit als arm gelten. Diesen Zustand nennt man Erwerbsarmut. Oder angloamerikanisch auch "working poor".


* Erwerbseinkommen:

Im Gegensatz zu Einkommen aus anderen Einkunftsarten (zum Beispiel Vermietung, Verpachtung, Kapitalvermögen) basiert
das Erwerbseinkommen auf dem "produzierenden Gewerbe". Im weitesten Sinne sind damit also Arbeitnehmer gemeint,
aber auch Selbständige, deren Einkommen von ihrer unternehmerischen Tätigkeit abhängt.


* Erwerbstätige:

Erwerbstätige Personen sind Personen, die als Arbeitnehmer oder als Selbständige einer geregelten Arbeit nachkommen.
Dafür erhalten diese Gruppen eine Entlohnung beziehungsweise (im Fall von Selbständigen) streben diese an.
Auch Mini-Jobber und Ein-Euro-Jobber sind als Erwerbstätige zu bezeichnen.


* Etat:

Aufgrund von erwarteter Einnahme- und Ausgabesituation wird ein Etat (auch Budget oder Haushaltsplan) für einen
Zeitraum definiert. Die Summe an Geldern, die für diesen Zeitraum ausgegeben werden darf, wird auch als Etat
bezeichnet.


* ETF:

ETF´s stellen Anlagemöglichkeiten für Investoren dar. Der Name steht für Exchange Traded Funds. Es
handelt sich bei ETF´s um börsengehandelte Indexfonds. Dabei können nicht nur Aktienindizes nachgebildet
werden, sondern auch beispielsweise Rohstoffe oder Anleihen.


* EuGH:

Die Abkürzung EuGH steht für den Europäischen Gerichtshof.


* EURIBOR:

Euribor steht für European Interbank Offered Rate, einem Geldmarktsatz innerhalb der europäischen
Union. Der EURIBOR gibt an, zu welchem Zinssatz Banken bereit sind, bei anderen Banken Gelder
kurzfristig anzulegen.


* Euro:

Seit Januar 2002, dem Tag der Bargeldeinführung des Euros, ist der Euro die Währung der Europäischen
Union.


* Euro Bonds:

Aus Anlass der Schuldenproblematik im Jahr 2011 wird über die Einführung so genannter Euro Bonds, also
gemeinsam aufgelegter Anleihen des Euroraumes (der Eurozone) nachgedacht.


* Euronext:

Die Euronext ist die erste länderübergreifende (Wertpapier-)Börse mit Sitz in Amsterdam (Niederlande). Sie
unterhält Börsen in nachfolgenden europäischen Städten, also Paris, Amsterdam, Lissabon und Brüssel.


* Euroschein(e):

Als Euroschein(e) bezeichnet man die Geldscheine des Euroraums.


* Eurotower:

Im so genannten Eurotower, einem Hochhaus in Frankfurt am Main, residiert die Europäische Zentralbank (EZB).


* Eurozone:

Wenn von der Eurozone die Rede ist (zum Beispiel von der EZB), so sind damit meist die Gebiete, Länder und
Staaten gemeint, in denen der Euro bereits eingeführt und gesetzliches Zahlungsmittel ist.


* e. V.:

Die Abkürzung e. V. steht für einen eingetragenen Verein.


* EV:

Die Abkürzung EV steht für Enterprise Value. Dieser berechnet sich aus dem aktuellem Börsenwert des Unternehmens
plus der Nettofinanzschulden.


* EVA:

EVA steht für Economic Value Added.


* eVB - Nummer:

Die eVB - Nummer steht für die elektronische Versicherungsbestätigung. Diese ist nötig im Zusammenhang
mit der Neuzulassung von Kraftfahrzeugen im Inland und wird dem Versicherten (bei einer KFZ-Versicherung)
vom Versicherungsunternehmen mitgeteilt.


* Ewige Rente:

Eine "Ewige Rente" ist eine feste Zahlung (zum Beispiel Zinsen) aus einer festen Kapitalgröße/Kapitalanlage.
Rein theoreitsch besteht diese feste Zahlung immer (ewig), weil sich an der Kapitalgröße/Kapitaleinlage
nichts verändert und auch an den gezahlten Erträgen (Zinsen) nicht. In Unternehmensbewertungsmodellen
wie zum Beipiel dem DCF-Modell arbeiten Analysten gerne mit dem Begriff der "Ewigen Rente". Dabei
wird ab einem in der Zukunft liegenden Zeitraum ein fester Ertrag prognostiziert, der dem Anleger
(Unternehmenseigner, Aktionär) jährlich aus dem Unternehmensanteil zufliesst. Da man für weit in der
Zukunft liegende Erträge keine verlässlichen Angaben oder Prognosen erstellen kann, arbeiten Analysten
gerne mit geschätzten Durchschnittswerten, also "Ewigen Renten".


* EWU:

Die Abkürzung EWU steht für die Europäische Währungs Union.


* EWWU:

Die Abkürzung EWWU steht für die Europäische Wirtschafts - und Währungs Union.


* Exportquote:

Die Exportquote lässt Rückschlüsse auf die Umsatzverteilung eines Unternehmens zu. Dazu werden die
ins Ausland gelieferten Produkte/Dienstleistungen, also jeglicher Umsatz, der mit dem Ausland getätigt
wurde, ins Verhältnis zum Gesamtumsatz gesetzt. Das Ergebnis, multipliziert mit 100 ergibt dann die
Exportquote des Unternehmens in Prozent.
Exportquote = (Umsatz (Ausland) / Umsatz (Gesamt)) * 100


* Exportweltmeister:

Lange Zeit galt Deutschland als Exportweltmeister, also die Nation, die am meisten Güter in andere Länder
exportiert. Doch nach jüngsten Berichten (Januar 2010) scheint China nun die Nase vorn zu haben.


* Exposé:

Ein Exposé wird im Zusammenhang mit Immobilien potentiellen Käufern/Interessenten zur Verfügung
gestellt. In dem Exposé findet der potentielle Käufer/Interessent eine kurze Berschreibung der
Umgebung der Immobilie, eine Preisangabe, einen Grundriss des Objekts, eventuell
Ausstattungsmerkmale und weitere Angaben.


* EZB:

EZB ist eine Abkürzung für die Europäische Zentral Bank, also die Notenbank der Europäischen Union mit
Sitz in Frankfurt am Main. Die EZB ist vorwiegend auf Preisstabilität fixiert, was sie ein wenig von der
amerikanischen Notenbank FED unterscheidet, die auch dem Wirtschaftswachstum verpflichtet ist.


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