Einschätzungen zum Börsenjahr 2014

 


17. Dezember 2014 - DAX bei rund 9.511 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.068 Punkten (Schlusskurs vom 16. Dezember 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2458:
Der Verlust des Anlegerverstands, über den ich in meinem gestrigen Kommentar geschrieben habe, war anscheinend
schon da. In einem sehr volatilen gestrigen Markt fiel der DAX erst einmal erheblich ab, um dann gegen Ende des Tages
einen sehr deutlichen Gewinn aufzuweisen. Heute scheinen sich die Gewinne zunächst zu stabilisieren beziehunsweise
weiter auszubauen. Dies ist aus technischer Sicht ein sehr gutes Zeichen und bietet die Möglichkeit, zumindest kurzfristig
eine weitere, deutliche Aufwärtsbewegung der Aktienkurse einzuleiten.
Allen Lesern wünsche ich an dieser Stelle frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2015!!!


16. Dezember 2014 - DAX bei rund 9.328 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.181 Punkten (Schlusskurs vom 15. Dezember 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2452:
Mittlerweile hat sich die vorsichtige Haltung in meinem letzten Kommentar als richtig heraus gestellt. Irgendetwas
arbeitet im Dunkel von Zahlen und Daten scheinbar gegen die Börsen. Augenfällig ist der schwache Preis für Öl,
der die Märkte bewegt. Und die Annahme, dass ein solcher Verfall des Preises für Öl nicht allein durch zusätzliches
Öl aus neuen Fördertechnologien kommen kann, sondern vermutlich konjunkturelle Gründe haben muss. Technisch
gesehen sind wir gerade im überverkauften Bereich des DAX angekommen. Damit kann man nun auch wieder technisch
gesehen auf eine Umkehr spekulieren. Allerdings sind die Bereiche des überkauften DAX und auch des überverkauften DAX
genau die Bereiche, in denen die Anleger ihren Verstand verlieren. Daher kann der überverkaufte Zustand durchaus (auch
aus technischer Sicht) noch eine Weile anhalten und weitere, vielleicht sogar deutliche Kursverluste nach sich ziehen.


05. Dezember 2014 - DAX bei rund 9.933 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.900 Punkten (Schlusskurs vom 04. Dezember 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2381:
Gestern gab es einen Kursrutsch beim DAX, ausgelöst angeblich durch die EZB, die nicht, wie einige Marktteilnehmer
erwartet haben, bereits jetzt mit massiven Käufen von Staatsanleihen beginnt, sondern erst im neuen Jahr über
diese Möglichkeit nachdenken will. Das wird zumindest als Anlass angesehen. Ursache für den Kursrutsch und das
charttechnische Verlassen des überkauften Bereichs beim DAX ist vielleicht eine notwendige Konsolidierung auf die
starken Anstiege des DAX seit Mitte Oktober. Ausserdem scheint die weltwirtschaftliche Situation noch immer ungeklärt.
Es gibt wechselnde Signale, die die Börsianer zur Lage der Konjunktur empfangen. Übrigens ist auch der Baltic Dry Index,
einer von vielen Vorindikatoren für die zukünftige wirtschaftliche Lage, wieder auf Tauchstation gegangen und hat damit
seine "Kursgewinne" seit Mitte Oktober wieder fast vollständig abgegeben. Mit anderen Worten: Der Baltic Dry Index
signalisiert erneut Probleme für die weltwirtschaftliche Konjunktur. Daher, und auch aufgrund der technisch angeschlagenen
Situation im DAX würde ich bis dato mit Neuengagements im Aktienbereich eher noch vorsichtig sein.


02. Dezember 2014 - DAX bei rund 9.968 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.777 Punkten (Schlusskurs vom 01. Dezember 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2444:
Die leichte Konsolidierung im DAX und anderen Börsenidizes hat aus charttechnischer Sicht wieder etwas mehr
Spielraum für noch weiter steigende Kurse erzeugt. So kann der DAX aktuell durchaus bis mindestens 10.100 Punkte
ansteigen und damit dann auch die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten erfolgreich nehmen.
Trotzdem ist der Trend nach wie vor unklar, denn auch eine deutlichere Konsolidierung der Aktienkurse ist derzeit
möglich.


27. November 2014 - DAX bei rund 9.960 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.828 Punkten (Schlusskurs vom 26. November 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2471:
Die Börsen haussieren. Der DAX steht kurz unterhalb der 10.000 Punkte Marke und könnte diese eventuell heute
oder in den nächsten Tagen überspringen. Allerdings denke ich, dass wir uns mittlerweile in einem stark überkauftem
Terrain bewegen, von dem aus es durchaus einmal wieder zu einer (gesunden) Korrektur kommen kann. Ich erhöhe
daher meine Cashquote, um mich für so einen Fall vorzubereiten. Zudem gibt es, wie aus der Presse zu entnehmen,
mittlerweile eine dauerhaft ungesunde Entwicklung, bei der sowohl die Aktienmärkte als auch die Rentenmärkte
gleichzeitig Kursanstiege verzeichnen. Normalerweise laufen diese immer entgegengesetzt. Auch das könnte
auf eine bevorstehende Korrektur hinweisen!?


21. November 2014 - DAX bei rund 9.524 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.719 Punkten (Schlusskurs vom 20. November 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2549:
Die Börse zeigt sich derzeit wieder von ihrer guten Seite. Anlass des heutigen Kommentars ist allerdings ein
Bezug zum Kommentar vom 02. November 2014 und ein Update zu Lang & Schwarz:

1. Lang & Schwarz
Die Lang & Schwarz AG hat soeben Zahlen zum 3. Quartal auf den Tisch gelegt. Überragend gut. In den ersten
9 Monaten ergibt sich ein Gewinn pro Aktie von 1,29 Euro bei einem Aktienkurs von rund 14,25 Euro. Für das
gesamte Jahr dürfte daher ein Ergebnis pro Aktie von rund 1,5 Euro pro Aktie eher konservativ geschätzt sein.
Daraus ergäbe sich ein KGV von unter 10 für ein Unternehmen mit langfristig soliden Wachstumsaussichten.
Selbst ohne Gewinnwachstum habe ich den fairen Unternehmenswert aktuell mit rund 59 Millionen Euro berechnet.
Also noch deutlich Platz nach oben vom derzeitigen Stand aus gesehen. Wagen wir einen vagen Blick auf das Jahr
2024, also 10 Jahre voraus mit der Idee des gemeinsamen Investierens über Wikifolio.de. Wikifolio könnte dann
in allen europäischen Ländern aktiv sein und das Volumen des verwalteten Geldes in Wikifolios könnte unglaublich
hoch sein. Eventuell ist Wikifolio sogar weltweit ein Begriff? Der Marktwert des Unternehmens Lang & Schwarz, also
des Unternehmens, dass als Broker für Wikifolio tätig ist und zudem kapitalmäßig an Wikifolio beteiligt ist, liegt derzeit
bei rund 45 Millionen Euro. Es kommt durchaus vor, dass sich Unternehmen im Wert verzehnfachen. Würde das
im Jahr 2024 der Fall sein, wäre das Unternehmen trotzdem nur mit rund 450 Millionen Euro bewertet. Also ein Wert,
der heute bei eher kleineren Unternehmen des SDAX vorhanden ist. Also keine große Sache. Wird Wikifolio
tatsächlich zu einer richtig großen Nummer in der Finanzwelt, wären noch weit höhere Unternehmenswerte
in der Wundertüte des Geldvermehrens mit Aktien. Doch genug geträumt. Ob es so kommt, weiss niemand.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (21. November 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Lang & Schwarz: 1401 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Lang & Schwarz kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


18. November 2014 - DAX bei rund 9.378 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.647 Punkten (Schlusskurs vom 17. November 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2503:
Kurzfristig gesehen ist es an den Börsen nach dem großen Einbruch und dem Wiederanstieg der wichtigsten
Börsenindizes ein wenig ruhiger geworden. Der DAX bewegt sich unter Schwankungen bis dato ganz leicht
nach oben. Technisch gesehen hat der DAX durchaus noch Luft nach oben. Die Entwicklungen in den Einzelaktien
bleibt zunächst heterogen. Saisonal gesehen liegen die schweren Monate hinter uns und die beste Zeit für Aktien
hat begonnen und läuft bis circa Ende April. Dies sind allerdings nur langjährige durchschnittliche Erfahrungswerte,
die in den einzelnen Jahren erheblich schwanken können. Neben den Krisen (zum Beispiel Ukraine) ist derzeit der
Verfall des Ölpreises ein beherrschendes Thema an den Börsen. Begünstigt durch den Verfall werden unter Anderen
Unternehmen aus der Automobilbranche und Airlines. Negativ betroffen sind bis dato Aktien von Ölunternehmen
sowie Anbieter alternativer Energie (wie zum Beispiel Solaraktien). Beide Anlageformen (Automobil- und
Automobilzulieferaktien) als auch alternative Energieaktien weisen derzeit ein komplementäres
Chance-Risiko-Verhältnis auf. Während die Aktien von Automobilbauern auch technisch gesehen noch Potential
nach oben haben und wir auch heute wieder fundamental gute Nachrichten vom europäischen PKW-Markt erhalten
haben, erscheinen zum Beispiel Solaraktien als fundamental und technisch ausgebombt. Jeder Dreh der Ölpreise
nach oben könnte bei den Solarwerten eine deutliche Aufwärtsbewegung nach sich ziehen.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (18. November 2014)
Anteile in folgender Höhe:

BMW Stammaktien: 1 Stück
BMW Vorzugsaktien
: 101 Stück
Daimler: 102 Stück
First Solar: 503 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an den zuvor aufgeführten Aktien können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellten BMW St., BMW Vz.., Daimler und First Solar können in die Insolvenz gehen
und der Anleger damit sein angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellten Aktien stellen keine Kaufempfehlung
dar. Sie dienen rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


07. November 2014 - DAX bei rund 9.428 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.554 Punkten (Schlusskurs vom 06. November 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2389:
Wieder einmal zeigt sich die Börse als euphorisch depressiver Irrer. Nachdem noch vor wenigen Tagen die
konjunkturelle Welt unterzugehen schien, will uns die Börse nun wieder glauben machen, dass alles doch nicht
so schlimm zu werden scheint. Unterstützung für diese These erhält sie aktuell zweifellos verbal und tatkräftig durch
alle wichtigen Notenbanken. Auch der Baltic Dry Index, ein Vorlaufsindikator für die Weltkonjunktur, ist in den
letzten 2 Wochen um rund 50 % gestiegen. Allerdings von einem niedrigen Ausgangsniveau. Die große Frage,
die sich Anleger aktuell sicher stellen, ist: Stehen wir vor einem neuen Aufschwung an den Börsen und sollte man
daher seine Aktienquote wieder erhöhen oder gibt es einen erneuten Rückschlag und man sollte den Aktien daher
überwiegend fern bleiben? Ich persönlich sehe derzeit weder für die eine Seite, noch für die andere Seite genügend
Fakten und bleibe daher aktuell noch etwas vorsichtig.


02. November 2014 - DAX bei rund 9.326 Punkten (Schlusskurs vom 31. Oktober 2014)-
Dow Jones bei ca. 17.390 Punkten (Schlusskurs vom 31. Oktober 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2524:
Überraschend stark aus meiner Sicht fiel bislang die von mir vermutete "technische Gegenreaktion" der Aktienkurse
auf die zuletzt stark gefallenen Aktienkurse aus. Damit stellt sich so mancher Anleger die Frage, ob diese Reaktion
mehr sein könnte, als nur eine "technische Gegenreaktion"? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich verweise
nur darauf, dass die gesunkenen Kurse nicht einem Hirngespinst entsprungen sind, sondern massiven Problemen
der einzelnen Unternehmen, die sich damit auch auf die gesamtwirtschaftlichen Erwartungen zur Konjunktur
niedergeschlagen haben. Stützend haben sich zweifellos die globalen finanzwirtschaftlichen Eingriffe der Notenbanken
ausgewirkt. Ob diese allerdings ausreichen, um die negativen Nachrichten aus den Unternehmen zu stoppen und
den Trend umzukehren, bleibt an dieser Stelle abzuwarten.

1. Lang & Schwarz
Die Lang & Schwarz AG wurde an dieser Stelle bereits mehrfach vorgestellt. Fest steht, dass die derzeitige Börsenlage
mit ihrer hohen Volatilität Wertpapierhandelsbanken und Broker begünstigt, da in solchen Phasen erfahrungsgemäß
mehr und häufiger gehandelt wird. So ist denn auch zu erwarten, dass Lang & Schwarz ebenfalls deutlich besser
verdient haben sollte und der nächste Quartalsbericht vermutlich für eine deutlich positive Überraschung sorgen könnte.
Nicht zuletzt auch die Beteiligung an Wikifolio sollte abermals äusserst erfolgreich gewesen sein. Sollten die Börsen
nicht kollabieren, dürfte ein Blick auf Lang & Schwarz eventuell lohnend sein können.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (02. November 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Lang & Schwarz: 1351 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Lang & Schwarz kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.

Übrigens: Auch ich betreibe 2 Wikifolios unter www.wikifolio.com, die sich derzeit im Stadium "Publiziert" befinden,
namentlich -Fundamentale Gewinntrendfolge- und -Komplex4You- , die sich komplementär zu einander verhalten
und sich damit aus meiner Sicht in ihrem Anlageverhalten sehr gut ergänzen.


16. Oktober 2014 - DAX bei rund 8.421 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.142 Punkten (Schlusskurs vom 15. Oktober 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2740:
Das war ein ordentlicher Knall nach unten bei den Aktienkursen weltweit. Einiges scheint schon wieder attraktiv
bewertet zu sein und eine technische Gegenreaktion auf die starken Kursverluste der vergangenen Tage ist theoretisch
möglich. Wenn wir aber an dieser Stelle nicht über gesunkene Aktienkurse, letztlich also Preise, nachdenken,
sondern über Geschichten, so muss aus heutiger Sicht festgestellt werden, dass die Entwicklungsgeschichte
schlechter Unternehmensnachrichten und einer ausgeprägten konjunkturellen Schwächephase, vielleicht sogar
einer scharfen Rezession, erst am Anfang steht. Wie heute von Angela Merkel zu erfahren, ist auch ein Wiederaufflammen
der Eurokrise nicht vom Tisch.
Letztlich werden durch diese Entwicklung an der Börse und auch in der Wirtschaft nahezu alle Bereiche erfasst. Selbst
im Bereich Pharma/Biotech lässt sich eine mittelfristige und langfristige negative Entwicklung konstruieren. Steht den Staaten
aufgrund der Wirtschaftsschwäche weniger Geld zur Verfügung, kann auch weniger Geld für Gesundheit ausgegeben
werden. Kurzum, in diesem Börsenszenario gibt es nahezu keinen Sektor, bei dem der Anleger keine nassen Füße
bekommt. Am besten fährt vermutlich aktuell der Anleger, der keiner ist, also keine Aktien besitzt.


09. Oktober 2014 - DAX bei rund 9.086 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.994 Punkten (Schlusskurs vom 08. Oktober 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2750:
Nun liegen die Nachrichten zur Konjunktur also offen auf dem Börsentisch. Sowohl die makroökonomischen Daten,
als auch die mikroökonomischen Daten weisen inzwischen auf einen verheerenden Konjunkturabschwung hin.
Unternehmen revidieren Gewinnschätzungen nach unten und/oder vermelden gewaltige Einbrüche bei den Aufträgen.
Gründe für die derzeitige Situation sind vor allem die schwächelnde Konjunktur in Europa und in den Schwellenländern.
Zudem gibt es, neben dem Thema Ebola, ganz viele Krisenherde in der Welt (Irak, Ukraine etc.). Kein "Problem", das
zu dieser Konjunkturschwäche geführt hat, ist derzeit vom Tisch. Alle Themen sind weiterhin aktiv und wirken weiter
und nachhaltig schlecht auf die Konjunkturlage. Daher kann es meiner Meinung nach jetzt durchaus mal zu einer
technischen Gegenreaktion nach oben kommen. Doch befürchte ich, dass der Aktienmarkt zunächst weiterhin in
sehr schwierigem Fahrwasser bleiben könnte.


07. Oktober 2014 - DAX bei rund 9.174 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.992 Punkten (Schlusskurs vom 06. Oktober 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2624:
Nachdem der DAX unmittelbar nach meinem letzten Kommentar den Rückwärtsgang eingelegt hat, kam es kurz danach zu
einer kurzen Zwischenerholung, die aktuell durch kurzfristig neue Tiefststände beim DAX abgelöst wurde. Obwohl die reine
Markttechnik immer noch auf eine überverkaufte Situation hinweist und damit auf eine mögliche, kräftige Kurserholung,
versalzen aktuell wohl makroökonomische Faktoren der Börse ein bischen die Suppe.
Was ich bereits hier an unterschiedlichen Stellen über den Sektor Automobile/Automobilzulieferer und den gesamten
Rohstoffsektor geschrieben habe, scheint nun, aufgrund immer neuer, verschlechterter Wachstumsprognosen, mehr und
mehr Sektoren zu erfassen. Ich finde es auch erstaunlich, dass derzeit Aktien aus dem Sektor Bau nahezu gleichzeitig in die
Knie gehen und sich bis dato nicht erholen konnten. Auch ist es natürlich so, dass verschiedene Sektoren voneinander
abhängig sind. Zum Beispiel wirken sich sinkende Öl- und Gaspreise negativ auf den Solarsektor aus, da Photovoltaik
in direkter Kostenkonkurrenz zu Öl- und Gaspreisen steht. Dennoch bin ich per dato für den Solarsektor sehr positiv
gestimmt, da hier erstmals seit vielen Jahren scheinbar die Nachfrage das Angebot übersteigt, was in der Folge zu
Preiserhöhungen und damit auch Margenverbesserungen führen könnte, die sich dann positiv auf die Gewinne der
Unternehmen auswirken. Allerdings sollte sich der Anleger in diesem Sektor vorwiegend auf Unternehmen mit einer
starken Bilanz oder einer äusserst starken Marktstellung konzentrieren.


30. September 2014 - DAX bei rund 9.420 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.071 Punkten (Schlusskurs vom 29. September 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2675:
An der Börse gibt es bekannterweise Wellenbewegungen. Wenn Aktien nachhaltig steigen, kommt es innerhalb des
Aufwärtstrends immer mal zu Konsolidierungen. Umgekehrt gibt es bei nachhaltig fallenden Aktienkursen auch immer
mal steigende Aktienkurse. Mittlerweile befindet sich der DAX rein technisch gesehen wieder einemal in einem überverkauftem
Bereich. Es besteht also die Chance, dass von hier aus der DAX wieder den Weg nach oben einschlägt. Normale
Wellenbewegungen der Börse eben. Keine normalen Wellenbewegungen, sondern eher schon ausgemachte Krisenstimmung,
reflektieren hingegen aktuell viele Aktien aus dem Bereich Rohstoffe und viele Aktien aus dem Bereich der Fahrzeugindustrie,
also Automobilhersteller und Automobilzulieferbetriebe. Dies sollte weiter beobachtet werden, denn beide Bereiche zusammen
genommen bilden einen nicht gerade unerheblichen Teil der Wirtschaftsleistung.


21. September 2014 - DAX bei rund 9.799 Punkten (Schlusskurs vom 19. September 2014)-
Dow Jones bei ca. 17.279 Punkten (Schlusskurs vom 19. September 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2837:
Anlass des heutigen Kommentars ist ein Absturz im Kurs einer amerikanischen Aktie. Vielleicht ist der Absturz es wert,
sich das Unternehmen einmal etwas genauer anzuschauen?

1. Universal Corp
Die Universal Corporation ist tätig im Bereich Tabak. Als Partner von Tabakfarmern ist Universal tätig im Sammeln,
Verarbeiten, Aufbereiten und Liefern von Tabakprodukten. Das Unternehmen bildet insofern ein Bindeglied zwischen
den Landwirten auf der einen Seite und den internationalen Tabakkonzernen auf der anderen Seite. Obwohl der Genuss
von Tabak weltweit immer mehr geächtet wird, werden Tabak und der Verbrauch von Tabak auch weiterhin Bestand haben.
Neue, rauchfreie Entwicklungen wie die E-Zigarette erweisen sich inzwischen als überaus erfolgreich. Ein Trend, in dem
jetzt auch Universal mitmischen will. Der Kurs der Aktie ist im September von über 53 US-$ auf inzwischen 46 US-$ gefallen.
Das Unternehmen hat sich am Freitag deshalb mit einer Pressemeldung an die Investoren gewandt, in dem es erklärt,
dass es sich den Kursverfall nicht erklären kann und zudem keine schlechte Nachricht derzeit kommen wird, die diesen
Kurssturz rechtfertigt. In den letzten 3 Jahren hat das Unternehmen auf Jahressicht stets seine Kapitalkosten verdient,
wenngleich das letzte Quartal mit einem leichten Minus abgeschlossen wurde. Die Aktie notiert derzeit mit rund
1,07 Milliarden US-$ unter Buchwert, der derzeit bei rund 1,357 Milliarden US-$ liegt. Technisch verlässt die Aktie gerade
den stark überverkauften Bereich. Die Bilanz zeigt sich mit einer Eigenkapitalquote von über 56 % als sehr solide aufgestellt.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (21. September 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Universal Corp.: 401 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Universal Corp. kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


16. September 2014 - DAX bei rund 9.633 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.031 Punkten (Schlusskurs vom 15. September 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2949:
Der DAX bewegt sich derzeit in ruhigem Fahrwasser, allerdings mit leicht abwärts gerichtetem Trend. Anlass für meinen
heutigen Kommentar ist primär die Kursentwicklung von Gilead Sciences, die bereits mehrfach Thema an dieser Stelle
waren (zum Beispiel mein Kommentar vom 24. April 2014 und vom 14. Mai 2014).

1. Gilead Sciences
Das weltweit größte Biotechnologieunternehmen aus den USA in Bezug auf die Marktkapitalisierung zeigte in der
Vergangenheit einen dynamische Anstieg seies Aktienkurses auf. In den letzten Tage und Wochen ist der Aktienkurs
jedoch leicht zurückgekommen von einem Allzeithoch von fast 110 US-$ auf mittlerweile (vorbörslich gesehen) nur
noch 99,5 US-$. Damit betritt Gilead Sciences innerhalb eines deutlich aufwärtsgerichteten Kursverlaufs aus technischer
Sicht einen überverkauften Bereich. Vielleicht eine Chance, sich erneut mit Aktien des Unternehmens zu beladen?
Fundamentaler Hintergrund könnte sein, dass Gilead mittlerweile mit einigen Generikaherstellern ein Lizenzabkommen
geschlossen hat, seinen Kassenschlager (Behandlung von Hepatitis C) auch ärmeren Ländern zugänglich zu machen,
und das für einen Preis, der deutlichst unter dem Preis des Medikaments liegt, der in den USA und Europa bezahlt werden
muss. Im Oktober wird eine weitere Zulassung eines verbesserten Medikaments gegen Hepatitis C erwartet, dass dann
eine orale Gabe vorsieht und zudem nur noch aus Wirkstoffen aus dem Hause Gilead besteht. Im Vorfeld kommt es
daher scheinbar zu Verlangsamungen beim Verkauf. Denn viele wollen doch lieber die bequemere und verträglichere
Hilfsvariante abwarten.
Nun denn, trotzdem produziert das Untenehmen nach wie vor eine Unmenge an Kapital, dass vermutlich zu einer
kontinuierlich besser werdenden Eigenkapitalquote führen sollte. Auf bereits sehr hohem Niveau. Einige Analysten
beginnen sich bereits Gedanken über den Gewinn des Jahres 2016 Gedanken zu machen. Circa 12 US-$ pro Aktie werden
dort ausgerufen. Beim derzeitgen Stand der Aktien ein KGV knapp über 8. Ich nehme den Analystenball einmal
gedanklich auf und rechne auf derzeitger Basis der Bilanzstruktur und des Zinsumfeldes mit 18 Milliarden US-$ Gewinn
für 2016 einen Unternehmenswert nach meinem Unternehmensbewertungsmodell (siehe auch www.unternehmensbewertung4you.de).
Demnach erhalte ich einen fairen Unternehmenswert von 271 Milliarden US-$. Derzeit knapp unter 150 Milliarden US-$.
Sollte der Analyst auch nur annähernd richtig liegen, dürfte der Aktienkurs in Kürze weiter explodieren. Weitere
potentielle Blockbuster stecken übrigens in der letzten Stufe der Pipeline und könnten das Gewinnwachstum in Zukunft
noch weiter anheizen..

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (16. September 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Gilead Sciences: 572 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Gilead Sciences kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


12. September 2014 - DAX bei rund 9.694 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.045 Punkten (Schlusskurs vom 11. September 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,2920:
Der DAX verharrt seit einigen Tagen in etwa auf einem Kursniveau von rund 9.700 Punkten. Viele Aktien haben sich in der
jüngsten Aufwärtsbewegung wieder gut erholt. Hingegen gibt es nach wie vor kaum eine Kurserholung im Bereich der
Automobilzulieferbetriebe. Dies gilt bislang auch für die am 20. August 2014 hier vorgestellte Schweizer Electronik AG.
Doch bietet der Aktienmarkt auch immer wieder Chancen für einen Neueinstieg.

1. PNE Wind
Die PNE Wind AG wurde an dieser Stelle bereits am 10. Juli 2014 vorgestellt. Nach einem zwischenzeitlichem Verkauf
mit Gewinn bot sich gestern und heute die Chance, zu wesentlich günstigeren Aktienkursen erneut zu kaufen. Diese
Möglichkeit habe ich wahr genommen. Grund für den deutlichen Kursrückgang am gestrigen Tage war die Nachricht
von Unternehmensseite, dass eine große Kapitalerhöhung nebst Ausgabe von Wandelteilschuldverschreibungen
auf der Agenda steht. Der Windparkprojektierer möchte auf diesem Wege sein Eigenkapital stärken und das eingenommene
Geld einsetzen, um fertig gestellte Projekte in eigener Regie weiter zu führen und zu einem späteren Zeitpunkt ganz oder
teilweise an Investoren zu verkaufen. Mittelfristig springt PNE damit auf einen rollenden Zug, in dem immer mehr Unternehmen
aus dem erneuerbaren Energiesektor eigene Projekte betreiben wollen und eine konstantere Rendite erwirtschaften wollen.
Dahinter steht aber die grundsätzliche Tatsache, dass sich in vielen Bereichen der erneuerbaren Energie mittlerweile
die Projekte aus Kapitalgebersicht lohnen, auch ohne Subventionen vom Staat

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (12. September 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Schweizer Electronik AG: 621 Stück
PNE Wind: 3401 Atück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an den zuvor aufgeführten Aktien können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellten Schweizer Electronik AG und PNE Wind können in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellten Aktien stellen keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


03. September 2014 - DAX bei rund 9.619 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 17.067 Punkten (Schlusskurs vom 02. September 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3134:
Angesichts der weltweit unsicheren konjunkturellen Lage und der zahlreichen politischen Krisen entwickeln sich die
Aktienmärkte in den letzten Tagen/Wochen doch recht gut. Meiner Meinung nach inzwischen doch wieder ein bischen zu
gut. Daher kann es heute und in den folgenden Tagen zwar noch zu weiteren Aufschlägen, zum Beispiel beim DAX,
kommen. Allerdings würde ich über 9.700 Punkten beim DAX dann doch wieder einen deutlicheren Rückschlag erwarten.


20. August 2014 - DAX bei rund 9.322 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.919 Punkten (Schlusskurs vom 19. August 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3305:
DAX und Dow Jones haben sich inwzischen wieder deutlicher erholt. Mit ihnen viele Einzelwerte. Aber es gibt immer noch
Nachzügler, die sich bislang noch nicht erholt haben. Vielleicht eine Chance!?
Wie hier!?

1. Schweier Electronik AG
Die Schweizer Electronik AG aus Schramberg im Schwarzwald fertigt hochwertige Leiterplatten, die vor allem im Bereich
Automobil und Industrieelektronik zum Einsatz kommen. Jüngst gab es Zahlen und die fielen gut aus. Die Auftragslage
verspricht bis ins Jahr 2015 eine Vollauslastung. Auch will Schweizer im laufenden Geschäftsjahr an Umsatz und Gewinn
zulegen. Das Unternehmen weist eine höchst solide Bilanzstruktur auf und erwirtschaftet zudem seine Kapitalkosten deutlich.
Die Aktie befindet sich mit circa 20,7 Euro pro Aktie nach wie vor auch technisch in einesm stark überverkauftem Bereich.
Fundamental bedient Schweizer Electronik mit seinen Produkten Zukunftsbereiche, denn Trends zu intelligenteren Autos und
Energieeinsparungen bestehen fort. Nehmen wir konservativ an, dass Schweizer Electronik in diesem Jahr 6,8 Millionen Euro
verdienen wird mit steigender erwartung in den Folgejahren, dann ergibt sich nach meinem Unternehmensbewertungsmodell
ein Unternehmenswert von rund 103 Millionen Euro. Aktuell ist das Unternehmen an der Börse knapp 80 Millionen Euro wert.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (20. August 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Schweizer Electronik AG: 822 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Schweizer Electronik AG kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


12. August 2014 - DAX bei rund 9.140 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.570 Punkten (Schlusskurs vom 11. August 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3344:
Trotz der jüngsten Kurserholung hat der DAX seinen überverkauften Bereich rein technisch gesehen gerade erst verlassen.
Aus meiner Sicht bietet sich rein technisch gesehen noch deutlich Spielraum nach oben. Fundamental gesehen trübt sich
die Stimmung in der deutschen Wirtschaft und auch in den deutschen Unternehmen weiter ein. Sorgen bereitet vor allem
die Auftragslage. Speziell im Bereich Bau weisen Berichte von mehreren, im Baubereich tätigen Unternehmen auf ein aktuelles
Problemkind hin, nämlich Frankreich. Neues gibt es zudem von der Biotest AG, die in meinem Kommentar vom 05. August 2014
bereits Thema war.

1. Biotest AG
Die Biotest AG, ein kleines bis mittleres, deutsches Unternehmen im Bereich Pharma/Biotechnologie hat gestern aktuelle
Zahlen gemeldet. Demnach soll sich das Ergebnis für das Gesamtjahr in etwa auf Vorjahresniveau bewegen. Gründe sind
unter anderem ein Produktrückruf in den USA und höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F & E).
An der Börse sorgte diese Gewinnwarnung für einen weiteren Kursrutsch der Aktien. Diesen habe ich genutzt, um mein
Investment in Aktien der Biotest AG zu erhöhen. Biotest hat per heute eine Präsentation vorgelegt, die Umsatzpotentiale
der Zukunft beschreibt. Ein monoklonaler Antikörper gegen verschiedene Indikationen (BT-062) soll, wenn die Zulassung
in 2016/2017 erteilt werden könnte, einen Spitzenumsatz von 2 Milliarden Euro erwirtschaften können. Zum Gewinn bzw.
den Gewinnmargen macht Biotest keine Angaben. 5 % Gewinnmarge wäre aus meiner Sicht aber äusserst wenig.
Mindestens 10 % sollten es schon sein. Vielleicht auch mehr. Bei einem Spitzenumsatz von 2 Milliarden Euro und
einer Gewinnmarge von 10 % sollten bei Biotest in Spitzenumsatzjahren rund 200 Millionen Euro als Gewinn hängen bleiben.
Zum Vergleich: In 2013 waren es rund 32 Millionen Euro. Zwei weitere MAK´s befinden sich in der Pipeline. Kurzum:
Hat Biotest mit seinen Bemühungen Erfolg, könnte Umsatz und Gewinn, beginnend mit dem Jahr 2016/2017 explodieren.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (12. August 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Biotest AG Stämme: 111 Stück
Biotest AG Vorzüge: 51 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Biotest AG kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie (Aktiengattungen) stellt keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


11. August 2014 - DAX bei rund 9.097 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.553 Punkten (Schlusskurs vom 08. August 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3395:
Seit meinem letzten Kommentar hat der DAX die Marke von 9.000 Punkten deutlich unterschritten. Inzwischen zeigen
sich bis dato aber wieder erste Stabilisierungstendenzen. Wie lange diese anhalten. bleibt fraglich. Trotzdem ergeben
sich durch die Kursrückgänge der jüngsten Vergangenheit auch immer wieder Gelegenheiten, Aktien unter Wert zu erwerben.

1. Helma Eigenheimbau AG
Die Helma Eigenheimbau AG ist ein deutscher, inzwischen börsennotierter Baudienstleister. Kurzum, Helma verantwortet
den Bau und Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern. Steigende Umsatzzahlen und steigende Gewinnzahlen erfreuen
seit geraumer Zeit schon das Anlegerherz. Folglich stieg auch der Aktienkurs in den letzten Jahren deutlich an. In 2009
kostete eine Aktie noch deutlich unter 5 Euro. Mittlerweile, trotz Kursrückgang der vergangenen Tage, schon rund 23 Euro.
Werden für das laufende Geschäftsjahr ungefähr 7 Millionen Euro beim Gewinn erreicht, hat das Unternehmen nach
meinem Unternehmensbewertungsmodell einen Wert von circa 90 Millionen Euro. Auch für die Folgejahre werden weitere
Gewinnsteigerungen unterstellt. Denn besonders auch in Deutschland gibt es einen Bauboom, der noch einige Jahre
anhalten dürfte. Einziges Manko meiner Meinung nach ist die geringe Eigenkapitalquote von rund 20 %. Diese spielt
aber in einem derartigen Bauboom nur eine untergeordnete Rolle. Dreht der Trend und der Markt für Immobilien wird
schwieriger, könnte die hohe Verschuldung des Unternehmens Probleme bereiten. Davon ist aber derzeit noch nichts zu
sehen und auch nichts zu erahnen.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (11. August 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Helma Eigenheimbau AG: 363 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Helma Eigenheimbau AG kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


05. August 2014 - DAX bei rund 9.210 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.569 Punkten (Schlusskurs vom 04. August 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3396:
Der DAX zeigt sich nach den großen Kursrückgängen der vergangenen Woche bislang recht stabil. Grund für den
heutigen Kommentar ist ein kleines Unternehmen aus Deutschland:

1. Biotest AG
Die Biotest AG ist ein kleines/mittleres, börsennotiertes Unternehmen aus Deutschland, dass vor allem im Bereich
von Blutplasmaprodukten unterwegs ist. So gehören Immunglobuline, Gerinnungspräparate und Proteinlösungen
zum existierenden Geschäft. Dieses läuft aktuell sehr gut. Kapazitäten werden erweitert, Gewinne sollten weiter
deutlich steigen. Bewertungstechnisch gesehen ist die Aktie derzeit, in Erwartung der Zahlen für das laufende Jahr,
ambitioniert bewertet. Blicken wir jedoch genauer hin, birgt das Unternehmen doch auch gute Chancen. Der Monat
Juli brachte für die Aktien von Biotest ein Minus von rund 20 %. An der Börse sind sowohl Vorzugsaktien, wie auch
Stammaktien von Biotest notiert. Charttechnisch gesehen liegen wir nach dem Kursrückgang nahe an einer überverkauften
Zone.
Es liegen bereits Analystenschätzungen vor für das Jahr 2015. Demnach hätte das Unternehmen nach heutigem Stand
"nur" noch eine Bewertung mit einem KGV von leicht über 20. Immer noch nicht billig, aber: Die Unternehmensgewinne
sollen auch über das Jahr 2015 weiter steigen. Zudem entwickelt das Unternehmen aktuell 3 eigene monoklonale
Antikörper mit eigenem Wirkprofil in unterschiedlichen Indikationen. Rheumatoide Arthritis, ein Milliardenmarkt und
Psoriasis werden zum Beispiel von dem am weitesten entwickelten MAK adressiert. Geht alles gut, könnte der erste
MAK bereits 2017 die Marktzulassung erhalten. Damit würde eine Neubewertung von Biotest notwendig. Eine kleine
Depotbeimischung mit Biotest kann also unter kurz-, mittel- und langfristiger Sicht Chancen bergen.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (05. August 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Biotest AG Stämme: 11 Stück
Biotest AG Vorzüge: 51 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Biotest AG kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie (Aktiengattungen) stellt keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


04. August 2014 - DAX bei rund 9.228 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.493 Punkten (Schlusskurs vom 01. August 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3420:
Tendenziell haben sich gewisse fundamentale Schwierigkeiten an der Börse vor dem großen Absturz
der Aktienindizes in den vergangenen Tagen bereits angedeutet (siehe auch meinen Kommentar vom 29. Juli 2014).
Hoher Euro, Ukraine-Krise, Portugal und Argentinien nebst Nahost sind derzeit Themen an den Börsen, die für
schlechte Stimmung sorgen. Vor allem die hohen Eurowechselkurse und die Krise vor der europäischen Haustür
mit Russland sind meiner Meinung nach die schwersten Negativfaktoren, die auf den Börsen lasten.
Zahlreiche Unternehmensmedlungen zeigen große Probleme aufgrund hoher Eurowechselkurse und nachlassendem
Geschäft mit Russland etc. Erstaunlich für mich, dass sich dies nahezu durch alle Sektoren zieht. Maschinenbau,
Bauwirtschaft, Software, selbst Medizintechnikanbieter oder Displayhersteller sind betroffen. Was meiner Meinung nach
an den Börsen in den letzten beiden Handelstagen statt gefunden hat, war eine irre schnelle Informationsverbreitung
genau dieser bereits deutlich sichtbaren Tatsachen. Und insbesondere am Freitag zeigten viele Aktien weit größere
Abschläge, als es der Gesamtmarkt signalisiert. Von Panik kann insbesondere am Freitag durchaus die Rede sein.
Mittlerweile signalisieren viele Aktien kruzfristig gesehen einen überverkauften Zustand, der sich gewaschen hat.
Eine kräftige Kurserholung kann daher eigentlich jederzeit einsetzen. Problematischer aus heutiger Sicht ist
vielleicht der mittelfristige Ausblick der Unternehmenszahlen, denn beide Hauptthemen, Eurostärke und Ukraine-Krise
bestehen unvermindert fort. Dennoch gibt es, ausgelöst durch die Panik am Freitag durchaus Chancen in defensiveren
Sektoren, deren Aktien ebenfalls in panikähnlichen Reaktionen massiv verloren haben. Auch mittelfristig gesehen.


29. Juli 2014 - DAX bei rund 9.579 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.982 Punkten (Schlusskurs vom 28. Juli 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3435:
Die politischen Krisenherde in der Welt, allen voran die Krise zwischen Russland und der Ukraine, liegen
derzeit schwer auf den Aktienmärkten. Was vor einigen Wochen vielleicht aus Börsianersicht nur ein flaues
Gefühl in der Magengegend war, manifestiert sich mittlerweile auch in den Unternehmensbilanzen, die
gerade auch durch ein anhaltend zögerliches Russlandgeschäft, aber auch durch einen sehr starken Euro,
negativ beeinflusst sind. So haben beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Software
und Automobilzulieferer jüngst ihre Erwartungen an die Gewinnentwicklung in diesem Jahr teilweise deutlich
nach unten korrigiert. Daher ist es vielleicht aktuell keine schlechte Idee, eine eher niedrige Investitonsquote
in Aktien zu halten.
Gleichwohl können sich auch immer Chancen ergeben, die ich aktuell vor allem eher in defensiven Werten
erkennen kann.

1. Haemato
Mittlerweile wieder hochinteressant finde ich den Aktienkurs der Haemato AG, die vor allem mit Parallelimporten
von Medikamenten und Generikaprodukten ihr Geld verdient. Die jüngste Kursentwicklung seit circa Mai diesen
Jahres muss als katastrophal bezeichnet werden. Dennoch ergeben sich auf diesem Kurs- und Bewertungsniveau
meiner Meinung nach auch wieder Chancen. Das Geschäftsmodell erlaubt derzeit hohe Margen, die weit über
den Kapitalkosten liegen und damit als wertschaffend charakterisiert werden können. Die Bilanz ist, bezogen
auf den jüngsten Geschäftsbericht, mit einer Eigenkapitalquote von fast 60 % durchaus als sehr solide zu
bezeichnen. Würde unterstellt, dass in dem laufenden Geschäftsjahr "nur" das Ergebnis des letzten Jahres
erreicht würde, dürfte der Unternehmenswert nach meinem Modell bei ungefähr 121 Millionen Euro angesiedelt
werden. Trotdem kann der zuletzt abwärts gerichtete Aktienkurs durchaus noch Mal den ein oder anderen
schwachen Tag sehen, obwohl die Bollingerbänder und andere Indikatoren (rein charttechisch gesehen)
nahe den unteren Umkehrpunkten notieren und daher eine Reaktion des Aktienkurses nach oben, jederzeit
möglich erscheint.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (29. Juli 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Haemato AG : 3721 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Haemato AG kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


10. Juli 2014 - DAX bei rund 9.683 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.985 Punkten (09. Juli 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3635:
Mittlerweile könnte der DAX eventuell einen Bereich betreten haben, in dem zumindest technisch und
kurzfristig gesehen eine Umkehr des jüngsten Abwärtstrends möglich erscheint. Wollte ich gestern aus
technischer Sicht noch etwas abwarten, macht ein erster kleiner Positionsaufbau in dem ein oder anderen
Wert vielleicht heute schon Sinn.

1. PNE Wind
Die PNE Wind AG fokusssiert sich in ihrem Geschäftsmodell auf die Entwicklung von Windparks im In- und
Ausland durch die gesamte Wertschöpfungskette hindurch bis hin zum Verkauf eines Windparks, meist
mit nachfolgender Betriebsführung. Sowohl Onshore als auch Offshore ist PNE Wind vertreten.
Die größten Risiken für dieses Projektgeschäft sind in der Politik und möglichen Änderungen der Einspeisevergütung
für Strom aus Windkraft, oder der Gesetzeslage rund um das Thema Errichtung von Windparks zu suchen.
Schenkt der Anleger einigen Gewinnschätzungen glauben, könnten in 2014 rund 19 Millionen Euro verdient
werden. Dies würde nach meinem Unternehmensbewertungsmodell einen Unternehmenswert von rund
263 Millionen Euro rechtfertigen. Beim aktuellen Aktienkurs von rund 2,85 Euro pro Aktie ergibt sich aktuell
ein Unternehmenswert von rund 159 Millionen Euro. Also noch viel Luft bis zum vermeintlich "fairen"
Unternehmenswert. Eine erste Anfangsposition macht hier eventuell Sinn, zumal PNE Wind jetzt technisch
gesehen wieder steigende Kurse zeigen könnte. Sollte es dennoch weiter bergab gehen, bleibt die Option
des Nachkaufens, so lange sich am Geschäftsmodell der PNE Wind und den politischen Rahmenbedingungen
nichts gravierendes verändert.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (10. Juli 2014)
Anteile in folgender Höhe:

PNE Wind: 1601 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte PNE Wind kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


09. Juli 2014 - DAX bei rund 9.764 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.906 Punkten (08. Juli 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3610:
Der Aktienmarkt atmet aus meiner Sicht derzeit ein bischen durch. Ich erwarte dennoch aus heutiger
Sicht einen Fortlauf der Aktienhausse hüben wie drüben des Atlantiks. Nach wie vor gibt es viele wahnsinnig
interessante und billig erscheinende Aktien, die sich auf meinem "Such- und Beobachtungsschirm" befinden.
Da auch ich aber inzwischen im Zeitalter der Charttechnik und der technischen Indikatoren angekommen bin,
warte ich mit einem größeren Einstieg auf untere Umkehrpunkte. Als fundamental denkender Anleger bin ich
natürlich nicht gänzlich auf das Ufer der Charttechniker übergesprungen. Vielmehr helfen mir Charts und technische
Analysen von Aktienkursen bei meiner klaren Sicht auf fundamentale Faktoren und Unternehmensbewertungen
im Hinblick auf einen möglichst optimalen Einstiegszeitpunkt und gegebenenfalls auch im Hinblick auf einen
guten Verkaufszeitpunkt. Da ich bei den wenigsten Aktien derzeit schon untere, kurzfristige Umkehrpunkte
im Aktienkursverlauf erkennen kann, stelle ich heute folgerichtig auch kein neues Unternehmen vor.


19. Juni 2014 - DAX bei rund 10.005 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.875 Punkten (Tagesverlauf)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3622:
Der DAX hat die Marke von 10.000 Punkten zunächst wieder zurück erobert. Anlass für den heutigen
Kommentar ist ein Unternehmen der Autozulieferbranche, dass bereits mehrfach Thema an dieser Stelle
war, zuletzt am 17. Januar 2014, namentlich PWO:

1. PWO
Die PWO (Progress-Werk Oberkirch AG) aus dem badischen Oberkirch ist ein Unternehmen der
Autozulieferindustrie, dass kürzlich in seinem Aktienkurs etwas zurück gekommen ist. Aktuell notiert der
Aktienkurs bei knapp 51 Euro. Dies könnte eine Möglichkeit für den Wiedereinstieg sein?
Das Unternehmen profitiert von den weltweit boomenden Automobilmärkten und sollte daher im Gleichklang
mit der Autoindustrie steigen. Zudem sollte PWO von dem zunehmenden Trend zur Leichtbauweise in der
Automobilindustrie profitieren. Der faire Wert auf Basis von Ergebnisschätzungen für das Jahr 2015
bezogen auf die aktuelle Bilanz könnte bei ungefähr 233 Millionen Euro angesiedelt werden. Aktuell
stehen wir bei rund 160 Millionen Euro. Mithin also noch Kurspotential. Wichtig bei allen zyklischen Werten
ist, diese bei einem Abschwung der jeweiligen Branche sofort zu verkaufen. Von einem Abschwung der
Automobilindustrie kann aber derzeit nicht die Rede sein.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (19. Juni 2014)
Anteile in folgender Höhe:

PWO: 293 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte PWO kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


16. Juni 2014 - DAX bei rund 9.891 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.776 Punkten (Schlußkurs vom 13. Juni 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3521:
Der DAX hat zwischenzeitlich sowohl auf Intradaybasis als auch vom Schlußstand her gesehen die Marke
von 10.000 Punkten geknackt. Vermutlich flankiert durch die abermalige Zinssenkung der EZB mit Einführung
von Strafzinsen für Banken, die Geld bei der EZB parken und dies nicht in Form von Krediten in die Realwirtschaft
weiterreichen. Dieser Schritt sollte die Kreditvergabe weiter anheizen und zunächst liquiditätserhöhend wirken.
Abgesehen davon ist der DAX aktuell von dieser Marke wieder zurück gekommen und befindet sich unter der
Marke von 9.900 Punkten. Meiner Meinung nach eine normale Wellenbewegung nach unten, bevor es dann,
vermutlich im weiteren Verlauf des Jahres, wieder deutlich über die Marke von 10.000 Punkten gehen kann.
Aus meiner Sicht stehen damit die Börsenampeln weiterhin auf grün.


21. Mai 2014 - DAX bei rund 9.683 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.499 Punkten (Tagesverlauf)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3660:
Heute sind Zahlen von Trina Solar auf den Tisch gekommen. Trina Solar, ein chinesiches Solarunternehmen.
Viele Solarunternehmen haben in den letzten Wochen eine Talfahrt ihrer Aktienkurse durchlebt. Technisch
gesehen sogar bis an die untere Grenze der Bollinger Bänder. Nun könnte die Positivmeldung von Trina
Solar für einen Stimmungsumschwung in diesem Sektor sorgen. Trina Solar hat Gewinne abgeliefert, die weit
über den Erwartungen der Analysten lagen. Die Zukunft wird grundsätzlich positiv bewertet mit leicht steigenden
Preisen für Silizium, die ein wenig auf die Marge drücken könnten. Dennoch, aus Sicht des Unternehmens also
Sonnenschein mit minimaler Bewölkung. Jinko Solar, das Unternehmen mit den niedrigsten Produktionskosten,
hat bis dato "nur" um rund 4 % zugelegt, während Trina Solar schon um rund 20 % zugelegt hat. Vielleicht eine
Chance, dass daraus kurfristig und mittelfristig noch deutlich mehr wird!?

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (21. Mai 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Jinko Solar : 601 Stück
Trina Solar: 202 Stück
First Solar: 381 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an den zuvor aufgeführten Aktien können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellten Jinko Solar, Trina Solar und First Solar können in die Insolvenz gehen und
der Anleger damit sein angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellten Aktien stellen keine Kaufempfehlung dar.
Sie dient rein informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


16. Mai 2014 - DAX bei rund 9.647 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.447Punkten (Schlußkurs vom 15. Mai 2014)-
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3717:
Heute hat das Brokerhaus Lang & Schwarz Zahlen zum ersten Quartal (Q1) vorgelegt. Ich weise hier auf
meinen Kommentar vom 08. Oktober 2013 hin, an dem Lang & Schwarz bereits schon einmal Thema war.
In Q1 ist von einem fulminantem erstem Quartal die Rede. Und auch der Ausblick auf das zweite Quartal
verspricht weiter guten Erfolg. Getragen wird dieser Erfolg natürlich durch die gute und volatile Börsenlage
sowie durch die Unternehmensbeteiligung an Wikifolio und die damit verbundenen Umsätze. 0,39 Euro pro Aktie
sind in Q1 hängen geblieben. Würde man dieses Ergebnis mit 4 multiplizieren, was hier reine Spekulation ist,
läge man am Ende des Jahres bei 1,56 Euro pro Aktie. Bei einem Kurs von aktuell rund 9,25 Euro pro Aktie
ergäbe dies ein KGV von unter 6. Da bedarf es dann auch keiner Rechnung mehr, um eine Unterbewertung
der Aktie zu erkennen.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgende Aktie derzeit (16. Mai 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Lang & Schwarz: 1091 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Lang & Schwarz kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


14. Mai 2014 - DAX bei rund 9.754 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.654Punkten (Tagesverlauf) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3706:
"Sell in May and Go Away!" Bis dato offenbar noch nicht. Insgesamt bleibe ich bei meiner Meinung, dass der
Höhepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Aufschwungzyklus,noch nicht erreicht scheint. Die EZB
möchte den Markt weiter mit billigem Geld fluten und insgesamt scheint die weltwirtschaftliche Situation solide
zu sein, aber noch lange nicht euphorisch. Noch ein Kommentar zu Gilead Sciences:

1. Gilead Sciences
Gilead Sciences hat mittlerweile die Marke von 80 US-$ hinter sich gelassen. Positiv stimmt auch, dass sich
der gesamte Biotechsektor im Bereich der großen Biotechunternehmen wieder zu erholen scheint. Jüngst gab es
von Gilead zudem die Nachricht, dass ein Aktienrückkaufprogramm nahezu verdoppelt wird. Sicher eine zusätzliche
Botschaft aus dem Unternehmen, dass seinen Aktienkurs wohl aktuell als zu niedrig ansieht.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgende Aktie derzeit (14. Mai 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Gilead Sciences: 351 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Gilead Sciences kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


24. April 2014 - DAX bei rund 9.611 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.501 Punkten (Schlußkurs vom 23. April 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3826:
Die Aktienkurse an den wichtigsten Börsen der westlichen Welt haben sich wieder erholt. Trotz schwelender
Krise in der Ukraine und trotz Problemen in Schwellenländern. Nach wie vor ist die Situation der Rohstoffmärkte
sehr unbefriedigend für die Minengesellschaften beziehungsweise die Produzenten von Rohstoffen.
Ein Fragezeichen der Weltwirtschaft, dass meiner Meinung nach schon für sich genommen den Schluß
zulässt, dass der Höhepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Aufschwungzyklus, trotz immer
wieder aufkommender Rückschläge, noch lange nicht erreicht ist. Diese Situation aber ist es, die es stabilen
Unternehmen erlaubt, ihre Gewinne deutlich zu steigern in einem Umfeld stabiler Zinsen. Das spricht grundsätzlich
eher für steigende Aktienkurse.

1. Gilead Sciences
Meines Wissens das größte Biotechnologieunternehmen aus den USA in Bezug auf die Marktkapitalisierung.
Jüngst wurde ein großer Erfolg gelandet mit einem Medikament gegen Hepatitis C. Dieses Medikament heilt in
nahezu fast allen Fällen Hepatitis C. Die jüngst vorgelegten Quartalszahlen haben überzeugt und Analysten heben
den Daumen und schrauben die Gewinnerwartungen für dieses und das nächste Jahr weiter herauf.
Nach meinem Modell (auf Basis der geschätzten Gewinne für 2014 und 2015) darf Gilead rund 135 Milliarden US-$
kosten (Basis 2014) beziehungsweise rund 166 Milliarden US-$ (Basis 2015). Aktuell kostet das Unternehmen
an der Börse aber "nur" rund 113 Milliarden US-$. Also viel Luft nach oben. Rund 45 %. Natürlich bei allen erdenklichen
Risiken. Doch auch in der Vergangenheit hat sich Gilead bereits einen Namen gemacht, nämlich im Bereich HIV.
Die Pipeline ist voll und neue Medikamente gegen Diabetes, Leukemie, Lymphdrüsenkrebs, Hepatitis B und weitere
befinden sich in der letzten klinischen Prüfphase vor der möglichen Marktzulassung.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgende Aktie derzeit (24. April 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Gilead Sciences : 241 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte Gilead Sciences kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


11. April 2014 - DAX bei rund 9.340 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.170 Punkten (Schlußkurs vom 10. April 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3887:
Die Sorgenfalten scheinen wieder um sich zu greifen. Ukraine, Schwellenländer usw. Hinzu gekommen
ist wohl der stärkere Abgang der Technologieaktien, die sich wohl in zu große Höhen, gemessen an ihren
Gewinnen, vor gewagt haben. Eigentlich verfolgen die Notenbanken eine vernünftige Politik. Sie versuchen,
die Zinsen niedrig zu halten, und eine gute Balance zu finden zwischen einer maximal mäßigen Inflation und
der Vermeidung einer Deflation. Bisher ist dies im Wesentlichen auch gut gelungen und daher stieg der DAX
und der Dow Jones unter Schwankungen immer weiter an. Ob das auch in Zukunft so bleibt, weiss aktuell
niemand so genau. Versuchen werden die Notenbanken auf jeden Fall, an ihre alte Politik anzuknüpfen und
stärkere Ausschläge bei Inflation und Deflation zu vermeiden. Einige Aktien aus den "zu hoch bewerteten
Sektoren" wie zum Beispiel Biotech finde ich persönlich schon wieder günstig, zumindest wenn man den
Zeithorizont auf das Jahr 2015 setzt. Dennoch kann es sein, dass die große Dynamik im Abverkauf von
Biotechnologieaktien und anderen Tech-Titeln zunächst weiter anhält. Denn die Baisse nährt leider die Baisse.
Und mancher Anleger, der Techaktien für den langen Zeithorizont gekauft hat, bekommt die Meldungen
über massiv fallende Aktienkurse leider jeden Tag unter die Nase gerieben. Manch einer wird dann doch nervös,
neigt zu Panikverkäufen und der Kreis schliesst sich.


03. April 2014 - DAX bei rund 9.616 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.573 Punkten (Schlußkurs vom 02. April 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3766:
Die deutlich wahrnehmbare Entspannung (zumindest bis dato) der Krim Krise hat wohl zu einer deutlichen
Erholung der Aktienkurse geführt. Mittlerweile vermeldet der breit gefasste S&P 500 Index sogar ein
Rekordhoch. Zyklische Aktien sowie Bauwerte sind aktuell deutlich auf dem Vormarsch. Biotechnologieaktien
haben jüngst mehrheitlich Federn lassen müssen. Grundsätzlich denke ich, dass hier Aktienkursbewertungen
den fundamentalen Gewinntrends voraus geeilt sind. Einige große amerikanische Biotechnologieaktien sehe
ich zwar auf Basis der erwarteten Gewinne des laufenden Jahres als zu hoch bewertet an. Werden allerdings
die Gewinnschätzungen des Jahres 2015 zu Grunde gelegt, sieht die Sache bei einigen Biotechnologieaktien
durchaus wieder fair aus. Und auch die Jahre nach 2015 sollten weitere Gewinnsteigerungen mit sich bringen.
Deutlich im Aufschwung waren zuletzt auch Aktien aus dem Bereich Speicherlösungen und Cloud. Hier entwickelt
sich scheinbar ein stark wachsender Markt, der allerdings natürlich auch hart umkämpft ist. Trotzdem sind die
Bewertungen in diesem Bereich derzeit günstig, wenngleich nach einem solchen Aufschwung auch mal eine
Pause für weitere, eventuelle Kurssteigerungen eingelegt werden könnte. Unklar ist weiterhin, ob sich auch
der DAX eine kleine Pause gewährt und zunächst einmal etwas konsolidiert oder ob die Hausse die Hausse
nährt und wir in Kürze auch mit einem neuen Rekord beim DAX rechnen müssen.


24. März 2014 - DAX bei rund 9.281 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.302 Punkten (Schlußkurs vom 21. März 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3765:
Die in meinem Kommentar vom 17. März vermutete Zwischenerholung war da. Auch scheint nun tatsächlich
das Kapitel III in der Ukraine zum Greifen nah. Daher erscheint es mir aktuell überraschend, wie gut sich der
DAX noch vor diesem Nachrichtenhintergrund hält. Fraglich, wie lange noch. Wir werden sehen. Sicherlich
würden nun auf ein Greifen Russlands nach der Ostukraine auch Wirtschaftssanktionen in Kraft treten, die
nicht mehr nur symbolische Kraft haben, sondern zu massivem wirtschaftlichen Schaden auf beiden Seiten
führen sollten.


17. März 2014 - DAX bei rund 9.090 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.066 Punkten (Schlußkurs vom 14. März 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3888:
Die Krim hat abgestimmt. Über 95 % aller Bewohner haben sich für den Anschluss an Russland entschieden.
Doch der "demokratische" Westen kann dieses eindeutige Ergebnis offenbar nicht akzeptieren. Hochbezahlte
Juristen aus der EU sehen eine Unvereinbarkeit dieser Abstimmung mit internationalem Recht. Doch was ist
eigentlich passiert? Ein Teil der Bevölkerung der Ukraine hat die Regierung gestürzt. Vorwiegend Menschen aus
des westlichen Teil der Ukraine. Der westliche Teil, in dem es kaum Rohstoffvorkommen gibt und eine hohe
Arbeitslosigkeit vorherrscht, möchte sich gerne gen Westen orientieren und hat zu diesem Zweck die Regierung
gestürzt. Damit sind für alle Bürger der Ukraine quasi über Nacht veränderte Bedingungen entsanden. Zwar hinkt
der Vergleich, jedoch stelle man sich einmal vor, dass ein Teil der Bürger Deutschlands dafür stimmen, wieder ein
System aufzubauen wie in der DDR. Zu diesem Zweck wird die aktuelle Regierung gestürzt. Wie würde sich dann
wohl ein Bayer oder ein NRW´ler fühlen und würde er der neuen Regierung bedingungslos folgen? Wohl kaum!
Die veränderten Bedingungen in der Ukraine fordern alle Ukrainer zu einer Standortbestimmung auf und die wurde
auf der Krim in ganz eindeutiger Weise abgegeben. Pro Russland!!!
Für die Börse bedeutet dies zunächst Klarheit und auch die bislang im Raum stehenden Sanktionen tragen eher
gesichtswahrenden Charakter für den Westen (EU-Einreiseverbot, Kontensperrung). Damit kann eigentlich jede
Seite mehr oder weniger gut leben. Daher kann die Börse eigentlich jetzt zu einer Zwischenerholung starten,
zumal sich an dem technisch überverkauftem Zustand der Börsen aktuell nichts verändert hat.
Doch könnte es in der Ukraine, auch wenn der Westen vernünftig reagiert, noch zu einem beunruhigendem
Kapitel III kommen. Schliesslich gibt es neben dem armen Westen und der Krim noch den rohstoffreichen Osten,
in dem auch viele Industriebetriebe ansässig sind und zudem die Arbeitslosigkeit niedriger ist als im Westen der
Ukraine. Auch hier streben die Menschen meiner Einschätzung nach überwiegend gen Russland und nicht gen
Westen. Das könnte ein weiterer, bedeutungsvollerer Zankapfel zwischen Russland und dem Westen werden.
Dieses Kapitel III in der Ukraine könnte auch für die Börsen noch einmal zu einem kräftigen Rücksetzer führen,
so es denn aufgeschlagen wird. Aber im Augenblick ist dieses Thema noch in weiter Ferne, so dass sich durchaus
für die Börsen die Möglichkeit einer kräftigen Zwischenerholung ergibt.


12. März 2014 - DAX bei rund 9.191 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.351 Punkten (Schlußkurs vom 11. März 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3858:
Krim und Asien (China). Wieder einmal beherrschen diese beiden Themen die Börse und Unsicherheit macht sich
breit. Nun hat der DAX auch die Marke von 9.200 Punkten nach unten genommen. Damit zeigt sich der DAX als
deutlich überverkauft. Auf der Krim ist eigentlich mehr oder weniger alles klar. Zumindest dann, wenn der Westen
nicht interveniert. Natürlich gibt es hier sehr viele Meinungen. Aber letztlich wäre die Ukraine nicht das erste Land,
in dem unterschiedliche Volksgruppen entscheiden, eigene Wege zu gehen. Tschechien und die Slowakei können
hier sicher mit Ihrere Geschichte für Vernunftsimpule in der Ukraine sorgen. Rein demokratisch gesehen leben
auf der Halbinsel Krim mehr als 60 % Russen. Und die sehen sich nun mal in Russland richtig aufgehoben.
Andere Teile der Ukraine sehen sich in der EU am besten aufgehoben. Fein, soll doch jeder sich zu seiner
"Lieblingsregion" orientieren und die Krim-Krise wäre ad acta.
Die Datenlage in China zeigt sich zunehmend beunruhigend. Die Wachstumsraten fallen und zudem sind aktuell
Rohstoffe wie zum Beispiel Kupfer unter Preisdruck. Hier können durchaus Probleme in der "Pipeline" stecken,
die der Weltwirtschaft Sorgenfalten ins Gesicht treiben könnten.
Das dritte Argument für fallende Kurse ist der seit vielen Jahren andauernde Bullenmarkt, der doch mal zu Ende
gehen muss. Dem mag so sein. Jedoch sehe ich hüben wie drüben des Atlantiks rein analytisch gesehen
neben sehr teuren Aktien auch jede Menge Schnäppchen. Der Markt ist inhomogen. Anders als Ende 2007.
Da habe ich gar keine Schnäppchen mehr gesehen. Die Schnäppchen sehe ich übrigens sogar bei einer sehr
vorsichtigen Betrachtung der langfristigen Zinsen bei rund 5 bis 6 %. Würde ich das derzeitige Zinsniveau
einpreisen, dürften Aktien, rein bewertungstechnisch gesehen, auch in ganz anderen Höhen stehen.


10. März 2014 - DAX bei rund 9.324 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.452 Punkten (Schlußkurs vom 07. März 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3862:
Politische Börsen haben kurze Beine. Wieder einmal hatte sich diese Börsenweisheit kurzfristig bewahrheitet. Nachdem
zwischenzeitlich Signale der Entspannung aus Rußland zu vernehmen waren, stieg der DAX schnell wieder an. Doch
leider wird die Geschichte "Ukraine und Krim" un ein weiteres Kapitel vergrößert. Putin will die Krim offenabar um jeden
Preis. Dieses neue Kapitel muss wiederum erst einmal von der Börse verdaut werden, bevor auch dann von dieser Seite
erneut eine Beruhigung eintreten sollte. Natürlich wird die Börse aktuell aber nicht nur von der Politik beeinflusst.
Wiederum schlechte Konjunkturdaten aus Japan und China sorgten für erneute Sorgenfalten unter Börsianern. Man wird
abwarten müssen, ob der DAX und andere Indizes noch tiefer fallen werden. Rein technisch gesehen könnte es von dieser
Stelle auch wieder aufwärts gehen, denn der Aktienmarkt (DAX) ist überverkauft. Es fehlt derzeit nur ein positiver Funke,
um die Stimmung kurzfristig zu drehen. Ob dieser Funke kommt, muss abgewartet werden.


03. März 2014 - DAX bei rund 9.435 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.321 Punkten (Schlußkurs vom 28. Februar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3772:
Zunächst ein Nachtrag zu meinem Kommentar vom 17. Februar 2014: Inzwischen sind die Zahlen von First Solar
auf dem Tisch. Leider brachten die Zahlen eine kurzfristige Enttäuschung. Begründet wurden die schlechter als
erwarteten Zahlen mit zahlreichen Projektverzögerungen, die übrigens auch in Q1 anhalten sollten. Buchungstechnisch
bedeutet das, dass Umsätze und Gewinne später anfallen. Eine Guidance für das Gesamtjahr soll erst im März gegeben
werden. Erfreulich, dass es eine erneute Effizienzsteigerung der Cadmiumtellurid Solarmodule gegeben hat. Fundamental
hat sich der Ausblick und die zukünftigen Möglichkeiten des Unternehmens meiner Meinung nach nicht verändert.
Vielleicht kam es auch deswegen zu einer schnellen Erholung des Aktienkurses!? Trotzdem habe ich mein
Investment in First Solar reduziert, verfolge aber die nächsten Tage/Wochen/Monate sehr genau, um eventuell bei
einer guten Gelegenheit mein Investment erneut zu erhöhen.
Nun zum aktuellen Marktgeschehen: Wieder einmal kamen eher schlechte Konjunkturdaten aus China. Doch sämtliche
Themen an der Börse werden derzeit durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine überlagert, der aktuell
schwer auf den Börsen lastet. Ich erwarte, dass hier alle Seiten vernünftig bleiben und es insofern bald zu einer
gewissen Beruhigung der Gemüter kommen wird. Davon könnten dann auch die Börsen wieder leicht profitieren.
Schliesslich heisst es nicht umsonst: Politische Börsen haben kurze Beine! Sollte sich die Lage dagegen weiter
verschärfen, ist natürlich mit weiter fallenden Aktienkursen zu rechnen. Wie schon geschrieben, erwarte ich eher eine
rasche Beruhigung der Lage und damit auch eine Beruhigung an den Börsen. Aktuell sind natürlich in Folge der Krise
die Preise für Gold, Silber und Öl (Energie) gestiegen. Gerade im Bereich der Energie (Öl und Gas) könnte die
Krise in der Ukraine auch anhaltender dafür sorgen, dass Europa eventuell von russischen Gaslieferungen, die
über Pipelines durch die Ukraine laufen, abgeschnitten wird beziehungsweise diese zumindest gedrosselt werden.
Dies hätte dann vermutlich einen nachhaltigeren negativen Effekt auf die Konjunktur in Europa.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (03. März 2014)
Anteile in folgender Höhe:

First Solar : 201 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte First Solar kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


17. Februar 2014 - DAX bei rund 9.663 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16.154 Punkten (Schlußkurs vom 14. Februar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3699:
Sehr kurzfristig gesehen lag ich mit meiner abwartenden Haltung beim Kauf von Aktien wohl falsch. Warten wir
nun einmal ab, was uns in dieser Börsenwoche erwartet. Grund für meinen heutigen Kommentar ist eine
meiner Meinung nach interessante Beobachtung bezüglich eines Unternehmens, dass hier bereits mehrfach
Thema war, namentlich First Solar.
Bislang war es fast immer so, dass der Aktienkurs von First Solar weniger stark gestiegen ist, wenn alle Solarwerte
nach oben marschiert sind. Auch umgekehrt galt, dass First Solar weniger verloren hat, als andere Solarwerte,
wenn insgesamt der Sektor nach unten tendierte. Diese "Gesetzmäßigkeit" scheint in den letzten Tagen/Wochen
durchbrochen. First Solar steigt stärker als andere Solarwerte. Und First Solar steigt, auch wenn andere Solarwerte
fallen. Zahlen werden zum 24. Februar erwartet. Die Verfasung des Aktienkurses spricht dafür, dass entweder die Zahlen
gut sein werden oder der Ausblick auf das laufende beziehungsweise das folgende Jahr. Als Investor beobachtet man
oftmals die Arbeit guter Unternehmen und wundert sich teilweise über lange Jahre hinweg, warum der Aktienkurs nicht
recht vom Fleck kommen will. Entwicklungsgeschichten brauchen oftmals ihre Zeit und ein explodierender Aktienkurs
folgt oftmals in einem relativ kurzen Zeitfenster von wenigen Monaten oder ungefähr einem Jahr. Genau dann sollte
ein Investor mit an Bord sein, um die wirklich großen Fische zu fangen. Bei First Solar könnte mittlerweile eine solche
Konstellation vorliegen. Mit seiner CdTe- Technologie ist First Solar weltweit führend und kann diese Technologie vor
allem dort zum Einsatz bringen, wo große Temperaturschwankungen den Einsatz von Solarzellen auf Siliciumbasis
begrenzen. Also zum Beispiel in Australien, im nahen und mittleren Osten, in Indien oder in Afrika spielen die
Produkte von First Solar bei Solarparks eine wichtige Rolle. Auch in den Wüstengebieten der USA mischt First Solar zudem
kräftig mit.
First Solar hat eine hoch gesunde Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von über 64 %. Intangible Assets sind nicht mehr
vorhanden und Goodwill ist nur noch minimal vorhanden. Die Erwartungen der Analysten für das Jahr 2014 sind niedriger
als die geschätzten Ergebnisse für das Jahr 2013. Das hört sich zunächst ungünstig an, da die Gewinndynamik damit auf den
ersten Blick nicht überzeugen kann.
Auch bewertungstechnisch ist First Solar auf Basis der erwarteten Ergebnisse in 2014 von rund 340 Millionen US-$ eigentlich
recht fair bewertet. Nach meinem Unternehmensbewertungsmodell billige ich First Solar einen Unternehmenswert von rund
5,34 Milliarden US-$ zu. Die aktuelle Börsenwert liegt bei rund 5,29 Milliarden US-$. Doch was passiert möglicherweise
jetzt fundamental gesehen mit First Solar?
Wie uns allen bekannt, hat First Solar im letzten Jahr ein Unternehmen gekauft namens TetraSun. Dieses Unternehmen
besitzt eine Technologie, mit der es möglich ist, die mit großem Abstand effizientesten Solarzellen auf Siliciumbasis
weltweit zu produzieren. First Solar hat bereits erklärt, dass diese Technologie zudem in großtechnischer Produktion
erzeugt werden kann und damit wettbewerbsfähig und kostengünstig sein wird. Der massive Aufbau von Produktionsanlagen
sollte zu finanziellen Belastungen führen, die das Jahr 2014 überschatten. Im zweiten Halbjahr 2014 ist damit zu rechnen,
dass die Massenproduktion startet. Dann stehen den immensen Kosten auch Einnahmen gegenüber, die sich in 2015
positiv auswirken sollten. Und mit Vorlage der Q4 Zahlen Ende Februar werden sich die Analysten hinsetzen und sich
überlegen, wie viel First Solar in 2015 verdienen kann. Sollten hier Zahlen durchsickern, die bei 5, 6 oder gar 7 US-$ pro Aktie
liegen, darf sich jeder selbst das KGV auf Basis des Jahres 2015 ausrechnen. Dann ein KGV von um oder unter 10 bei
einem marktbeherrschenden Unternehmen mit bester Bilanzstruktur in einem boomenden Sektor.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (17. Januar 2014)
Anteile in folgender Höhe:

First Solar : 451 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie kann je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellte First Solar kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


03. Februar 2014 - DAX bei rund 9.195 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 15.505 Punkten (Tagesverlauf) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3533:
Sah es vor rund 1 Monat noch so aus, als würde die Konjunktur weiter anziehen, zyklische Unternehmen noch
an Wert gewinnen und das Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht sein, mit entsprechenden Auswirkungen auf die
Aktienmärkte im Jahr 2015 oder 2016, ergibt sich nun ein komplett anderes Bild, mit dem sich die Börse aktuell
auseinander setzen muss. Mittlerweile sieht es so aus, als ob die konjunkturelle Aufwärtsbewegung, auch durch
die Unruhen in vielen Schwellenländern, zu einem abrupten Ende kommt. Demnach dürfte der Aktienmarkt
kurzfristig die größten Verluste erleiden, bevor dann die Notenbanken wieder eingreifen müssen, um die Konjunktur
und die Finanzmärkte zu stabilisieren. Konkret heisst das wohl, dass es weder in Europa von der EZB, noch in Amerika
von der Fed in den nächsten circa 2 Jahren zu einer Zinsanhebung kommen kann/wird. Auch der Austieg aus den
milliardenschweren Anleihekäufen der Fed (Tapering) wird eventuell sehr rasch in Frage gestellt und vorerst eingestellt
werden. Für den Anleger wird aktuell ein Bild skizziert (und dieses kann sich natürlich auch wieder drehen), in dem
kurzfristig die größten Verluste am Aktienmarkt drohen könnten. Vor allem in konjunktursensitiven und spekulativen
Aktien/Unternehmen. Später im Jahr könnte es eventuell zu einer Bodenbildung bei den Aktienkursen kommen.
Aufbauend auf diesem Boden könnte es dann im Verlauf des Jahres 2015, bedingt durch die weiteren Geldspritzen
der Notenbanken, wieder zu leichten Kursanstiegen kommen. Kurzfristig jedoch scheint es nun, nach weiteren
verheerenden Meldungen zur weltweiten Konjunktur und anhalten wirtschaftlichen Unruhen in den Schwellenländern,
zu einem stärkeren Abfall der Aktienkurse weltweit kommen zu können.


29. Januar 2014 - DAX bei rund 9.513 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 15.929 Punkten (Schlußkurs vom 28. Januar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3673:
Kaum waren die Zeilen gestern geschrieben, schon kam eine weitere Nachricht zu den Auftragseingängen
der US-Industrie, die überraschend schwach verliefen. Ein weiteres Indiz für meine gestrige Vermutung, dass die
Wirtschaft eventuell in schwereres Fahrwasser kommen könnte. Ob es an den Problemen der Schwellenländer
liegt oder an den gestiegenen Anleihezinsen? Vermutlich wirken beide Faktoren in diese These der schlechter
laufenden Konjunktur hinein. Wie dem auch sei. Jedenfalls passen auch die niedrigen Preise für Rohstoffe und
Agrarrohstoffe zu dieser Theorie, genauso wie das äusserst vorsichtige Agieren der Notenbanken EZB und Fed.
Damit richtet sich urplötzlich der Blick wieder etwas weg von den zyklischen Unternehmen hin zu Unternehmen
mit beständigeren und planbareren Gewinnen. So ist eben Börse. Nachfolgend möchte ich gerne noch 2 Aktien
mit Perspektive vorstellen:

1. Isis Pharmaceuticals
Isis ist ein Biotechnologieunternehmen aus den USA. Aufmerksam geworden auf Isis bin ich bereits um die
Jahrtausendwende, doch mangels erfreulicher Kursentwicklung und angesichts attraktiverer Unternehmen der
Peer-Gruppe geriet Isis in Vergessenheit. Leider etwas zu lange, denn Anfang 2013 begann der kometenhafte
Aufstieg des Aktienkurses von rund 10 US-$ auf derzeit rund 50 US-$. Isis verfolgt einen einzigartigen Ansatz
in der Biotechnologie, der mittlerweile auch Früchte trägt. Während die DNA träger der Erbinformationen ist,
ist die RNA der Botenstoff, der Zellorgane zur Produktion ganz bestimmter Proteine/Substanzen anregt oder
die Produktion unterbindet. Verändert man die RNA durch äussere Zugabe, so stört man letztlich Botschaften
aus der DNA an die Zellorgane. Durchaus mit Erfolg. Beispielsweise lässt sich durch eine Zugabe an RNA
die Produktion von Cholesterin mindern, die Ursache für viele Herz-Kreislauf-Problematiken ist. Doch die Anwendung
von RNA basierten Medikamenten ist unheimlich breit. Krebs, Stoffwechselkrankheiten, seltene Krankheiten,
entzündliche Erkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen. An allem wird bei Isis gearbeitet. Die Patente
von Isis gehen in die Tausende. Diese Firma hat prinzipiell das Zeug, zu den ganz großen der Biotechbranche
aufzusteigen. Die großen notieren bei Unternehmenswerten zwischen 50 und 100 Milliarden US-$. Isis bei knapp 6.
Also immer noch viel Luft nach oben. Zumindest theoretisch.

2. Nanogate
Die deutsche Nanogate ist ein kleines Unternehmen aus der zukunftsträchtigen Nanotechnologie. Die Bilanz
ist sehr solide und das Unternehmen steigert seine Gewinne enorm. Prognosen gehen davon aus, dass
das Unternehmen seine Gewinne in 2014 und 2015 jeweils verdoppelt gegenüber 2013. Mit seinen rund
100 Millionen Euro Unternehmenswert ein wie geschrieben kleines Unternehmen, dass aber, anders als
die Konkurrenz, bereits Gewinne erzielt. Nanogate hilft Unternehmen, Oberflächen nach eigenen Wünschen
zu verändern. Zum Beispiel um die kratzfester zu machen. Oder um sie korrosionsbeständig zu machen.
Der Langfristinvestor könnte seine Freude an diesem Unternehmen haben, obwohl nach heutigen Schätzungen
das KGV erst in 2015 unter 30 fallen sollte.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (29. Januar 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Isis: 100 Stück
Nanogate: 176 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an den zuvor aufgeführten Aktien können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellten Isis und Nanogate können in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellten Aktien stellen keine Kaufempfehlung dar. Sie dienen rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


28. Januar 2014 - DAX bei rund 9.418 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 15.838 Punkten (Schlußkurs vom 27. Januar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3657:
Nun hat es sowohl im DAX als auch im Dow Jones einen schnellen und deutlichen Rückschlag gegeben.
Damit unterstreicht sich bis jetzt die am 03. Januar 2014 hier beschriebene Faustregel, nach der die ersten
5 Handelstage, respektive die ersten 10 Handelstage den Trend für das Gesamtjahr vorgeben könnten.
Hoffentlich nicht, wird sicher jeder langfristig orientierte Anleger denken. Nun denn.
Die vermeintlichen Gründe der absackenden Aktienkurse sind wohl in den Schwierigkeiten und den
Wachstumssorgen mancher Emerging Markets zu suchen. Hier scheinen Brasilien, Südafrika, Argentinien
und die Türkei große Schwierigkeiten zu haben, um nur einige zu nennen. China schockte zudem mit schwächer
als erwarteten Wachstumsraten.
Rein charttechnisch und krufristig gesehen hat der DAX gestern wohl einen kurzfristig überverkauften Bereich
betreten, weshalb die heutige Erholung bislang als technische Gegenreaktion gesehen werden kann.
Mittel- bis Langfristig dürfte das Thema Emerging Markets noch nicht ganz vom Tisch sein. Eher im Gegenteil.
Anderes Thema: Scheinbar haben die bereits in 2013 höheren Zinsen langlaufender Staatsanleihen in den
USA bereits dafür gesorgt, dass weniger Menschen bereit waren, ein Eigenheim zu kaufen/zu bauen.
In diesem Bereich könnte also bereits eine Abkühlung der Branche im Gange sein!? Mit anderen Worten:
Die höheren Zinsen zeigen bereits Wirkung und ermöglichen es der Zentralbank vielleicht, auf Zinserhöhungen
vorerst zu verzichten, falls auch in anderen Sektoren bald eine Verlangsamung zu erkennen sein wird.
Des weiteren gibt es im Bereich der erneuerbaren Energien von Seiten der Bundesregierung Bestrebungen,
diesen das Leben ein wenig schwerer zu machen. Im Raum stehen Begrenzungen der Windkraft und Steuern
auf den Eigenverbrauch von regenerativ erzeugter Energien. Europa wird hier sicher folgen. Alles zusammen
genommen ein Gebräu mit viel Unklarheit und viel Unsicherheit, dass eine Reduzierung der Aktienquote über
die technische Gegenreaktion hinaus eventuell sinnvoll erscheinen lässt.


21. Januar 2014 - DAX bei rund 9.771 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16,475 Punkten (Tagesverlauf) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3531:
Tja, die Aktienindizes steigen weiter an. Gut für alle investierten Anleger. Ich nehme Bezug auf meine beiden
ersten Kommentare des Jahres 2014 und stelle fest, dass inzwischen eine klare und aufwärts gerichtete
Bewegung bei den Aktienkursen von Gold- und Silberminenaktien eingesetzt hat. Diesen Zug möchte ich
nicht verpassen und habe daher eine erste Position in Aktien der kanadischen Barrick Gold aufgebaut.
Barrick Gold deswegen, weil die Gewinnschätzungen des nächsten Jahres Kurse zulassen, die circa
30 % bis 40 % über denen liegen, die aktuell an der Börse bezahlt werden. Im Gegensatz zu großen
nordamerikanischen Goldminenaktien ist Barrick Gold damit als einzige große Goldminenaktie unterbewertet.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgender Aktie derzeit (21. Januar 2014)
Anteile in folgender Höhe:

Barrick Gold : 1361 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an der zuvor aufgeführten Aktie können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellteBarrick Gold kann in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellte Aktie stellt keine Kaufempfehlung dar. Sie dient rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


17. Januar 2014 - DAX bei rund 9.739 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16,417 Punkten (Schlußstand vom 16. Januar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3601:
Bezugnehmend auf meinen Kommentar vom 14. Januar 2014 kann geschrieben werden. Timing schlecht,
aber Zielrichtung (zyklische Unternehmen) gut. Wir durchleben wohl derzeit einen massiven Wirtschaftsaufschwung,
der insbesondere die zyklischen Unternehmen erfassen wird und deren Gewinne nach oben katapultieren sollte.
In diesem Zusammenhang möchte ich hier wieder 2 Werte vorstellen, die bereits in der Vergangenheit Thema
waren, nämlich die zyklische PWO und das Biotechunternehmen Morphosys.

1. PWO
Die PWO (Progress-Werk Oberkirch AG) aus dem badischen Oberkirch ist ein Unternehmen,
dass vor allem für die derzeit boomende Automobilindustrie tätig ist. Dort in der Herstellung von
Metallkomponenten. Schätzungen der Jahresüberschüsse für das Jahr 2015 könnten ein Ergebnis von
circa 18 Millionen Euro möglich machen. Eine zyklische Dynamik könnte diesen Wert sogar weiter steigen
lassen. Formal dann also ein KGV von um die 8. Bei 9 oder 10 liegen derzeit einige große Aktien aus
der Automobilindustrie, wenn auch dort die Zahlen (Schätzungen) für das Jahr 2015 zu Grunde gelegt
werden. Formal also die gleiche Bewertung!? Nicht in meinem Unternehmensbewertungsmodell,
welches neben der Bilanzstruktur auch die Gewinnmargen berücksichtigt. Lasse ich hier die geschätzten
18 Millionen Euro auf die aktuelle Bilanz treffen, ergäbe sich ein fairer Unternehmenswert der PWO von
circa 254 Millionen Euro. Zum Vergleich: Aktuell ist PWO an der Börse nur circa 135 Millione Euro wert.

2. Morphosys
Die Morphosys AG ist tätig im Bereich der Biotechnologie und hier besonders in der Entwicklung von
Antikörpern. Antikörper, die derzeit die am schnellsten wachsende Wirkstoffklasse in der Medizin darstellen.
Der Unternehmenswert liegt derzeit bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Eine sowohl im Spass als auch im Ernst
gemeinte Frage ist: Ist das jetzt der Unternehmenswert oder der Gewinn des Unternehmens in 1 Jahr!?
Nach jüngsten Zahlen beziehungsweise Schätzungen haben allein die derzeit in der klinischen Entwicklung
befindlichen Medikamentenkandidaten ein Peak-Umsatzpotential von rund 29,2 Milliarden US-$. Bei einer
Zulassungswahrscheinlichkeit von rund 40 % ergibt sich also ein realistisches Peak-Umsatzpotential von
rund 11,7 Milliarden US-$. Neben Milestonezahlungen und anderen Tantiemen ist es üblich, den Entwickler
der Wirkstoffe mit einer zweistelligen Prozentzahl am Umsatz zu beteiligen. Dabei wären 10 % noch höchst
konservativ angesetzt. 15 % oder 20 % sind hier realistischer. Ich bleibe höchst konservativ und kalkuliere mit
10 %. Dann würde das Unternehmen vielleicht im Jahr 2018 bis 2020 ein Gewinnstrom erreichen, der vielleicht
weit oberhalb von 1,17 Milliarden US-$ anzusetzen ist. Aktuell also rund 860 Millionen Euro. Und das jedes
Jahr. Dabei wären weitere Medikamentenkandidaten, von denen es derzeit über 40 gibt, noch gar nicht
berücksichtigt. Und jetzt bilden wir mal ein KGV vielleicht des Jahres 2020. 1,6 Milliarden Euro dividiert durch
860 Millionen Euro macht ein KGV von 1,86. Für einen Biotechwert wäre aber auch ein KGV von 18,6 O.K.
Wie Sie sehen, lauert hier, bei allen Risiken, die Möglichkeit durch langes Warten sein Geld zu verzehnfachen.

Offenlegung von (möglichen) Interessenskonflikten:

Über meine Privatdepots halte ich an folgenden Aktien derzeit (17. Januar 2014)
Anteile in folgender Höhe:

PWO: 284 Stück
Morphosys: 302 Stück

Kurzfristige Veränderungen im Bestand an den zuvor aufgeführten Aktien können je nach Informationslage nicht
ausgeschlossen werden.

Allgemeiner Risikohinweis:
Jede Aktie, auch die hier vorgestellten PWO und Morphosys können in die Insolvenz gehen und der Anleger damit sein
angelegtes Kapital komplett verlieren. Die vorgestellten Aktien stellen keine Kaufempfehlung dar. Sie dienen rein
informativen Zwecken. Für mögliche eintretende Verluste wird keine Haftung übernommen.


14. Januar 2014 - DAX bei rund 9.408 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16,258 Punkten (Schlußstand vom 13. Januar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3659:
Der Start in das neue Börsenjahr verläuft auch bis zum heutigen Tag (also circa Mitte Januar) eher schleppend.
Allein aus dem Bauch heraus würde ich schätzen, dass das Jahr 2014 insgesamt ein eher schwieriges Jahr
für Aktien werden könnte. Die Geldzuflüsse in den Solarsektor und den Biotechsektor haben sich bislang
nicht fortgeführt. Beide Sektoren sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, doch eher etwas unter
Verkaufsdruck geraten. Hingegen finde ich zunächst interessant, dass sich der Goldpreis und der Silberpreis etwas
besser entwickelt, als ich dies erwartet hätte. Im Zuge dessen zeigen die großen Minengesellschaften
meiner Meinung nach eine relative Stärke. Für massive Käufe in diesen Sektor erscheint es mir aktuell noch
viel zu früh, zumal auch die Bewertungen aufgrund der Schätzungen der Gewinne in diesem und dem nächsten
Jahr insgesamt recht ambitioniert erscheinen. Doch Trends (auch Gewinntrends) können drehen und so
sollte dieser Sektor grundsätzlich auf der Beobachtungsliste der Anleger stehen.
Zyklische Unternehmen (zum Beispiel Automobile, Automobilzulieferer, Maschinenbauer und Stahlunternehmen)
erscheinen nach wie vor in einzelnen Aktien günstig bewertet und der anzunehmende Gewinntrend sollte den
günstigen Aktien aus diesem Sektor noch Luft nach oben geben können. Allerdings können auch in diesem
zyklischen Bereich die Gewinntrends drehen, weshalb der Anleger auch hier die Nachrichtenlage aufmerksam
beobachten sollte.


03. Januar 2014 - DAX bei rund 9.425 Punkten (Tagesverlauf)-
Dow Jones bei ca. 16,441 Punkten (Schlußstand vom 02. Januar 2014) -
Wechselkursverhältnis Euro / US-$ bei circa 1,3633:
Allen Lesern wünsche ich an dieser Stelle ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2014.
Ein weiteres Rekordjahr beim Dax und anderen Börsenindizes wäre wünschenswert.
Nachdem der erste Handelstag beim DAX und Dow Jones als klarer Fehlstart bezeichnet werden, stabilisiert
sich aktuell die Situation leicht. Bedenken Sie, dass es einige Anhänger der Theorie der ersten 10 Tage eines
neuen Jahres gibt, die aus der Entwicklung der ersten 10 Handelstage bei DAX und Dow Jones auf die
Entwicklung des ganzen Jahres schliessen. Demnach sollte der DAX in den verbleienden 9 Handelstagen
wieder zulegen.
Fundamental lässt sich aus dem gestrigen Handelstag nur schreiben, dass die großen Trends des Jahres
2013, also Solar und Biotechnologie, zunächst weiter laufen. Bemerkenswert war gestern der Anstieg beim
Gold- und Silberpreis, dem sich die Goldminenaktien und Silberminenaktien angeschlossen haben.
Ich halte dies aber aus heutiger Sicht für eine Eintagsfliege, so wie ich bis dato negativ für fast alle
Rohstoffe und Agrarrohstoffe gestimmt bin. Aber das neue Jahr ist ja noch jung. Und langweilig wird es
ja nie an der Börse. Lassen wir uns also überraschen, was das neue Jahr noch so für Anleger und
Börsianer bereit hält.


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