Gold

"Goldmünzen"
 

 

Schon seit ewigen Zeiten sind und waren Menschen vom Glanz des Goldes fasziniert. Fast jeder Erdenbürger
kennt die Bedeutung von Gold. Nicht jeder kennt den Euro oder den US- $. Aber Gold ist fast jedem ein
Begriff. Deshalb könnte Gold auch als ein internationales Zahlungsmittel angesehen werden. Schliesslich
schlummert sogar in den Kellern der Zentralbanken die ein oder andere Tonne Gold in Form von Goldbarren
unterschiedlicher Größen.


Vorkommen

In der Natur findet sich Gold (chemisches Symbol = Au) vorwiegend in gediegener Form vor. Es wird folglich
bereits in elementarem Zustand vorgefunden, jedoch zumeist nur als geringe Begleiterscheinung von zum
Beispiel quarzhaltigem (SiO2) Gestein oder pyrithaltigen (FeS2) Abbauprodukten. Gediegenes Gold ist sehr
häufig nicht chemisch rein, sondern mit Silber, Kupfer, Platin und anderen Metallen "verureinigt". Es gibt
Berggold, ein Begriff der auf die ursprüngliche Goldlagerstätte hinweist, genauso wie "Waschgold" bzw.
"Seifengold", welches von den ursprünglichen Lagerstätten über Jahrtausende ausgewaschen wurde und
sich an aktuellen oder ehemaligen "Wasserstrassen" (Flüsse, Bäche etc.) findet. Regional wird bzw. wurde
Gold besonders häufig in Südafrika, Australien, Kanada und den USA gefunden.


Physikalische und chemische Eigenschaften

Gold ist ein gelb bis rot-gelb gefärbtes Edelmetall mit einem Schmelzpunkt von 1063 Grad Celsius und
einem Siedepunkt von 2660 Grad Celsius. Es ist ein relativ weiches, nicht poröses Edelmetall, dass sich
sehr gut zu Formänderungen eignet. So lässt sich Gold beispielsweise zu hauchdünnem Blattgold
auswalzen, ohne dass es bricht oder eine Strukturauflösung zu beobachten ist.
Chemisch ist Gold sehr beständig. Nur wenige Oxidationsmittel wie Königswasser (konzentrierte Salzsäure
und konzentrierte Salpetersäure im Verhältnis 3 zu 1) vermögen es, Gold anzugreifen (zu oxidieren).
Daneben bildet Gold mit Cyanidlösungen Komplexe.


Verwendung

Gold wird in der Schmuckindustrie gebraucht. Aufgrund des sehr weichen Charakters von reinem Gold,
wird dieses oftmals in Legierungen als Schmuck verkauft. Legierungen mit Kupfer machen Gold härter.
Die ursprüngliche Farbe von Gold wird in diesen Legierungen (Bedingung: Kupfer ist in einem niedrigen
Mengenanteil zugesetzt) zwar weitgehend erhalten. Jedoch sorgt ein zunehmender Kupferanteil auch
für eine zunehmend rötlichere Farbe. Ein hoher Kupferanteil (eventuell mit weiteren, geringen Zusätzen
an Silber) in einer Goldlegierung wird (aufgrund der sich dann einstellenden Farbe) als Rotgold bezeichnet.
Wird der Silberanteil in der Kupfer/Gold Legierung erhöht, spricht man von Gelbgold.
Beim Weißgold wird Gold vorzugsweise mit Palladium, Silber oder (in früheren Zeiten üblicher) mit Nickel
vermischt. Auch eine Gold/Platin Mischung wird als Weißgold bezeichnet.
Die Verwendung von Gold als Blattgold zu Dekorationszwecken wurde bereits aufgeführt.
Gold eignet sich auch zur Geldanlage. Entweder als Goldmünze oder als Goldbarren in unterschiedlichen
Größen und Gewichten.
In dentalen Bereich wird Gold als Zahnersatz verwendet.
Goldsalze im Zusammenspiel mit Zinnchloridlösungen bewirken in Gläsern, je Konzentration von
Goldsalzen/Zinnchloridlösung und der dicke des hergestellten Glases, eine Rotfärbung von Gläsern
(Goldrubinglas).
In Rasterelektronenmikroskopen werden nicht leitende Proben mit Gold bedampft.


Gold als Geldanlage

Ein Anleger, der einen Teil seines Vermögens in Gold anlegen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten.
Er kann Gold physisch in Form von Schmuck, Goldmünzen oder Goldbarren unterschiedlicher Größe
und Form kaufen. Die Entscheidung, welche physische Anlage von Gold bevorzugt wird, hängt auch von
der eigenen Zielsetzung ab. Schauen wir uns die verschiedenen Möglichkeiten der physischen
Geldanlage in Gold einmal detaillierter an (sowie auch die Goldanlage mit Hilfe von Finanzinstrumenten):

1) Schmuck
Ist Gold in Schmuck verarbeitet, so handelt es sich zumeist nicht um reines Gold, da dieses viel zu
"weich" wäre, um als Schmuck getragen werden zu können. Vilemehr beinhaltet Schmuckgold Anteile
an anderen Elementen wie zum Beispiel Kupfer oder Silber, die in der Regel weniger wertvoll sind als
Gold selbst.
Zudem zahlt der "Goldschmuckanleger" nicht nur für den reinen Materialpreis, sondern natürlich auch
für die Kunst, Goldschmuck anzufertigen.

2) Goldmünzen
Der Anleger hat die Möglichkeit, Goldmünzen käuflich zu erwerben. Er kann sich dazu an seine Bank
wenden oder an spezialisierte, aber seriöse, Münzhändler beziehungsweise Goldhändler beziehungsweise
Edelmetallhändler.
Im Gegensatz zu Goldbarren unterteilen sich Goldmünzen in zwei Klassen:
Zum Einen sind das die so genannten Anlagemünzen (auch Bullionmünzen genannt), bei denen sich der
Wert der Münze im Prinzip aus dem Metallwert (Goldpreis) ergibt. Im Gegensatz zu den Sammlermünzen
mindert ein Kratzer an der Goldmünze (Anlagemünze) den Wert der Münze kaum bis gar nicht.
Ganz anders sieht das aus bei den so genannten Sammlermünzen. Hier besteht eine große Diskrepanz
zwischen dem reinen Materialwert der Goldmünze und dem tatsächlichen Wert, der sich aus der Seltenheit
der Goldmünze ergibt. Kommt es bei Sammlermünzen auch nur zu kleinsten Kratzern an der Oberfläche,
kann sich der Wert der Goldmünze (Sammlermünze) erheblich reduzieren.

3) Goldbarren (physisches Gold)
Ähnlich den Goldmünzen hat der Anleger alternativ auch die Möglichkeit, auf Goldbarren zu setzen und diese
dann real in Händen zu halten. Bei Goldbarren, die in Blöcken von unterschiedlicher Größe ausgegeben werden,
geht es im Prinzip nur um den Materialwert des Goldes, der den Preis bestimmt. Mit zunehmender Größe der
Goldbarren passt sich der Preis des Goldbarrens mehr und mehr dem Materialwert an. Das liegt ganz einfach
daran, dass es teurer ist, 10 kleine Goldbarren zu giessen als einen Großen. Die Schmelzkosten sinken,
je größer die Goldbarren werden. Goldbarren lassen sich, ähnlich den Goldmünzen, am Besten bei Ihrer
Hausbank bestellen oder bei auf den Goldhandel spezialisierten, zertifizierten und vertrauenswürdigen
Instituten, die sowohl stationär in Deutschland vorhanden sind, als auch über den Online-Handel erreichbar.
Physisches Gold wie auch Goldmünzen, die Sie auch in einem Bankschliessfach aufbewahren können,
haben den Vorteil, dass sie in einer Wirtschaftskrise und auch einer politischen Krise einen realen Wert
darstellen, der sich überall auf der Welt entweder Tauschen lässt oder in Geld umwandelbar ist.

4) Optionen und Hebelprodukte auf Gold
Natürlich bietet auch Gold als Basiswert an der Börse zahlreiche riskante Möglichkeiten, bei einer Veränderung
des Goldpreises in die eine oder andere Richtung große Profite einzufahren. Sei es nun über Optionsscheine,
Faktorzertifikate oder andere Finanzprodukte mit zeitlicher Begrenzung oder hoch spekulativem Charakter.
Da diese Möglichkeiten, mit Gold auf diese Art und Weise Geld zu verdienen nicht allein an Gold gekoppelt sind,
sondern grundsätzlich mit fast jedem an der Börse gehandeltem Basiswert funktioniert, möchte ich es hiermit bei
dem kurzen Hinweis belassen.

5) Goldminenaktien
An der Börse werden Aktien von Unternehmen gehandelt, die mit der Produktion und dem Verkauf von physischem
Gold ihr Geld verdienen, so genannte Goldminen(-aktien).
Beim Erwerb von Goldminenaktien über die Börse steht im Prinzip der Spekulationsgedanke im Vordergrund.
Eine wirkliche Sicherheit gegen ein politisches oder wirtschaftliches Unglück in der Welt bieten Goldminenaktien
nur bedingt. Es hat sich zwar oft gezeigt, dass sich die Kursentwicklung von Goldminenaktien bei Katastrophen
umgekehrt proportional zum Gesamtmarkt verhält. Letztlich ist eine Goldminenaktie aber auch nur eine Aktie,
die durch Missmanagement oder Bilanzbetrug in die Insolvenz getrieben werden könnte.

6) Gold-Sondervermögen (Gold ETF´s)
Von allen zuvor genannten Möglichkeiten, in Gold zu investieren, offerieren 3 Möglichkeiten (Schmuck, Goldmünzen
und Goldbarren) die Möglichkeit, zwar direkt am Anstieg oder Verfall des Goldpreises zu partizipieren, allerdings
nicht über ein Wertpapierdepot, sondern nur über einen Direktkauf der "Ware". Es gibt über so genannte ETF´s,
eine Art Sondervermögen, die Möglichkeit, bequem auf den Goldpreis zu setzen und das "Vermögen" im
Wertpapierdepot zu verwahren. Dabei steht die Abkürzung ETF für Exchange Traded Funds. Allgemein sind das
fondsähnliche Konstrukte, die durch ihre Zusammensetzung versuchen, einen Basispreis, sei es nun einen
Börsenindex oder auch Gold, 1 zu 1 nachzubilden. Im Fall von Gold ETF´s gibt es also einen Emittenten, der
in seinem Fonds (seinem ETF) Gold nachbildet. Vergleichen sollte der Anleger hier die Sicherheit des Emittenten
aber auch die jährliche Verwaltungsgebühr. Im Fall von Gold ETF´s sind jährliche Verwaltungskosten von
circa 0,2 % bis 0,5 % die Normalität. Weitere Kosten ergeben sich dann nur noch beim Kauf- oder Verkauf eines
Gold ETF´s sowie die Gebühren, die Ihre Hausbank für die Verwaltung von Wertpapieren veranschlagt.
Ein Gold ETF wird wie eine Aktie an der Börse gehandelt. Ein Kauf oder Verkauf beim Emittenten, so wie im Fall
von Fonds möglich, ist beim Gold ETF nicht möglich.
Hinweis: Manch ein Gold ETF hinterlegt einen Teil der investierten Summe oder sogar alles mit physischem Gold.
Das schafft eine noch größere Sicherheit. Informieren Sie sich also vor dem Kauf, welcher Gold ETF so ausgerichtet
ist.

Tipp beim Kauf von Goldmünzen und Goldbarren:
Goldkauf ist auch Vertrauenssache. Gehen Sie deshalb zu möglichst seriösen Anbietern, um auch wirklich echte
Goldmünzen und Goldbarren zu erhalten, und keine Fälschungen!

 

 


 

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