Lexikonpunkt D

 


* D & O Versicherung:

Der Name steht für "Directors and Officers" Versicherung. Jeder Vorstand sollte eine D & O Versicherung
abschliessen, die ihn zum Einen gegenüber Ansprüchen der Aktiengesellschaft schützt, für die er arbeitet.
Zum Anderen schützt ihn die D & O Versicherung gegenüber Ansprüchen von Behörden, Lieferanten, Kunden
und Aktionären. Die D & O Versicherung ist deutlich mehr als eine Rechtschutzversicherung, da der Schutz
der Vorstände umfangreicher ist wie bei einer herkömmlichen Rechtschutzversicherung. So werden nicht nur
Prozesskosten bezahlt, sondern auch ein möglicher Schaden durch Fehlverhalten des Vorstands.
Bezahlt wird die D & O Versicherung in der Regel von der Aktiengesellschaft, für die der Vorstand tätig ist.


* Dachfond:

Während ein Fonds (zum Beispiel ein Aktienfonds) die ihm anvertrauten Gelder in der Regel in einzelne
Vermögenswerte direkt investiert (zum Beispiel in Aktien), ist ein Dachfond eine Art "Überfond". Ein
Fond also, der nicht direkt in Vermögenswerte investiert, sondern "nur" in Fonds, die diese Aufgabe
der Auswahl der einzelenen Vermögensklassen für den Dachfond übernehmen. Daher auch der Name.


* Dänische Kronen:

Die Währung Dänemarks lautet in Dänischen Kronen.


* DAI:

Das Kürzel "DAI" steht für das Deutsche Aktieninstitut e. V. Einem eingetragenen Verein mit Sitz in
Frankfurt am Main, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Unternehmensfinanzierungen über Aktien zu
fördern, die "Standortfaktoren für Finanzdienstleistungen zu optimieren" und "bei der Gestaltung eines
integrierten europäischen Finanzmarktes mitzuwirken" (teils Zitate aus der Satzung § 2 Zweck).


* Darlehen:

Grob geschrieben bedeutet das Wort Darlehen nichts anderes als das Wort Kredit. Es gibt zwar
feine Unterschiede, auf die hier aber nicht eingegangen wird.


* Dauerauftrag:

Ein Bankkunde hat die Möglichkeit, den Prozess einer regelmäßig notwendigen Überweisung zu
automatisieren. Dazu muss er seiner kontoführenden Bank einen Dauerauftrag erteilen. Dann
überweist die Bank zu bestimmten Terminen einen bestimmten Betrag an einen Empfänger.


* Dax:

Dax ist die Abkürzung für den Deutschen Aktienindex, dem führenden Börsenindex für Deutschland. Der Dax
beinhaltet nahezu die 30 größten und wichtigsten Unternehmen aus Deutschland. Der Aktienindex Dax wird
von der Deutschen Börse AG regelmäßig beobachtet und Veränderungen finden hin und wieder statt. Das
heisst, dass Unternehmen mit schlechter Geschäftsentwicklung über einen längeren Zeitraum oftmals
anderen Unternehmen weichen müssen, die sich operativ gesehen gut/besser entwickelt haben. So wird hin und
wieder das eine Unternehmen gegen das andere ausgetauscht. Derzeit (2008) gehören dem Dax Unternehmen
an wie die Deutsche Bank, BMW, Continental oder die Deutsche Lufthansa, um nur einige zu nennen.


* Daytrader:

Ein Daytrader ist ein aktiver "Händler" der während eines Tages Wertpapiere kauft und verkauft. Daytrading
betreiben Personen, die auf sehr kurze Sicht mit Hilfe des aktiven Handelns versuchen, Gewinne zu
erwirtschaften.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Daytrader? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Anlagestrategien".


* Debitoren:

In der Buchhaltung bezeichnet man Kunden eines Unternehmens, seien es nun Endverbraucher oder
andere Unternehmen, als Debitoren. Also all diejenigen, von denen das Unternehmen noch Geld
erhält. Allgemein eben Schuldner. Das Gegenteil sind Kreditoren.


* Debitorenumschlag:

Der Debitorenumschlag errechnet sich nach folgender Formel:

Debitorenumschlag = Umsatz / durchschnittlicher Forderungsbestand

Die einheitslose Kennzahl signalisiert, um welchen Faktor der Umsatz größer ist als der durchschnittliche
Forderungsbestand. Grundsätzlich gilt, dass die Bilanz und das Unternehmen allein aus dem Blickwinkel
des Debitorenumschlag besser aufgestellt ist, je höher der Debitorenumschlag beziehungsweise je höher
die Kennzahl des Debitorenumschlags ist.
Übrigens: Der durchschnittliche Forderungsbestand ist der Mittelwert zwischen zwei Forderungsbeständen
in der Bilanz auf Basis der betrachteten Zeitperiode.


* Deflation:

Unter einer Deflation wird der Rückgang der durchschittlichen Preise in einem Wirtschaftsraum verstanden.
Waren/Immobilien/Rohstoffe verbilligen sich folglich mit zunehmender Zeit.


* Delisting:

Ein Delisting einer Aktie ist die Beendigung der Notierung der Aktie an einer Börse. Durch ein Delisting
alleine ändert sich zunächst an der Eigentümerstruktur wenig. Aber ein Verkauf oder Ankauf von Aktien
wird durch ein Delisting (insbesondere für den Kleinanleger) erheblich erschwert. Delistings können
aus unterschiedlichen Gründen statt finden. Ein Grund kann die überall ausufernde Bürokratie sein,
die ein Verbleiben an der Börse, gerade für kleinere Unternehmen, erheblich teurer und damit unattraktiver
macht.


* Denar(ius):

Der Denar (Denarius) war eine antike Silbermünze im alten Rom.


* Dependance:

Eine Dependance eines Unternehmens meint eine vom Hauptsizt (Zentrale) getrennte räumliche
Niederlasssung/Zweigstelle, entweder in einer anderen Stadt, einer anderen Region oder in einem
anderen Land, bezogen auf den Hauptsitz.


* Depot:

Jeder Anleger, der Wertpapiere (wie zum Beispiel Aktien) bei einer Bank/Sparkasse kauft, benötigt eine
"Sammelstelle", in der diese Wertpapiere verwart werden. Diese "Sammelstelle" für Wertpapiere wird
Depot beziehungsweise Wertpapierdepot genannt. Jedes Depot trägt eine (Depot-)Nummer, die eine
Identifizierung ermöglicht.


* Depotbank:

Die Bank oder der Broker, bei der Sie als Kunde Ihr Depot führen und führen können, wird Depotbank
genannt.


* Depoteröffnung:

Wer Aktien oder Anleihen (oder allgemeiner Wertpapiere) bei einer Bank kaufen möchte, kommt um
ein Wertpapierdepot, und damit um eine Depoteröffnung, nicht umhin. Worauf Sie dabei achten sollten,
lesen Sie hier.


* Depotgebühren:

Die Einrichtung beziehungsweise die Aufrechterhaltung eines Depots bei einer Bank/Sparkasse ist
oftmals mit Kosten/Gebühren verbunden. Diese richten sich in der Regel nach Anzahl der Posten in
einem Depot, nach dem Depotvolumen und nach der Art der Wertpapiere, die das Depot enthält. Viele
Vollbanken erheben Depotgebühren, die manchmal jährlich, manchmal vierteljährlich anfallen. Nur
bei einigen Direktbanken/Onlinebanken ist ein Depot manchmal kostenlos, da die Kunden bei
Direktbanken in der Regel mehr mit Wertpapieren handeln, also mehr Umsatz generieren, von dem
dann auch die Depotgebühren "bezahlt" beziehungsweise von der Bank übernommen werden.


* Depotleiche(n):

Eine Aktie beziehungsweise ein Wertpapier, welches die in das Wertpapier gesteckten Erwartungen der
Anleger komplett nicht erfüllt, kann unter Umständen einen Großteil seines Wertes einbüssen. Bis hin
zum Totalverlust. Diese fast wertlos gewordenen Aktien (Wertpapiere) verbleiben insbesondere beim
Privatanleger im Depot, der die Hoffnung hegt, dass der ursprüngliche Wert irgendwann wieder erreicht
wird, was seltenst geschieht. Diese Wertpapiere werden auch als Depotleichen bezeichnet.


* Depotstimmrecht:

Als deutscher Aktionär von deutschen Aktiengesellschaften haban Sie diese Aktien in der Regel über eine
deutsche Bank erworben und verwahren diese Aktien in einem Depot einer inländischen Bank. Einmal
im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt, bei der Sie persönlich erscheinen und
Ihr Stimmrecht wahrnehmen können. Geschieht dies nicht, können Sie Ihr Stimmrecht auf die depotverwahrende
Bank übertragen, die dieses dann in der Hauptversammlung für Sie wahrnimmt. Die Bank erhält dann
durch schriftliche Weisung von Ihnen ein Depotstimmrecht, woraus sich der Name erklärt. Natürlich haben
Sie als Aktionär auch die Möglichkeit, der Bank schriftlich mitzuteilen, wie Sie speziell zu den vorgelegten
Tagesordnungspunkten abstimmen möchten. Die Bank muss sich dann an Ihre Weisung halten.
Alternativ dazu können Sie Ihr Stimmrecht auch auf Dritte übertragen (zum Beispiel Schutzgemeinschaften
der Aktionäre).


* Depotübertrag:

Ein Depotübertrag bedeutet, dass die gesamten Wertpapiere oder nur Teile davon (Kundenwunsch)
auf ein anderes Depot übertragen werden. Dieses Depot kann ein Unterdepot der gleichen Person
bei der gleichen Bank sein. Es kann sich aber auch um einen Depotübertrag von Person X zu Person Y
handeln. Oder aber das Depot einer Bank X wird in das Depot einer Bank Y übertragen.


* Depotverpfändung:

Meist im Zusammenhang mit einem Wertpapierkredit kann ein Depot als Sicherheit für die Bank gestellt
(verpfändet) werden.


* Depotvolumen:

Bei dem Depotvolumen handelt es sich um die Summe aller im Depot vorhandenen Vermögenswerte
(Wertpapiere). Diese werden inzwischen tagesaktuell von Banken berechnet, sofern es sich um
Wertpapiere handelt, die an einer Börse gehandelt werden und für die ein aktueller Kurs vorhanden ist.


* Derivate:

In der Finanzwelt sind Derivate oder derivative Finanzinstrumente eine Art Dachbegriff für zahlreiche
Möglichkeiten, an Veränderungen eines Basispreis zu profitieren, sowohl wenn der Basispreis steigt,
als auch, wenn der Basispreis fällt. Die "Basis", auf die diese Derivate laufen, kann unterschiedlichster
Art sein. Aktien, Anleihen, Währungen, Indizes oder vielleicht auch der Sieg/Niederlage eines
Fußballvereins (Spielergebnis).


* Designated Sponsor:

Große, börsennotierte Unternehmen benötigen keinen Designated Sponsor, also keinen Betreuer,
der die Aufgabe übernimmt, "faire" und verbindliche Aktienkurse zu stellen, da die hohe Liquidität
in diesem Titeln ohnehin zu fairen Aktienkursen führt. Anders sieht die Situation aus, wenn es sich
um kleine Nebenwerte handelt, die eventuell an verschiedenen Tagen gar keinen Börsenumsatz
aufweisen können. Hier sorgen Designated Sponsord sehr oft für verbindliche und "faire"
Geld- und Briefkurse, um den Handel der Anleger mit diesen Aktien zu maximieren.


* Deutsche Mark:

Die Deutsche Mark war bis Ende 2001/Anfang 2002 gesetzliches Zahlungsmittel in der Bundesrepublik
Deutschland und später auch in den neuen Bundesländern (ehemalige DDR). Die Deutsche Mark (DM)
wurde durch die Einheitswährung der Europäischen Union, also den Euro (€) abgelöst. Da viele meines
Wissens auch noch 7 Jahre nach Einführung des Euros gedanklich in DM umrechnen, hier noch der
Umrechnungskurs: Um aus Euro in Deutsche Mark Dimensionen zu gelangen, muss der Euro Betrag mit
dem Faktor 1,95583 multipliziert werden.


* DG:

In der Immobilienbranche steht die Abkürzung DG für Dachgeschoss.


* DGAP:

Die Abkürzung DGAP steht für die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH.


* DHH:

In der Immobilienbranche steht die Abkürzung DHH für Doppelhaushälfte.


* Diäten:

Als Diäten werden in Deutschland die fixen "Vergütungen" der Abgeordneten des Deutschen Bundestages
bezeichnet.


* Diamant:

Ein Diamant wird als Anlageobjekt und als Schmuckstück sehr geschätzt. Dafür gibt es einige Gründe. Ein
Diamant ist ausserordentlich hart, selten und wunderschön. Geschliffene Diamanten werden als Brillianten
bezeichnet. Chemisch beziehungsweise physikalisch gesehen ist der Diamant eine von zwei kristallinen
Modifikationen der Kohlenstoffs. Die zweite kristalline Modifikation des Kohlenstoffs ist der Graphit.
Nur die Verknüpfung der Kohlenstoffatome untereinander ist es, die den UNterschied zwischen Graphit und
Diamant ausmacht.


* Dienstherr

Der Begriff Dienstherr entsteht immer dann, wenn es zur Beschäftigung von Beamten kommt. Dienstherren
sind also diejenigen Personen oder Einrichtungen, die das Recht haben, Beamte einzustellen und zu beschäftigen
(als Beamte zu beschäftigen).


* DIHT:

Die Abkürzung DIHK steht für Deutscher Industrie- und Handelskammertag. Der DIHT bildet die
Dachorganisation der regional aufgestellten IHK´s (Industrie- und Handelskammern). Jeder Unternehmer
und jeder Selbständige ist mit der Gewerbeanmeldung automatisch Mitglied in einer IHK. Der DIHT
vertritt dabei die Interessen aller Gewerbetreibenden in Deutschland gegenüber der Regierung.


* DIN:

DIN ist die Abkürzung für Deutsche Industrie Norm.


* Directors´ Dealings:

Unter dem Begriff Directors´ Dealings verstehd der Börsianer in der Regel Wertpapiertransaktionen
der Unternehmenslenker (Vorstandsmitglied) bzw. Unternehmenskontrollpersonen (Aufsichtsratsmitglied).
Konkret geht es also um den Kauf und/oder Verkauf von Aktien an dem Unternehmen, für das ein
Vorstandsvertrag oder ein Aufsichtsratsmandat vorliegt. Diese "Insiderkäufe" oder "Insiderverkäufe" können
dem potentiellen Anleger eventuell einen zusätzlichen Hinweis geben, wie die Führungspersonen die
weitere Kursentwicklung der Aktie sehen könnten. Zwar haben Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte in
der Regel einen tieferen Einblick in "ihr" Unternehmen, unfehlbar sind sie deshalb aber nicht.
Auch dieser Personenkreis kann falsch liegen, wenn es um die weitere Einschätzung der Branche, der Zukunft
des Unternehmens oder gar um die zukünftige Wirtschaftsentwicklung geht.


* Direktbank:

Eine Direktbank ist eine Bank mit nur wenigen Filialen oder mit nur einer Zentrale. Im Gegensatz zu den
Filialbanken werben Direktbanken mit günstigeren Konditionen. Bevorzugt wird eine Direktbank von
ihren Kunden über das Internet oder das Telefon erreicht.


* Direktor:

Während ein Vorstand, ein Geschäftsführer oder ein Manager zu den Führungspersonen in privaten
Unternehmen gezählt wird, ist ein Direktor, zumindest im deutschen Sprachgebrauch, eine Führungsperson
in einer Behörde, einer Schule, einem Krankenhaus oder einem Museum etc.. Also ein verbeamteter Leiter.


* Disinflation:

Unter Disinflation versteht man die Verringerung der Inflation. Genauer gesagt geht es um den Rückgang der
durchschnittlichen Teuerungsgeschwindigkeit, nicht jedoch um den Rückgang der Teuerungsrate.


* Dispokredit:

Der Dispokredit ist eine besondere Art von Kredit. Er ist zumeist an das Girokonto gekoppelt und erlaubt
dem Kunden einer Bank, mehr Geld abzuheben als auf dem Girokonto vorhanden ist. Mit einem
Dispokredit erhält der Kunde einer Bank unbürokratisch Geld bis zu einer vorher festgelegten
Höhe. Diese Einfachheit (für den Kunden und die Bank) in der Kreditvergabe lässt sich die Bank
gut bezahlen. Die Kreditzinsen liegen meist deutlich über den Kreditzinsen anderer Kreditformen.


* Diversifikation:

Die Streuung der Geldanlage auf mehrere Assetklassen und verschiedene Anlageobjekte innerhalb von
Assetklassen (Vermögensklassen) zur Minimierung des Risikos wird als Diversifikation bezeichnet.


* Dividende:

Die Dividende lässt sich bei Aktiengesellschaften auch als anteilige Gewinnbeteiligung für ein abgelaufenes
Geschäftsjahr bezeichnen. Im Idealfall wird der Hauptversammlung ein Vorschlag zur Dividendenausschüttung
vorgelegt. Dieser kann dann durch die Hauptversammlung angenommen oder abgelehnt werden. Die
Dividende sollte idealerweise den erwirtschafteten Gewinn nicht übersteigen. Ansonsten verliert das Unternehmen
bei Ausschüttung einer über den Jahresgewinn (nach Anteilen Dritter) hinaus gehenden Dividende Substanz.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Dividende? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Dividende".


* Dividendenaristokraten:

Adel verpflichtet! In diesem speziellen Fall der so genannten Dividendenaristokraten zu regelmäßigen
und ununterbrochenen Dividendenausschüttungen.


* Dividendenausfall:

Wenn die Dividende einer Aktiengesellschaft auf Null zusammen gestrichen wird, spricht der Anleger von einem
Dividendenausfall.


* Dividendenausschüttung:

Die Dividendenausschüttung bezeichnet den Vorgang einer Aktiengesellschaft, die ihre Gewinne an die Aktionäre
weiter reicht (ausschüttet). Es kann aber auch im Fall von Verlusten eine Dividende ausgeschüttet, also den
Aktionären "gegeben" werden.


* Dividendenbonus:

Viele Aktiengesellschaft setzen in ihrer Dividendenpolitik auf Kontinuität. Sie sind also bestrebt, Dividenden
konstant zu halten beziehungsweise idealerweise stetig ansteigen zu lassen. Sehr große und nicht nachhaltige
Gewinnanstiege (zum Beispiel durch Gewinne aus Unternehmensverkäufen oder durch zyklische, einmalige
und große Ergebnisanstiege in einem Geschäftsjahr) werden dabei oft in Form eines Dividendenbonus an die
Aktionäre weiter gegeben, also ein Zuschlag zur regulären Dividende. Würde auf einen Dividendenbonus verzichtet,
so würde die reguläre Dividende stark schwanken. Besser ist es da schon, bei der regulären Dividende auf
Kontinuität zu setzen, und den aussergewöhnlichen Anstieg der Dividende als Zusatzdividende (Dividendenbonus)
zu deklarieren. So kann im nächsten Jahr, bei möglicherweise wieder "normaler" Gewinnsituation, die reguläre Dividende
konstant gehalten werden oder sogar gesteigert werden.


* Dividendenerhöhung:

Eine Dividendenerhöhung beschreibt die Anhebung einer an die Aktionäre ausgeschütteten Dividende
im Vergleich zum Vorjahr.


* Dividendengutschrift:

Wird eine Dividende von einer Aktiengesellschaft ausgeschüttet und wird diese Dividende auf das Konto
des Aktionärs eingebucht, so wird dieser Vorgang auch Dividendengutschrift genannt.


* Dividendenjäger:

Der Begriff Dividendenjäger ist meiner Meinung nach zwar nicht ganz klar umrissen. Ich denke aber, dass es
sich bei Dividendenjägern um Personen beziehungsweise Anleger handelt, die ihr Augenmerk speziell auf eine
hohe Dividende richten. Oftmals wird kurz vor einem HV-Termin gekauft, um die Dividende einzustreichen.
Die Dividendenjagd ist meiner Ansicht nach zwiespältig zu betrachten. Zwar erhält der Anleger am Tag nach der
Hauptversammlung einer deutschen Aktiengesellschaft eine Dividende ausgezahlt. Jedoch geht der Aktienkurs
in der Regel auch um den Betrag der ausgeschütteten Dividende zurück. Die Dividende muss auf Anlegerseite noch versteuert
werden, weshalb dann oft unter dem Bruchstrich insgesamt weniger bleibt als ohne eine Dividendenzahlung.
Auf der anderen Seite sind Aktien (Unternehmen), die gemessen am Aktienkurs eine überdurchschnittlich gute
Dividende ausschütten eventuell auch unterbewertet, zumindest dann, wenn die Dividende operativ verdient wurde.


* Dividendenkürzung:

Eine Dividendenkürzung beschreibt die Absenkung einer an die Aktionäre ausgeschütteten Dividende
im Vergleich zum Vorjahr.


* Dividendenperle:

Dividendenperlen sind Aktien mit einer überdurchschnittlichen Gewinnausschüttung (Dividende). Und zwar
geht es hierbei um die Dividendenrendite, die aufgrund von aktuellem Aktienkurs und Dividende pro Aktie
eine überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweist.


* Dividendenrendite:

Die Dividendenrendite ergibt sich, in dem die Dividende pro Aktie durch den Kurs der Aktie dividiert, und
mit 100 multipliziert wird. Des öfteren wird die Dividendenrendite mit dem Kapitalmarktzins verglichen.
Dieser Vergleich ist nicht immer ganz unkompliziert, denn es ist unsicher, ob die Dividende auch im
nächsten Geschäftsjahr gesteigert werden kann oder zumindest stabil bleibt. Auch ist ohne genauere
Analyse nicht erkennbar, welcher Anteil des Jahresüberschuß für die Dividende verwendet wird. In einigen
Fällen kann es sogar sein, dass eine Dividende aus der "Unternehmenssubstanz" ausgeschüttet wird,
obwohl ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet wurde.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Dividendenrendite? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Dividende".


* Dividendensaison:

Die meisten deutschen Unternehmen halten ihre jährlich statt findende Hauptversammlung in den
Frühjahrs- und Sommermonaten ab. Einen Arbeitstag nach einer Hauptversammlung erfolgt die
Dividendenausschüttung. Weil die überwiegende Zahl der deutschen Unternehmen ihre Dividende
im Frühjahr und Sommer ausschütten, deshalb spricht der Börsianer auch von einer
"Dividendensaison".


* Dividendenstreichung:

Eine Dividendenstreichung beschreibt den kompletten Ausfall einer an die Aktionäre ausgeschütteten Dividende
im Vergleich zum Vorjahr. Würde auch in den Folgejahren keine Dividende mehr gezahlt, so ist dies
dann nicht mehr mit dem Begriff Dividendenstreichung zu benennen. Dann wird schlicht keine Dividende
mehr gezahlt.


* Dividendentitel:

Aktien werden im Allgemeinen auch als Dividendentitel bezeichnet.


* Dividendenverzicht:

Bei einem Dividendenverzicht wird für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende mehr an die Aktionäre
ausgeschüttet. Der Begriff Dividendenverzicht führt damit zum formal gleichen Ergebnis wie die Dividendenstreichung.
Der Unterschied zwischen beiden Begriffen liegt meiner Kenntnis nach aber darin, dass eine Dividendenstreichung
mit negativen Unternehmensergebnissen einher geht, während ein Dividendenverzicht dann vorgeschlagen
wird, wenn ein Unternehmen kerngesund ist, das Geld für die Dividende aber excellent einsetzen kann, um
profitabel weiter zu wachsen.


* Dividendenvorschlag:

Der Vorstand/Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft unterbreitet der Hauptversammlung einen Dividendenvorschlag,
über den diese dann abstimmen kann.


* DMI:

Die Abkürzung DMI steht für einen Begriff aus der Charttechnik (technischen Analyse), nämlich Directional Movement Index.
grob beschrieben geht es dabei um Kreuzungspunkte von 2 Linien. Kreuzt eine Linie die andere von unten nach oben ist
dies ein Kaufsignal. Kreuzt die gleiche Linie die andere Linie von oben nach unten, wird ein Verkaufssignal generiert.


* DNB:

Die Abkürzung DNB steht für "De Nederlansche Bank", also die Zentralbank der Niederlande.


* Doktorhut:

Nach bestandener Promotion ist ein Doktorhut das sichtbare Zeichen im Rahmen von Feierlichkeiten der
Universität für den frisch gebackenen Doktor.


* Doktorrand:

Ein Doktorrand ist ein Student, der bereits ein erfolgreich abgeschlossenes Studium vorweisen kann und die
nächste Ausbildungsstufe erreichen möchte, nämlich die Erlangung der Promotion (Erlangung des Doktortitels).


* Dollar:

Verschiedene Länder haben als Währung den Dollar. So zum Beispiel die USA, Kanada, Neuseeland oder Australien.
Dies ist natürlich nicht als einheitlicher Währungsraum zu verstehen. Der US-Dollar hat besipielsweise einen anderen
Wert als zum Beispiel der Austral Dollar etc. Nur die Bezeichnung Dollar ist allen gemeinsam. Die Dollarwährungen selbst
sind unterschiedlich in Wert und Aussehen.


* Doppelbesteuerung:

Der Begriff Doppelbesteuerung kennt mehrere Auslegungen. Zum Einen können Erträge, die in fremden Ländern
anfallen, dort besteuert werden UND im Heimatland Deutschland. Zum Anderen gibt es diese Thematik aber auch oft
im Zusammenhang mit der Geldanlage. Dort wird angeführt, dass durch Steuern auf Arbeit verdientes Geld bereits
schon einmal besteuert wurde und eine zweite Besteuerung statt findet, wenn man mit diesem Geld Erträge (zum Beispiel
Zinsen) erwirtschaftet.


* Doppelverdiener:

Als Doppelverdiener werden Paare bezeichnet, in denen beide Partner arbeiten und über ihre Arbeit Geld verdienen.


* Dotcom Blase:

Anleger, die schon länger mit der Börse zu tun haben, wird die so genannte Dotcom Blase sicherlich noch ein Begriff
sein. Im Jahr 2000 gab es eine verheerende Überbewertung der Börse für Unternehmen, die in irgendeiner Form
etwas mit dem Internet zu tun gehabt haben. Es folgte ein verheerender Absturz der Aktienkurse mit vielen Unternehmen
aus diesem Sektor, die von der Börse verschwunden sind beziehungsweise in den Konkurs gegangen sind.


* Dow Jones:

Der Dow Jones (oder Dow Jones Index) ist das US-amerikanische Pendant zum deutschen DAX. Er beinhaltet
die 30 größten und/oder wichtigsten Unternehmen in den USA. Natürlich ist der Anspruch an Größe
beziehungsweise Bedeutung der im Index gelisteten Unternehmen nicht immer gegeben. Denn einige im
Index gelistete Unternehmen verlieren vielleicht durch schlechte Geschäftsentwicklungen an Bedeutung,
während andere Unternehmen (die nicht im Index gelistet sind) eventuell an Bedeutung deutlich gewinnen
und sich dann irgendwann auch für den Dow Jones "qualifizieren" können.


* Downstream:

Der Begriff Downstream stammt aus der Mineralölindustrie. Er meint den Transport und die Weiterverarbeitung
des aus dem Upstream Prozess (Ölförderung) erhaltenen Rohöls.


* DPMA:

Die Abkürzung DPMA steht für "Deutsches Patent- und Markenamt". Die nationale, zentrale Anlaufstelle im Zusammenhang
mit Patenten, Marken, Gebrauchsmustern und Geschmacksmustern.


* Drachme:

Die Drachme beziehungsweise die griechische Drachme ist bis zur Einführung des Euros im Jahr 2002 die
Währung Griechenlands gewesen. Und wer weiss, wie die aktuelle Krise (April 2010) um den griechischen Staat
weiter geht? Bei einem möglichen Austritt aus der Eurozone könnte die Drachme vielleicht auch zukünftig wieder
Griechenlands Währung sein/werden!?


* DSO:

DSO steht für Days Sales Outstanding. Auf Deutsch also der Debitorenlaufzeit. Die Kennzahl gibt an, nach
wie vielen Tagen im Durchschnitt die Debitoren (Kunden) ihre Forderungen begleichen. Je kürzer, umso
besser für das Unternehmen. Sie berechnet sich durch Division des durchschnittlichen Forderungsbestands
durch den Umsatz. Dieser Wert muss dann noch mit 365 multipliziert werden.


* DSW:

DSW steht für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. Einem eingetragenen Verein mit
Hauptsitz in Düsseldorf, der sich vor allem dem Anlegerschutz, dem Anlegerservice und der
Anlegerinformation verschrieben hat.


* Due Dilligence:

Due Dilligence nennt der Börsianer/Betriebswirt einen Vorgang intensiver Prüfung von Unternehmen und
deren Bilanzen. Dies kann zum Beispiel bei geplanten Unternehmensübernahmen der Fall sein, um sich
einen genauen Überblick über die Vermögenswerte, aber auch eventuelle Risiken zu machen.


* Dukat:

Der Dukat ist eine Goldmünze und war darüber hinaus lange Zeit eine gültige Währung im europäischen
Raum.


* Dumping:

Dumping steht für ein eher unfaires Geschäftsgebahren, in dem Preise von Unternehmen so berechnet
werden, dass alleine die Herstellungskosten durch den Dumpingpreis nicht gedeckt werden können.
Auf deutsch: Jedes Produkt und jede Dienstleistung, die verkauft wird, vergrößert den Unternehmensverlust.
Eigentlich ein sinnloser und gefährlicher Zustand für jedes Unternehmen. Es sei denn, dem
Wettbewerbsunternehmen geht es finanziell noch schlechter und es kann durch die Aufrechterhaltung
von Dumpingpreisen aus dem Markt gedrängt werden (insolvent gehen). Letztlich steckt diese Absicht
und die Aussicht auf bessere Preise nach Ausscheiden von Konkurrenten hinter jeder Dumpingaktion.


* DVFA/SG:

DVFA/SG steht für die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e. V./ Schmalenbach-
Gesellschaft.


* Dynamisches KGV:

Das dynamische KGV ist mit dem "PEG Ratio" (siehe dort) identisch.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema PEG Ratio? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "PEG".


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