Portalgeschäft(e)

"Homepage(s)"

 

Einige Unternehmen haben den Geschäftszweck, mit und durch das Internet Geld zu verdienen. Dabei werden
Homepage(s) entwickelt und aufgebaut, gegebenenfalls auch zugekauft, um mit und durch diese Homepages
Geld zu verdienen. Es gibt dabei grob gesehen zwei unterschiedliche Ausrichtungen:

1) Die Homepage ist eine reine Informationsplattform. Der Umsatz und Gewinn der Unternehmen im Portalgeschäft
vvvbestimmt sich über Werbeanzeigen (zum Beispiel das AdSense Programm von Google).

2) Gegebenenfalls bestimmt sich der Umsatz und der Gewinn eines Unternehmens im Portalgeschäft auch zum Teil
vvvüber Werbeanzeigen. Doch der Hauptteil des Umsatzes und Gewinns des Unternehmens im Portalgeschäft
vvvbestimmt sich über Interaktion der Kunden mit der Homepage, sei es, weil Produkte gekauft oder Dienstleistungen
vvvkäuflich erstanden werden.

zu 1)
Stellt die Homepage (das Internetportal) eine reine Informationsplattform dar, so ist für ein Unternehmen, welches mit
diesem Internetportal Geld verdienen will, essentiell von Bedeutung, welche Positionierung diese Homepage (Internetportal) in
Internetsuchmaschinen (zum Beispiel Google) erlangt hat oder erlangen kann. Um eine lohnende Homepage (Internetportal)
zu kreieren, sollte eine gute Positionierung angestrebt werden. Für gute Positionierungen gibt es Maßstäbe, welche erfassbar
sind. Dazu gehören der so genannte "Pagerank" der Homepage (des Internetportals) und die so genannte "Linkpopularität".
Beide Maßstäbe (Pagerank und Linkpopularität) korrelieren miteinander.
Der Pagerank einer neuen Homepage (Internetportal) ist zunächst automatisch bei Null. Die Skala des Pageranks
reicht von Null bis Zehn. Null für neu eingerichtete Homepages, für Homepages, die von Google abgestraft wurden
und/oder für Homepages, die noch nicht bei Google angemeldet wurden. Pagerank 1 und 2 ist durch etwas (Pagerank 1)
oder etwas mehr (Pagerank 2) Arbeit erreichbar, bedeutet aber in der Regel immer noch, dass der Aufwand, der für
eine Homepage (Internetportal) betrieben werden muss, in keinem guten Verhältnis zum Ertrag der Homepage steht.
Wirklich interessant wird es etwa ab Pagerank 4. Homepages (Internetportale) mit Pagerank 5 oder mehr sollten grundsätzlich
einen guten Ertrag liefern können.
Die Linkpopularität korreliert in ihrer Aussage ungefähr mit dem Pagerank. Die Skala der Linkpopularität reicht von Null bis
etwas über 200 Millionen. Wirtschaftlich interessant können Homepages (Internetportale) mit etwa 1.000 bei der Linkpopularität
sein. Doch wirklich interessant und ertragreich sollte es erst ab circa 5.000 bis 10.000 bei der Linkpopularität werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pagerank und Linkpopularität einer Homepage (Internetportal) zu steigern.
Der erste entscheidende Faktor ist das Alter einer Homepagepräsenz im Internet. Hier gitl grundsätzlich: Je länger,
umso besser.
Dann gilt es, mit neuen Texten und neuen Inhalten die Homepage (Internetportal) ständig zu aktualisieren und besonders
zu erweitern.
Durch Linkpartnerschaften mit anderen Homepages (Internetportalen) gelingt ein weiterer Meilenstein bei der Erlangung
eines höheren Pageranks. Ideal sind Homepages mit gleichem oder höheren Pagerank beziehungsweise gleichem oder
höherem Pagerank. Kontraproduktiv kann die Bildung von Links/Backlinks mit Homepages (Internetportalen) sein, die eine
wesentlich geringere Gewichtung (Pagerank/Linkpopularität) besitzen als die eigene Homepage.
Es sollte auch darauf geachtet werden, dass das Genre der verlinkten Homepages mit dem eigenen Genre übereinstimmt.
Daneben kann auch der Eintrag in Webkatalogen helfen, die Linkpopularität und den Pagerank zu steigern.
Die Generierung von Gewinn geschieht dabei in der Regel durch Einblendung von Affiliate Werbeanzeigen. Es ist bekannt,
dass ein bestimmter Prozentsatz von Homepagebesuchern auf Werbeblöcke klickt. Durch dieses Anklicken von Werbeblöcken
werden pro Klick Einnahmen zwischen 1 Cent und vielleicht circa 5 Euro generiert.
Eine andere Möglichkeit der Gewinnerwirtschaftung liegt in der Möglichkeit, die Nutzer der Homepage freiwillig für die
Aufrechterhaltung/Aktualisierung der Homepage spenden zu lassen.
Bedeutende Homepages können allein durch Bereitsstellung von Werbeanzeigen auf Ihrer Homepage (Internetportal)
fixe Erträge generieren, selbst wenn die Nutzer die Werbeblöcke nicht anklicken. Das Stichwort hier lautet TKP
(Tausender Kontakt Preis). Es wird ein Preis festgelegt, der für 1.000 Werbeeinblendungen in der vorgesehenen
Umgebung der Homepage (Internetportal) zu zahlen ist.

zu 2)
Interessant wird es, wenn eine Homepage (Internetpräsenz) neben der Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten, Mehrwert
bieten kann. Sei es, weil mit der Homepage (Internetpräsenz) Produkte verkauft werden oder kostenpflichtige Dienstleistungen
angeboten werden. Grundsätzlich gelten auch hier die im Punkt 1) getroffenen Feststellungen. Der Unterschied ist aber, dass
durch die Zusatzangebote (Produkte, Dienstleistungen) die Gewinnschwelle früher (also mit schlechterem Pagerank und
schelchterer Linkpopularität) erreicht werden kann als mit dem Modell der reinen Informationsplattform.

An der Börse sind inzwischen viele verschiedene Portalanbieter im Sinne von Punkt 1) oder Punkt 2) notiert. Die Liste
der börsennotierten Unternehmen, die das Portalgeschäft betreiben (wenn auch manchmal nur als Teilbereich
der Geschäftstätigkeit) ist lang. Allein hier in Deutschland gibt es Anbieter von Wettportalen, Anbieter von Online-Reifenhandel,
Hotelbewertungs- und Hotelbuchungsportale, Immobilienportale, Kontaktportale, Heimtierbedarf, Finanzportale, "Social Networks" usw.
Bei reinen Portalgeschäften im Sinne von Punkt 1) und Punkt 2), die zudem Gewinne schreiben, übersteigt der Börsenwert sehr oft
sowohl das Eigenkapital, als auch die Bilanzsumme deutlich. Natürlich liegt das an den Erträgen, die das Unternehmen generiert
und die dann mit herkömmlichen Mehtoden der Analyse herangezogen werden, um einen Börsenwert zu bestimmen.
Es liegt aber auch daran, dass für das Portalgeschäft kaum Investitionen nötig sind. Es gibt keine teuren Lagerhallen, keinen
großen Fuhrpark, keine großen Sachinvestitionen etc., die zur Errichtung des Online-Geschäfts (Internetportalgeschäft) nötig
sind.