Die eigene "Firmenhomepage"

"Firmenhomepage"

 

Heutzutage ist es oftmals gängig, dass sich Unternehmen aller Größen im Internet mit einer eigenen
Homepage (Website) präsentieren wollen. Einige Unternehmen (zum Beispiel eine Kneippe) belassen es bei der
reinen Präsentation Ihrer Dienstleistung im Internet. Andere (zum Beispiel Online-Shops) wollen mit
Hilfe des Internets (der eigenen Homepage) Geschäfte machen und Umsatz generieren.
Für all diejenigen (auch für Start Up´s) Unternehmen, die eine eigene Homepage entwickeln möchten,
stellen sich Fragen nach den Zugangsvoraussetzungen, den technischen Voraussetzungen, den Kosten
und der Rechtssicherheit einer Homepage.

1) Zugangsvoraussetzungen
Um eine Homepage ins Internet zu stellen, benötigen Sie einen Zugang zum Internet, der über ein Festnetztelefon
erfolgen sollte. Oder Sie entscheiden sich, eine Homepage komplett von Profis erstellen zu lassen.
Dann benötigen Sie natürlich kein Festnetztelefon. Bedenken Sie aber, dass das Erstellen einer Homepage
von Profis teurer ist und dass Sie danach vermutlich auch jede kleine Veränderung an Ihrer Homepage
bezahlen müssen. Spätestens nach der Ersterstellung einer Homepage von Profis empfiehlt es sich,
selbst einen Zugriff auf seine Homepage zu erhalten. Und das funktioniert dann am Besten über einen
Festnetztelefonanschluss und entsprechende Software, die Ihnen den Zugriff auf Ihre Homepage ermöglicht.
Wer seine Firmenhomepage komplett selbst gestalten will, für den bieten sich kostengünstige
Softwareprogramme zum einfachen Erstellen an. Auch die Volkshochschulen bieten kostengünstige "Lehrgänge"
zum Erstellen einer Homepage an.

2) Die technischen Vorausetzungen zum Erstellen einer Homepage
Zunächst einmal müssen Sie sich einen Wunschnamen Ihrer zukünftigen Homepage ausdenken. Also so
etwas wie zum Beispiel www.meinwunschnamexyz.de oder www.wunschdomaintuvw.com. Nachdem der Wunschname
erdacht ist, sollte dieser auf seine Verfügbarkeit hin überprüft werden. Anders ausgedrückt geht es darum,
zu untersuchen, ob schon ein anderer auf dieser Welt diesen Wunschnamen für sich auserkoren hat. Die Überprüfung
kann direkt über Ihren Internetprovider ablaufen oder aber direkt für Deutschland unter www.denic.de. Dazu einfach
die Wunschadresse ohne "http://", "www." und ohne Endung (.de) in das Eingabefeld (www.denic.de) eingeben
und die Abfrage starten. Ist schliesslich eine freie Wunschdomain gefunden, benötigen Sie einen Provider,
der Ihre Wunschdomain unter www.denic.de für Sie anmeldet und schliesslich einen Provider, der Ihnen für
Ihre Homepage einen Speicherplatz (externe Server/externe Rechner) zur Verfügung stellt. Im Allgemeinen lässt
sich grob die Festellung treffen, dass gut etablierte Telefongesellschaften diesen Service rund um die Homepage
zwar anbieten, es aber aus kostengründen sinnvoll sein kann, im Internet nach preisgünstigeren Providern (Webhostern)
zu suchen. Möchten Sie sich nur die Domain sichern, diese aber erst in einigen Monaten/Jahren ins Internet stellen,
können Sie sich bei verschiedenen Providern auch NUR die Domain sichern. Dies ist in diesem speziellen Fall billiger,
als sich die Domain plus der Bereitstellung des Speicherplatzes (Hosting) zu sichern.
Haben Sie sich für ein Hosting-Paket bei einem Webhoster (Telefongesellschaft) entschieden, erhalten Sie eine
Kundennummer (Zugangsnummer) und ein Passwort. Beide müssen Sie in Ihre Homepagesoftware integrieren,
damit diese einen Zugang zum Webserver des Providers herstellen kann. Ein Stolperstein kann dabei manchmal
sein, dass zusätzlich zu diesen beiden Datensätzen (Zugangsnummer + Passwort) noch in den "Host-Ordner" der Software
zum Erstellen der Homepage der Ordner eingetragen werden muss, den der Provider als Zielordner für die Homepage
definiert. Notfalls beim Provider fragen, wie der Zielordner heisst.
Wer lediglich einfache Grundkenntnisse in HTML beherrscht oder nicht einmal diese, für den bieten mehr und mehr
Webhoster auch Programme oder Werkzeuge an, um die Homepage auch ohne Programmierkenntnisse zu erstellen.
Doch Vorsicht: Viele Webhoster, die solche Dienste anbieten, ermöglichen Ihnen zwar die Gestaltung einer Homepage.
Doch ist die so erstellte Homepage an den Serviceprovider gebunden. Eine Datensicherung ausserhalb der Sphäre des
Webhosters ist ebenso unmöglich, wie der Umzug der Homepage zu einem anderen Anbieter.

3) Kosten einer Homepage
Wie in Punkt 2) bereits dargestellt, benötigen Sie einen Serviceprovider, der Ihnen alle Dienstleistungen rund um
Ihre Homepage anbietet. Dies erledigen natürlich auch Ihre Telefongesellschaften gerne für Sie oder mit Ihnen.
Doch alles aus einer Hand einer großen Telefongesellschaft zu erhalten, hat auch seinen Preis. Einen 2-stelligen
Euro Betrag pro Monat könnte Ihre Homepage dann schon mal zusätzlich zu Ihrer Telefonrechnung kosten. Macht dann
einen 3-stelligen Betrag pro Jahr für Ihre Homepage. Bei kleineren Serviceprovidern (Webhostern) erhalten Sie
je nach Paket auch schon für einen niedrigen 2-stelligen Euro Betrag pro Jahr an Kosten Ihre Homepage.
Gerade bei Start-Up´s zählt am Anfang natürlich jeder Euro.

4) Rechtssicherheit (Impressum)
Dies ist ein ganz wichtiger Punkt bei der Erstellung einer Homepage. Erst Recht bei einer Unternehmensinternetpräsenz.
Jede Homepage benötigt zwingend nach derzeitiger Rechtslage ein Impressum. Fehlt dieses oder ist dieses unvollständig,
drohen teure Abmahnungen. Obwohl der Inhaber eines Unternehmens die Rechtslage rund um das Impressum (und weitere
eventuell notwendige Menupunkte wie AGB´s, die Datenschutzerklärung, die Widerrufsbelehrung, Rechtshinweise etc.) genau verfolgen
sollte, lassen sich doch verschiedene Punkte derzeit (September 2011) auflisten, die ein Impressum besitzen muss.
Diese sind:
- Name des Unternehmens
- Name der Person, die das Unternehmen führt (Einzelpersonen, Geschäftsführer, Vorstand etc.) bzw. Personen, die das
- Unternehmen vertreten können und/oder im Sinne des Presserechts verantwortlich sind.
- (ladungsfähige) Anschrift des Unternehmens (Straße, Postleitzahl, Ort)
- Telefon, (falls vorhanden auch Telefax), Internetpräsenz und E-Mail-Adresse des Unternehmens
- falls vorhanden: Handelsregisternummer, Vereinsregisternummer etc.
- (falls vorhanden): Umsatzsteueridentifikationsnummer (Ust-IdNr.)
- (falls vorhanden): Wirtschaftsidentifikationsnummer (vom Finanzamt)
- bislang noch keine Pflicht, aber gern gesehen: komplette Bankverbindung des Unternehmens.
Das Impressum muss von jeder Untersite der Homepage erreichbar sein. Wer ganz sicher gehen will,
geht redundant vor.
Alle zuvor gemachten Angaben zum Impressum dienen nur der allgemeinen Information. Eine Haftung aus diesen
Informationen ist ausgeschlossen. Es wird keine Gewähr abgegeben, dass die zuvor gemachten Angaben richtig,
vollständig und aktuell sind. Um Rechtssicherheit zu erlangen, müssen Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen.

5) Rechtssicherheit (Datenschutz/Datenschutzerklärung)
Jede Homepage (Internetpräsenz) muss über eine so genannte Datenschutzerklärung verfügen. Diese kann nach
meinem Kenntnisstand mit in das Impressum integriert sein oder aber als gesonderter Menupunkt zur Verfügung
gestellt werden. Darin müssen Sie letztlich erklären, wie Sie mit gesammelten Daten Ihrer Homepagebesucher und
Ihrer Kunden umgehen. Auch Interessenten, die keine Kunden sind, können Sie eventuell auf unterschiedlichen
Wegen kontaktieren. Wichtig ist, dass Sie in der Datenschutzerklärung zum Ausdruck bringen, dass Sie gesammelte
Daten ohne die Zustimmung des Kunden/Interessenten nicht an Dritte weiter leiten. Wenn eine Speicherung der
gesammelten Daten ausdrücklich nicht erwünscht ist, müssen Sie alle Daten eines Kunden/Homepagebesuchers
löschen. Ausserdem hat eine jede Person das Recht darauf, eine schriftliche Auskunft darüber zu erhalten,
welche Daten Sie in Ihrem Unternehmen von dieser Person gespeichert haben.
Ausserdem sollten Sie den Homepagebesucher/Kunden darüber aufklären, welche analytischen Programme
zum Auswerten von Besucherströmen Sie derzeit benutzen, welche Affiliate Programme und Werbeflächen Sie
derzeit einsetzen und welche Daten von diesen Programmen und Werbeprogrammen bei welchem Vorgang
gespeichert werden. Auch ist es sicherlich richtig, dem Homepagebesucher (Kunden) mitzuteilen, wie er sich
möglichst gut gegen die Datensammlungen schützen kann.
Da ich auch in diesem Punkt davon ausgehe, dass sich die Rechtslage ständig ändern kann, empfehle ich
auch hier, sich rechtlich ständig auf den neuesten Stand zu bringen, eventuell unter Zuziehung eines Rechtsanwalts.
Auch in diesem Punkt gilt:
Alle zuvor gemachten Angaben zum Datenschutz dienen nur der allgemeinen Information. Eine Haftung aus diesen
Informationen ist ausgeschlossen. Es wird keine Gewähr abgegeben, dass die zuvor gemachten Angaben richtig,
vollständig und aktuell sind. Um Rechtssicherheit zu erlangen, müssen Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen.

6) Rechtssicherheit (Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB´s))
Eine reine Informationsplattform im Internet oder ein Unternehmen, welches durch seinen Internetauftritt nur auf
sich aufmerksam machen will, aber kein Geschäft im Internet tätigt (zum Beispiel die Kneippe um die Ecke),
benötigt meines Wissens nicht zwingend Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB´s), die im Internet veröffentlicht
werden (müssen). Spätestens dann, wenn Sie durch das Internet und Ihre Webpräsenz Kunden gezielt ansprechen
und Umsätze generieren, müssen Sie auch im Internet die Allgemeinen Geschäftsbedingungen öffentlich formulieren
und sicher sein, dass der Kunde diese vor "Vertragsabschluss" gelesen hat. Die Lesebestätigung der AGB´s kann
dabei natürlich elektronisch abgefragt werden (wir alle kennen dies zum Beispiel von Software) oder auf
"realem" Wege. Das heisst, der Kunde sendet Ihnen zum Beispiel einen schriftlichen Auftrag zu, in dem er
erklärt, dass er die AGB´s gelesen und akzeptiert hat.
Über den Inhalt der AGB´s empfiehlt es sich, sich selbst zu informieren und gegebenenfalls eine Rechtsberatung
hinzu zu ziehen. Ohnehin ist es so, dass es keine universellen AGB´s gibt. Jede AGB muss letztlich auf das
spezielle Geschäft (Geschäftsmodell) des Unternehmens abgestimmt sein.
Warnen möchte ich davor, auf irgendeiner Homepage eine AGB zu kopieren und für seine Internetpräsenz zu
benutzen. Dies kann erhebliche und kostenintensive Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen.

7) Rechtssicherheit (Widerrufsbelehrung/Widerrufsrecht)
Wer keine reine Informationsseite im Internet betreibt, sondern über seine Homepage Produkte und/oder
Dienstleistungen anbietet, muss seine Kunden über ihr gesetzliches Recht zur Rückgabe der Produkte/Dienstleistungen
in einem bestimmten Zeitraum nach Erwerb des Produkts (der Dienstleistung) informieren.