Lexikonpunkt A

 


* Abgeltungssteuer:

Die Abgeltungssteuer wird im Jahre 2009 eingeführt und stellt einen pauschalen Steuerabzug in Höhe von
25 % auf alle Kapitalerträge inklusive eventueller Kursgewinne dar. Zusammen mit dem Solidaritätszuschlag
und eventuell anfallender Kirchensteuer liegt der pauschale Abschlag bei 28 %. Weitere Informationen
gibt es bei Ihrem Steuerberater und/oder Ihrer Bank.


* Abrechung:

Eine Abrechnung stellt eine vollumfängliche Auflistung von erbrachten Leistungen eines Unternehmens
gegenüber einer Person oder einem anderen Unternehmen dar. Mit der Abrechnung wird gleich auch
die Rechnung für vorgenannte Leistungen erstellt/gestellt mit einer Zahlungsverpflichtung (einem
Zahlungsziel) innerhalb einer vereinbarten Zeit.


* Abwrackprämie:

Die Abwrackprämie (auch Umweltprämie genannt) ist eine Maßnahme der deutschen Regierung in der
Finanzkrise/Wirtschaftskrise 2009. Sie zielt darauf ab, Besitzern von alten Autos den Neukauf eines Autos
zu erleichtern. Mit ein Grund neben dem Umweltgedanken dürfte vermutlich auch der Wunsch der
Regierung sein, die am Boden liegende Automobilindustrie und die Automobilzulieferindustrie zu stützen.
Beide Branchen sind gerade für Deutschlands Wirtschaft von erheblicher Bedeutung.


* ADB:

Die Abkürzung ADB steht für die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank).


* Adressenausfallrisiko:

Aus Sicht einer Bank trägt jeder Kunde (also jede einzelne "Adresse") ein bestimmtes Adressenausfallrisiko.
Also das Risiko, dass der Kunde der Bank seinen Kredit nicht oder nicht vollständig zurück zahlen kann.


* AEX:

Der AEX ist der meistbeachtete Aktienindex der Niederlande. Die Abkürzung AEX steht dabei für den
Amsterdam Exchange Index. Der AEX ist vergleichbar mit dem deutschen DAX und beinhaltet die 25
größten/bedeutensten börsennotierten Unternehmen/Aktien der Niederlande.


* AfA:

AfA bedeutet übersetzt Absetzung für Abnutzung. Umgangssprachlich handelt es sich also um
Abschreibungen von Anlagevermögen gegenüber der Steuer. Dabei gibt es zwei Abschreibungsmöglichkeiten.
Nämlich die lineare (gleichmäßige Abschreibung) und die degressive (abfallende) Abschreibung.
Letztere ist zu Beginn der Abschreibung (im ersten Jahr) absolut gesehen am größten und verringert sich in
den Folgejahren kontinuierlich. Der prozentuale Abschreibungssatz ist bei der degressiven Abschreibung
gleich hoch. Um buchhalterich zu einer Vollabschreibung bei der degressiven Abschreibung zu gelangen,
ist ein Wechsel zur linearen Abschreibung im oder in den letzten Jahren der Nutzung eines Wirtschaftsguts
nötig.


* AGB:

AGB ist eine Abkürzung und bedeutet Allgemeine Geschäfts Bedingungen.


* Agflation:

Agflation ist ein Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus dem englischen Wort für Landwirtwschaft (Agriculture)
und dem Begriff Inflation. Es meint die zunehmende und über Dekaden zu erwartende deutliche Inflation (Verteuerung)
landwirtschafticher Güter.


* Agio:

Agio bedeutet Aufgeld.


* Agrarrohstoffe:

Agrarrohstoffe sind "Rohstoffe", die aus landwirtschaftlichen Prozessen heraus erzeugt werden. Rohstoffe wie
zum Beispiel Mais, Soja, Reis, Weizen, Gerste, Hafer, Zuckerrübe und Kartoffeln, um nur einige zu nennen.
Holzprodukte, Obst und Gemüse gehören übrigens nicht zu den Agrarrohstoffen.


* AIM:

Der Begriff AIM steht für den Alternative Investment Market, einem britischen Börsenmarkt, an dem vorwiegend
kleinere und/oder junge Unternehmen gelistet sind. Die Regeln sind weit weniger streng wie beispielsweise
in anderen Marktsegmenten der Londonder Börse (LSE). Auch die Kosten eines Börsengangs sind
vergleichsweise gering.


* Akademiker:

Als Akademiker werden Personen bezeichnet, die an einer Hochschule/Fachhochschule einen Studiengang (Diplom,
Diplom FH, Master, Magister, Bachelor etc.) erfolgreich abgeschlossen haben. Bedingung für den Zugang zu einer
Universität (Fachhochschule, Hochschule etc.) ist ein erfolgreich abgeschlossenes Abitur. Zumindest ist dies die
notwendige Bedingung. Hinreichende Bedingungen sind in einigen Studienfächern (Numerus Clausus Studiengängen)
auch noch bestimmte Noten des Abiturs.


* Akkordarbeit:

Die Akkordarbeit ist ein Lohnmodell, welches sich nicht (ausschliesslich) nach der Anwesenheit am Arbeitsplatz
orientiert, sondern vor allem an erbrachter und nachprüfbarer Leistung. Je schneller Leistungsziele erbracht werden,
umso größer ist der Lohn.


* Akquisition:

Im Zusammenhang mit der Börse und mit Unternehmen/Aktien ist eine Akquisition ein anderes Wort für die
Übernahme eines Unternehmens oder eines Unternehmensteils.


* Aktie:

Eine Aktie verbrieft dem Besitzer der Aktie in der Regel einen bestimmten Anteil an einem Unternehmen, für
welches Aktien ausgegeben wurden. Die genauen Rechte und prozentualen Besitzanteile an einer
Aktiengesellschaft sind abhängig von der genauen Rechtsform der Aktie und der genauen Stückelung.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Aktien? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Aktien".


* Aktiengattungen:

In Deutschland gibt es verschiedene Typen von Aktien, auch Aktiengattungen genannt. So zum Beispiel die
Aktiengattung der Vorzugsaktien oder der Stammaktien, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Noch etwas mehr zum Thema Aktiengattungen erfahren Sie im Menupunkt Fundamentales..."Aktien"


* Aktienkurs:

Der Aktienkurs eines Unternehmens ist der Preis einer Aktie (des Unternehmens) an einer Börse oder einem Handelsplatz.


* Aktienoptionspläne:

Aktienoptionspläne gehören inzwischen zum Vergütungssystem von Vorständen einer AG und der Mitarbeiter.
Die Aktienoptionspläne (auch "stock options" genannt) berechtigen Vorstand oder Mitarbeiter zum Bezug
der Aktie des Unternehmens, für die Vorstand und Mitarbeiter tätig sind, zu einem festgelegten Preis.
Die Einlösung der Aktienoptionen ist in der Regel erst nach einer bestimmten Zeit möglich. Oder der
Bezugspreis der Aktie wird deutlich über dem aktuellen Börsenkurs angesiedelt. Ziel der Aktienoptionspläne
ist die Bindung von Vorstand und Mitarbeitern an das Unternehmen. Idealerweise soll so die Fluktuation von
Arbeitskräften in der AG minimiert werden.


* Aktienpaket:

Ein Aktienpaket stellt eine größere Anzahl an Aktien (auch größere prozentuale Beteiligung am Unternehmen)
von einem Unternehmen (einer Aktiengesellschaft) dar, die einer Person oder einem Investor zuzuordnen ist.
Investoren, die große Aktienpakete an einer Aktiengesellschaft halten, werden besonders bei potentiellen
Übernahmen der Aktiengesellschaft interessant.


* Aktienplazierung:

Eine Aktienplatzierung einer Aktiengesellschaft ist letztlich ein Verkaufsprozess. Es müssen Interessenten (Geldgeber)
gefunden werden, die bereit sind, diese Aktien zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Natürlich gibt es für solche
Aktienplatzierungen, die im Übrigen nicht nur von börsennotierten Unternehmen betrieben werden dürfen, auch spezielle
Adressen, die diesen Vorgang der Aktienplatzierung als eine Dienstleistung anbieten.


* Aktienspitze(n):

Aktienspitzen können im Zusammenhang mit Kapitalmassnahmen einer Aktie entstehen. Zum Beispiel
durch eine Kapitalherabsetzung. Eine Aktienspitze begründet dabei ein Teilrecht auf eine Aktie. Ein Teil einer
Aktie ist aber nicht handelbar. Daher wird eine Aktienspitze in der Praxis entweder verkauft oder auf eine ganze
Aktie durch Zukauf aufgestockt.


* Aktiensplit:

Bei einem Aktiensplit wird der Kurswert einer Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt schlagartig reduziert.
Vorher wird festgelegt, in welchem Verhältnis eine Aktie gesplittet wird.
Beispiel: Wird ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 4 beschlossen, so reduziert sich der Wert der Aktie
auf ein Viertel des ursprünglichen Wertes. Gleichzeitig erhöht sich aber die Antahl der vorhandenen Aktien.
In diesem Beispiel um den Faktor 4. Am Gesamtwert des Unternehmens (Marktkapitalisierung) ändert sich
durch einen Aktiensplit nichts. Allerdings kann eine Aktie durch einen Aktiensplit optisch billiger werden und
dadurch tendenziell interessanter für Kleinanleger.

Mehr zum Thema Aktiensplit beziehungsweise den Überlegungen dahinter finden Sie unter dem
Menupunkt "Marktkapitalisierung".


* Aktionär:

Ein Aktionär hält einen Kapitalanteil an einer Aktiengesellschaft. Er hält also mindestens eine Aktie an einer
Aktiengesellschaft.


* Aktuar:

Ein Aktuar ist eine Person, die finanzwirtschaftliche Themenfelder mit Mitteln der Wahrscheinlichkeitsrechnung
beleuchtet. Aktuare können zum Beispiel bei Versicherungen eingesetzt werden, um Risikoeinschätzungen
abzugeben. Meist liegt einem Aktuar ein mathematischer Ausbildungshintergrund zu Grunde.


* AKW:

AKW ist die Abkürzung für Atomkraftwerk. Nach der Katastrophe in Japan in 2011 bleibt zu hoffen, dass sich
der Begriff bald nur noch in Geschichtsbüchern wieder findet.


* Alan Greenspan:

Alan Greenspan war von 1987 bis 2006 Notenbankchef der FED, also der amerikanischen Zentralbank. Mit einigem
Geschick und Einfühlungsvermögen steuerte er die USA durch manche wirtschaftliche Krise und verstand es
meisterlich, durch seine Aussagen keine unnötige Unruhe in der Finanzwelt zu erzeugen. Immer dann, wenn
ein Zuhörer von Greenspan ernsthaft der Ansicht war, er hätte ihn verstanden, begann der "Meister" mit sich zu hadern
und fragte sich, an welcher Stelle der Argumentationskette ihm ein so "gravierender" Fehler unterlaufen ist, dass
es so aussieht, als wären seine Aussagen eindeutig!?


* ALG:

ALG ist eine Abkürzung und steht für Arbeitslosengeld. Arbeitslosengeld (1 + 2) ist eine Leistung der
Sozialversicherungssysteme in Deutschland.


* Alimente:

Alimente sind gesetzlich verankerte Unterhaltsverpflichtungen. In der Regel Unterhaltsverpflichtungen
gegenüber einem Ehepartner oder einem Kind.


* Alleinerbe:

Fällt ein Vermächtnis aus einem Nachlass allein einer Person zu und nicht mehreren Personen, so
spricht man von einem Alleinerbe. Das Gegenteil von einem Alleinerben wäre die Erbengemeinschaft.


* Alleinverdiener:

Alleinverdiener sind in einer Partnerschaft/Ehe die Partner, die sich ausschliesslich um das Geldverdienen
mittels einer Vollzeitarbeit kümmert. Der andere Partner bleibt zu Hause und kümmert sich entweder nur
um den Haushalt oder, falls vorhanden, noch um die Erziehung der Kinder.


* Allianz:

Erläutert werden soll hier nicht der gleichnamige deutsche Versicherungskonzern. Vielmehr geht es um
Allianzen von Wirtschaftsunternehmen, in denen der Begriff Allianz letztlich für ein Bündnis steht. Ein
Bündnis, dass die dieses Bündnis schliessenden "Parteien" gegenüber der Konkurrenz bevorteilen soll.


* Almosen:

Als Almosen wird die bedingungslose finanzielle oder materielle Zuwendung bezeichnet, die sich an
Bedürftige der Gesellschaft richtet.


* Alteigentümer:

Bei einem Börsengang einer AG sind Alteigentümer diejenigen Aktionäre, die bereits vor dem Börsengang
massgeblich am Unternehmen beteiligt waren.


* Altersarmut:

Unter Altersarmut wird die Unfähigkeit von alten Menschen (Rentnern) verstanden, mit Ihren Ersparnissen,
ihren staatlichen Renten, Betriebsrenten und potentiellen anderen Einkünften, ihren Lebensunterhalt zu
bestreiten. Grund dafür ist zunehmend, dass Arbeitnehmer nicht mehr durchgängig in ihrem Leben gearbeitet
haben, und zudem immer mehr Rentner von immer weniger Beitragszahlern (Arbeiter und Angestellten)
abhängig sind. Nicht zuletzt erhöht sich (glücklicherweise) die Lebensdauer und damit auch der Bezug der
Altersgelder (Renten).


* Altersruhegeld:

Das Altersruhegeld, eigentlich nur ein anderer Begriff für die Rente, die Arbeitnehmer nach Eintritt in ihr Rentenalter
erhalten.


* AMEX:

AMEX steht für American Stock Exchange. Neben der NYSE eine weitere New Yorker Börse, an der
vorwiegend kleinere und mittelgroße Aktiengesellschaften gelistet sind.


* Amortisation:

Die häufigste Verwendung des Begriffs Amortisation bezeichnet den nachgelagerten Prozess einer Investiton
beziehungsweise einer Anschaffung. In Unternehmen wird die Frage gestellt, wann sich die Investitionen/Anschaffungen
bezahlt machen. Also wann durch die Investitionen/Anschaffungen ein finanzieller Zustand eintritt, der besser ist,
als er ohne diese Investitionen/Anschaffungen gewesen wäre. Hier spricht der Betriebswirtschaftler gerne auch
von Amortisationszeit.


* Angstsparen:

In einer Zeit, in der Arbeitsplätze zunehmend unsicherer werden und/oder Rentenbezüge nicht erhöht oder gar
vermindert werden, nimmt das Angstsparen zu. Der Grund liegt darin, dass die Erwartung der zukünftigen
Einkommensverhältnisse sinkt und daher das Geld weniger für den Konsum zur Verfügung steht, sondern
eher auf den Sparkonten oder gegebenenfalls unter dem "Kopfkissen" landet.


* Ankeraktionär:

Als Ankeraktionär wird generell ein Investor eines Unternehmens bezeichnet, der sowohl signifikante
Anteile am Unternehmen hält als auch als langfristiger, unternehmensbegleitender Investor agiert.


* Ankerwährung:

Innerhalb eines Wirtschaftsraums gibt es immer eine so genannte Ankerwährung. Das ist die Währung des
wirtschaftlich bedeutendsten Landes innerhalb des Wirtschaftsraums. So war zum Beispiel vor Einführung des
Euros die DM die Ankerwährung Europas.


* Anlagehorizont:

Der Anlagehorizont beschreibt die durchschnittliche geplante Dauer von Investoren in einem Anlagemedium
zum Beispiel Aktien). So würde beispielsweise ein durchschnittlicher Anlagehorizont von 3 Jahren darauf
hinweisen, dass ein Investment in einem Anlagevehikel durchschnittlich auf 3 Jahre ausgelegt ist.


* Anlagenintensität:

Rein rechnerich gesehen definiert sich die Anlagenintensität als der Quotient aus Anlagevermögen
geteilt durch die Bilanzsumme multipliziert mit 100. Grundsätzlich gilt, je niedriger die Anlagenintensität,
also je niedriger das im Anlagevermögen gebundene Kapital, umso besser. Zweckdienlich sind aber
meiner Meinung nach nur Vergleiche von branchengleichen Unternehmen.


* Anlagevermögen:

Im Gegensatz zum Umlaufvermögen eines Unternehmens finden sich im Anlagevermögen vorwiegend
Unternehmenswerte, die sich relativ schlecht in Geld umwandeln lassen beziehungsweise Unternehmenswerte,
die zur Umwandlung in Geld eine "gewisse" Zeit benötigen. Einzelne Positionen des Anlagevermögens
können Grundstücke sein oder Gebäude oder ein Maschinenpark, um nur einige Positionen zu nennen.


* Anlaufverlust(e):

Unternehmen, die entweder eine neue Produktion ins Leben rufen (Produktionserweiterungen) oder
ein neues Geschäftsfeld gründen, müssen oftmals am Anfang zunächst mit Verlusten rechnen. Diese
werden auch gerne Anlaufverluste genannt.


* Anlegermagazine:

Anlegermagazine können Zeitschriften sein oder auch Homepage(s), die den Anleger entweder
speziell zu einer Vermögensklasse (zum Beispiel Aktien) oder umfassend zu vielen Vermögensklassen
informieren. Die etablierten und großen Anlegermagazine befassen sich meist mit allgemeinen
Einschätzungen der Börsen, mit dem Vorstellen von Aktien/Unternehmen inklusive einer eigenen
Einschätzung zur Zukunft des Unternehmens/der Aktie, sowie auch Themen wie Optionsscheinen,
Einsteigerhilfen, Kurstabellen, Zinsentwicklungen, Wechselkursentwicklungen, Chatanalyse
(technische Analyse), Zertifikate, CFD´s und vielem mehr.


* Anteilseigner:

Im Zusammenhang mit Aktiengesellschaften bedeutet das Wort Anteilseigner letztlich das gleiche wie
das Wort Aktionär. Also diejenigen, denen ein Teil des Unternehmens (der Aktiengesellschaft) gehört.


* Anzahlung:

Eine Anzahlung ist die Bezahlung eines Teils des Gesamtkaufpreises eines Wirtschaftsguts oder einer
Dienstleistung. Meist sind Anzahlungen üblich bei teureren Produkten, wie beispielsweise Fernsehern,
Waschmaschinen etc. Der Käufer unterstreicht durch die Anzahlung seine Kaufabsicht und der Verkäufer
hat neben der sofortigen Verfügbarkeit der Anzahlungssumme auch eine zusätzliche Sicherheit vor dem
potentiellem Rücktritt des Käufers vom Kaufvertrag.


* Apothekenpreis(e):

Im allgemeinen Sprachgebrauch steht das Wort Apothekenpreis(e) für Waren oder Dienstleistungen mit
einem sehr hoch empfundenen Preis.


* Arbeitgeber:

Ein Arbeitgeber ist manchmal eine Person, die als Unternehmer direkt mit einem potentiellem Arbeitnehmer
in Kontakt tritt und an der vertraglich geregelten Arbeitsleistung des potentiellen Arbeitnehmers interessiert
ist. In der Regel werden aber Unternehmen in ihrer Gesamtheit als Arbeitgeber bezeichnet, die ihrerseits
Arbeitnehmer beschäftigen.


* Arbitrage:

Arbitrage Geschäfte sind Geschäfte mit dem gleichen Gut beziehungsweise mit der gleichen Ware. Der
Arbitrageur nutzt dabei Preisdifferenzen zwischen Teilmärkten aus. Er kauft die Ware an einem Platz billiger,
um sie an einem anderen Platz relativ sicher wieder teurer zu verkaufen. An der Börse geht es dabei meist
um relativ sichere Geschäfte, jedoch mit einem relativ geringem prozentualen Gewinn.


* Argentum:

Argentum ist die lateinische Bezeichnung für das Edelmetall Silber. Silber besitzt das Elementsymbol Ag
und die Ordnungszahl 47 im Periodensystem der Elemente. Das Silbervorkommen (Vorkommen an Argentum)
gab auch einem südamerikanischem Land seinen Namen: Argentinien


* Ask:

Das englische Wort "Ask" entspricht in der Börsenwelt dem deutschen Wort "Brief" beziehungsweise "Briefkurs".
Der Briefkurs (oder Ask) ist demnach der Preis, bei dem ein Verkäufer eines Wertpapiers (zum Beispiel einer Aktie)
bereit ist, seine angebotenen Stücke an einen Käufer abzugeben .


* Assekuranz:

Das Wort Assekuranz ist ein anderes Wort für Versicherung.


* Asset Allocation:

Der angloamerikanische Begriff der Asset Allocation steht im Prinzip für die Wertpapierauswahl und die mit dieser
Auswahl einhergehender Gewichtung der verschiedenen Wertpapieren/Geldwerten. Auf deutsch wird also entschieden,
wie das Vermögen verteilt wird und wieviel Prozent des Vermögens in unterschiedliche Vermögenswerte (Aktien, Cash,
Renten, Währungen etc.) angelegt wird.


* Assets:

Das englische Wort "Assets" wurde inzwischen auch im deutschen Sprachgebrauch übernommen.
Spricht der Betriebswirt oder Analyst von "Assets", meint er schlicht Vermögenswerte.


* Asylgeld:

Neben Zuwendungen wie zum Beispiel einer Unterkunft erhalten asylsuchende Menschen (Flüchtlinge) vom deutschen
Staat, und damit vom deutschen Steuerzahler, einen monatlichen festen Betrag zum Lebensunterhalt. Diese Zuwendung
wird Asylgeld genannt.


* ATH:

Die Abkürzung ATH steht für All Time High, also den höchsten Wert, den ein Aktienkurs eines Unternehmens
je erreicht hat (Allzeithoch). Eventuelle Kapitalmassnahmen der zu Grunde liegenden Aktie (zum Beispiel
Kapitalerhöhungen) und/oder Aktiensplits müssen natürlich bei der Aussage über ein ATH Berücksichtigung finden.


* ATL:

Die Abkürzung ATL steht für All Time Low, also den niedrigsten Wert, den ein Aktienkurs eines Unternehmens
je erreicht hat (Allzeittief). Eventuelle Kapitalmassnahmen der zu Grunde liegenden Aktie (zum Beispiel
Kapitalerhöhungen) und Aktiensplits müssen natürlich bei der Aussage über ein ATL Berücksichtigung finden.


* ATX:

Der Leitindex der österreichischen Börse wird ATX (Austrian Traded Index) genannt. Er ist vergleichbar
mit dem DAX, enthält aber nur die 20 größten/wichtigsten Unternehmen (DAX enthält 30 Werte) von
Österreich.


* Aufgeld:

Allgemein ausgedrückt bezeichnet das so genannte Aufgeld die Differenz zwischen dem Preis eines
Wertpapiers (zum Beispiel eines Fonds) und dem, was der Anleger zahlen muss, um das Wertpapier zu
kaufen. Im Fall von Optionsscheinen kann das Aufgeld sehr groß sein, da der Käufer eines Optionsscheins
zumeist auch immer einen Zeitwert mit kauft, der zum Ende der Laufzeit des Optionsscheins auf Null
absinkt.


* Aufsichtsrat:

Jede Aktiengesellschaft (AG) muss einen Aufsichtsrat besitzen. Dieser besteht zwingend aus mindestens
3 Mitgliedern und hat die Aufgabe, den Vorstand zu kontrollieren. Es können auch mehr als 3 Aufsichtsräte
eine AG kontrollieren, jedoch muss die Gesamtzahl der Aufsichtsräte immer ein Vielfaches von 3 sein.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Aufsichtsrat? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "Kapitalgesellschaften".


* Aufstocker:

Als Aufstocker werden Menschen in Deutschland bezeichnet, die einer geregelten Arbeit nachgehen, jedoch von
ihrem Lohn/Gehalt nicht leben können. Daher hilft der Staat und stockt das Gehalt (den Lohn) auf, so dass es diesen
Menschen möglich ist, ihre laufenden Kosten zu bezahlen. Daher auch der Name "Aufstocker".


* Aufwandsentschädigung:

Meist wird der Begriff Aufwandsentschädigung im Zusammenhang mit Tätigkeiten unterhalb eines regulären Arbeitsverhältnis
benutzt. Eine Aufwandsentschädigung ist dabei zumeist eine Honorierung des Zeiteinsatzes und/oder ein Ausgleich für
entstandene Kosten.


* Auktion:

In einer Auktion wird ein(e) Ware/Prokukt/Kunstwerk eines Anbieters/Künstlers mit potentiellen Käufern zusammengeführt.
Das Besondere an Auktionen ist der Preisfindungsprozess. Dieser ist nämlich relativ frei. Mal abgesehen von potentiellen
Eingrenzungen des Verkaufspreis (zum Beispiel über die Nennung eines Aufrufpreises) erhält derjenige den Zuschlag,
der den höchsten Preis bietet. Und bevor die(das) Ware/Produkt/Kunstwerk den Besitzer wechselt, haben alle bisherigen
Mitbieter die Möglichkeit, ihr abgegebenes Preisgebot zu überprüfen und zu erhöhen, so lange, bis "der Hammer zum
3. Mal fällt" oder (bei elektronischen Versteigerungsplattformen) bis die vorgesehene Zeit abgelaufen ist.


* Aurum:

Aurum ist der lateinische Name für das Edelmetall Gold. Gold besitzt das Elementsymbol Au und die
Ordnungszahl 79 im Periodensystem der Elemente.


* Ausbuchung:

Sind bestimmte Kriterien erfüllt, so können Vermögenswerte und/oder Verbindlichkeiten aus einer
Bilanz ausgebucht werden. Es handelt sich also bei der Ausbuchung um einen buchhalterischen Vorgang.


* Ausschüttungssperre:

Kapitalgesellschaften können eine so genannte Ausschüttungssperre vereinbaren. Diese begrenzt oder
verhindert eine Ausschüttung von Gewinnen oder Eigenkapital an die Gesellschafter oder Aktionäre.
Diese Massnahme dient den Gläubigern, also den Kreditgebern des Unternehmens.


* Aushilfe:

Eine Aushilfe ist in der Regel eine Arbeitskraft, die nur teilweise für ein Unternehmen oder einen Arbeitgeber
arbeitet. Im Gegensatz zu einer fest angestellten Arbeitskraft arbeitet eine Aushilfe meist nur wenige Stunden
in der Woche für einen Arbeitgeber. Zudem bieten Aushilfsverträge eine deutlich geringere Sicherheit für den
Arbeitnehmer in Bezug auf Kündigung als ein fester Arbeitsvertrag. Meist ist auch die fachliche Qualifikation
von Aushilfen gering, weil eine Berufsausbildung nicht vorhanden ist, eine Ausbildung eine zu geringe Qualifikation
bereit stellt, oder eine Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist (zum Beispiel Schüler, Studenten). Dies alles
spiegelt sich sehr oft auch im Lohn wieder, der sich bei Aushilfen in der Regel deutlich unterhalb der Löhne von
festen Anstellungsverhältnissen bewegt.


* Auslandsaktien:

Auslandsaktien sind definitionsgemäß alle Aktien, die nicht deutsche Aktien sind (aus Sicht eines deutschen
Anlegers). Auslandsaktien können entweder an der deutschen Börse erworben werden (oftmals mit einer
höheren Provision als deutsche Aktien oder mit einem schlechteren Kurs als an der Ursprungsbörse), oder
an der Ursprungsbörse des Heimatlandes (auch hier sind oftmals die Provisionen/Gebühren höher als beim
Kauf von deutschen Aktien), wenn diese nicht an einer deutschen Börse handelbar sind.


* Auslandsbörse:

Aus Sicht des deutschen Anlegers ist eine Auslandsbörse jede Börse, die nicht in Deutschland ihren Standort
hat. Zum Beispiel ist die New Yorker Börse (NYSE) eine Auslandsbörse.


* Ausrufpreis:

Der Ausrufpreis ist der Preis, den ein Verkäufer eines Objektes in einer Auktion mindestens erzielen will. Sollte
der Ausrufpreis im Verlauf der Auktion nicht in voller Höhe erreicht werden, steht es dem Verkäufer frei, das angebotene
Objekt unter Ausrufpreis zu veräussern oder nicht.


* Ausschreibung(en):

Mit einer Ausschreibung geht eine Behörde oder ein Unternehmen an die "Öffentlichkeit". Das heisst, bestimmte,
in Zukunft anfallende Leistungen und/oder Lieferungen für die Behörde oder das Unternehmen werden der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht, damit sich Anbieter direkt an den Ausschreibenden wenden können.
In der Regel finden sich einige Anbieter, aus denen der Ausschreibende dann den besten und/oder günstigsten
Anbieter auswählen kann.


* Außenhandelsdefizit:

Bezogen auf ein Land (zum Beispiel Deutschland) spricht man dann von einem Außenhandelsdefizit, wenn
der Wert aller Exporte eines Landes den Wert aller Importe eines Landes unterschreitet. Die Differenz zwischen
Exporten und Importen gibt das Außenhandelsdefizit wertmäßig an.


* Außenhandelsüberschuss:

Bezogen auf ein Land (zum Beispiel Deutschland) spricht man dann von einem Außenhandelsüberschuss, wenn
der Wert aller Exporte eines Landes den Wert aller Importe eines Landes übersteigt. Die Differenz zwischen
Exporten und Importen gibt den Außenhandelsüberschuss wertmäßig an.


* Außenstände:

Als Außenstände werden in der Betriebswirtschaft Forderungen bezeichnet, die ein Unternehmen gegenüber
seinen Kunden hält.


* Avis:

Als Avis wird in der Betriebswirtschaft eine kommende Zahlung oder eine kommende Warenlieferung bezeichnet.
Ein Avis gibt dabei im Vorfeld detailliertere Auskunft über Art, Menge und Umfang von Waren oder Zahlungen.


* Azubi:

Azubi ist die Kurzform/Kurzbezeichnung für eine(n) Auszubildende/Auszubildenden. Also einen Lehrling.


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