Platin

 

Das im elementaren Zustand vorliegende grauweiße Platin ist noch seltener als Gold. Es gehört wie das
Palladium chemisch gesehen zur Gruppe der Platinmetalle (Platin, Palladium, Osmium, Iridium, Rhodium,
Ruthenium). Neben der Verwendung als Edelmetall für die Schmuckindustrie besitzt Platin (ähnlich dem
Palladium) hervorragende Eigenschaften als Katalysator.


Vorkommen

Platin (chemisches Symbol = Pt) findet sich in der Natur an einigen Stellen in gediegener Form, liegt also
bereits als Element vor, jedoch verunreinigt durch andere Beimengungen wie zum Beispiel anderen
Platinmetallen. Eine Lagerstätte für gediegenes Platin ist zum Beispiel die Umgebung um den Ural
in Russland. Abgesehen von der gediegenen Form findet sich Platin vorwiegend in Erzen wie Kupfererzen,
Eisenerzen oder Nickelerzen, um nur einige zu nennen. Fundorte derartiger Erze mit "Verunreinigungen"
von Platin sind vor allem in Russland, Kanada und Südafrika zu finden.


Physikalische und chemische Eigenschaften

Platin ist ein grauweiss gefärbtes Edelmetall mit einem Schmelzpunkt von rund 1770 Grad Celsius und
einem Siedepunkt von 3830 Grad Celsius. Schmelzpunkt und Siedepunkt des Platins liegen damit
deutlich über den Schmelz- und Siedepunkten von Gold und Silber.
Platin wird von Königswasser (konzentrierte Salzsäure und konzentrierte Salpetersäure im Verhältnis 3 zu 1)
gelöst und auch von Salzsäure bei Anwesenheit von Luft.
Mit Sulfiden [(S2-) - Anion], Cyaniden [(CN-) - Anion] und Hydroxiden [(OH-) - Anion] bildet Platin Komplexe.
Wird die Temperatur von Platin signifikant erhöht, so erweitert sich das Spektrum der Elemente, welche
sich mit Platin verbinden können, deutlich. Beispielsweise reagieren bei erhöhter Temperatur Elemente
wie Arsen (As), Antimon (Sb), Phosphor (P), Schwefel (S) und Blei (Pb) mit Platin.

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